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Sprüche - Kapitel 22

Sprüche - Kapitel 22

(Leander van Eß)

Vom Werthe eines guten Namens, der Demuth des reinen Herzens. Warnungen gegen Uebermuth, Faulheit. Ermahnung, zu horchen auf die Sprüche der Weisheit; die Armen nicht zu drücken, mit Jähzornigen nicht umzugehen, nicht voreilig sich verbürgen.

1 Ein guter Name ist besser, als großer Reichthum; besser als Silber, besser als Gold ist beliebt seyn.
2 Reiche und Arme begegnen sich, Jehova hat sämmtlich sie gemacht.
3 Der Gescheite sieht das Uebel, und verbirgt sich; aber die Unerfahrnen rennen hinein, und müssen büßen.
4 Die Folge der Demuth ist Furcht Jehova's, Reichthum, und Ehre, und Leben.
5 Dornen, Schlingen sind auf dem Wege des Verkehrten; wer aber sein Leben bewahren will, entferne sich davon!
6 Gewöhne den Knaben von Anfang seiner Lebensweise; so wird er auch als Greis nicht davon weichen.
7 Der Reiche herrschet über Arme; und Sklave wird der Schulner dem Gläubiger.
8 Wer Unrecht säet, wird Unglück ernten; und seine Strafrute ist schon bereitet.
9 Ein wohlwollendes Auge wird gesegnet; denn es gibt von seinem Brode dem Armen.
10 Schaffe den Spötter fort, so hört der Zank auf; und Streit und Schmähung hat ein Ende.
11 Wer ein reines Herz liebt, dessen Lippen haben Anmuth; sein Freund ist der König.
12 Die Augen Jehova's bewachen die Weisheit; aber er stürzt das Treiben der Uebermüthigen.
13 Der Faule spricht: Ein Löwe ist draußen! Mitten auf den Straßen könnte ich erwürgt werden.
14 Eine tiefe Fallgrube ist der Mund der Buhlerin; den läßt Jehova seinen Zorn treffen, der hinein fällt.
15 Haftet die Thorheit in dem Herzen des Knaben; so wird die Zuchtrute sie schon heraustreiben.
16 Der Eine drückt den Armen, doch wird dieser reicher; der Andere gibt dem Reichen, der doch nur ärmer wird.
17 Neige dein Ohr, und höre die Sprüche der Weisen; und richte dein Herz auf meine Weisheit!
18 Denn ergötzend sind sie, wenn du sie bewahrest in deinem Innern; und sie zugleich auf deinen Lippen gründest.
19 Daß du auf Jehova setzest dein Vertrauen, lehrte ich dich; jetzt aber kommt es auf dich an.
20 Habe ich dir nicht die vortrefflichsten Vorschriften gegeben durch Rath und Klugheitslehren?
21 Um dich bekannt zu machen mit den wahren und verlässigsten Sprüchen, damit du mit diesen verlässigsten Sprüchen Rede geben könnest denen, die dich beauftragen?
22 Bedrücke nicht den Armen, weil er arm ist; und unterdrücke den Niedrigen nicht im Thore!
23 Denn Jehova führt ihre Streitsache; und raubt denen das Leben, die sie berauben.
24 Laß dich nicht ein mit dem Zornigen; und pflege keinen Umgang mit dem Heftigen;
25 damit du dir nicht angewöhnest ihre Sitten; nicht in Gefahr deine Seele setzest.
26 Sey von denen Keiner, die Handschlag geben, die für Schulden sich verbürgen;
27 wenn du nichts hast, um zu zahlen, daß man nicht dein Bett unter dir wegnehme.
28 Verrücke nicht die alte Grenze, die deine Väter festgesetzt.
29 Siehest du einen Mann, der gewandt ist in seinem Geschäfte, der müsse beim Könige angestellt, und nicht bei Geringen angestellt werden.

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