Burk, Karl - Wie werden wir dessen teilhaftig, was uns fehlt?

Burk, Karl - Wie werden wir dessen teilhaftig, was uns fehlt?

Bußtagspredigt über Jes. 48, 18. 22 von Dr. Burk, Prälat in Stuttgart.

Text: Jes. 48, 18. 22.
O, dass du auf meine Gebote merktest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen! Aber die Gottlosen, spricht der Herr, haben keinen Frieden.

In Christo Geliebte! Es ist der Ton herzlichen Erbarmens, in welchem hier der Herr zu seinem Volke redet, ein Ton, wie wir ihn im Neuen Testament vernehmen aus des Heilands Munde, da er ruft: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!“ Wie damals den Herrn Jesus des Volks jammerte, weil sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben, so jammert den himmlischen Vater der Menschen, insbesondre derjenigen, die er seinem Volke zugezählt hat. Ja, es jammert ihn, dass sein Volk sich selbst ins Unglück bringt und den Weg des Heils, den er ihm bereitet hat, nicht gehen will.

Solche Worte herzlichen Erbarmens hat der große Gott auch für uns, für unser ganzes Volk und für jeden einzelnen unter uns, und am heutigen Bußtage will er sie uns mit ganz besonderem Nachdruck ans Herz legen. Er hätte ja wohl Ursache, uns zu schelten, jedem einzelnen Christen unter uns seine Übertretungen und seine Versäumnisse vorzuhalten, mit den einen darüber ins Gericht zu gehen, dass sie ihn ganz vergessen haben, für seine Wohltaten nicht danken, nach seinem Worte nichts fragen, ja ihm absichtlich aus dem Wege gehen; den andern aber es strafend vorzuhalten: „Was verkündigst du mein Gesetz und nimmst meinen Bund in deinen Mund, so du doch Zucht hasst und wirfst meine Gebote hinter dich?“ Ja, auch mit denen, die aufrichtigen Herzens an ihn sich halten, hätte er Anlass genug zu rechten und über so manche Untreue, deren sie sich schuldig gemacht haben, sie zur Rede zu stellen. Da hat eines die erste Liebe verlassen und ist innerlich lau und träg geworden, dort ist eines zu verzagt, um auch nach außen in Wort und Tat sich zu seinem Heiland zu bekennen, dort ist wieder eines geteilten Herzens und möchte Gott und dem Mammon zugleich dienen, und ein andres bildet sich ein, Gott und den Heiland zu lieben, während es einen geheimen Hass gegen einen Mitchristen im Herzen hegt. O, da gäbe es viel zu richten und zu strafen bei jedem unter uns; und wohl dem, der dieser innerlichen Bestrafung des Geistes Gottes stille hält!

Aber auch unserm ganzen Volke gegenüber hätte der Herr viel Ursache zu schelten. Kann man es doch mit Händen greifen, wie wir trotz der Wunder göttlicher Güte, die wir erfahren durften, mit jedem Jahre weiter abkommen von unserm Gott, wie die Zahl derer, die ohne Gott und ohne Hoffnung in der Welt sind, mit jedem Jahre unter uns zunimmt, wie auch unsere Kunst und Wissenschaft vielfach Wege gehen, die nicht Gottes Wege sind. Müssen wir da nicht demütig sprechen:
Wenn du nun ins Gerichte gehn und mit uns wolltest rechten,
Wie würden wir vor dir bestehn und wer wollt' uns verfechten?

Aber die Barmherzigkeit rühmt sich wider das Gericht. Durch seine Güte will er uns zur Buße leiten. Darum sind es nicht Vorwürfe, sondern Worte des Mitleids, mit denen er uns in unserm Texte anredet, indem er uns zeigt:

Wie wir dessen teilhaftig werden können, was uns am meisten fehlt. Er sagt uns

1. was uns fehlt,
2. wie wir desselben teilhaftig werden können.

Höchstes Gut der Güter,
Ruhe der Gemüter,
Trost in aller Pein;
Was Geschöpfe haben,
Kann den Geist nicht laben,
Du vergnügst allein.
Was ich mehr als dich begehr,
Kann mein Seligsein nur hindern
Und den Frieden mindern. Amen.1)

1.

Der Herr weist uns in unserm Texte auf das hin, was uns fehlt. Aber braucht man uns denn das erst zu sagen? Das weiß ja jeder nur allzu gut. Nun ja, es ist wahr, Menschen haben immerdar zu klagen, was ihnen fehle. „Es fehlt an Regen,“ seufzt der Landmann; „es fehlt an Gelegenheit zu Verdienst und an entsprechendem Lohn,“ murrt der Arbeiter; „es fehlt an Umsatz,“ jammert der Gewerbsmann, während der Staatsmann darüber, dass es an Sicherheit der Zustände fehle, zu klagen hat, die Alten über das Fehlen der Ehrerbietung bei der Jugend, die Herrschaften über die mangelnde Zuverlässigkeit der Dienstboten sich beschweren. So hören wir alle möglichen Klagen. Aber wie ein Kranker allerlei einzelne Beschwerden angeben kann, den eigentlichen Grund seiner Krankheit aber nicht weiß, sondern ihn erst vom Arzte sich sagen lassen muss, so geht es der Menschheit. Den tieferen Grund des allgemeinen Missbehagens, die Quelle aller der Missstände, über die sie zu klagen hat, kennt sie nicht. Der Herr aber sagt es ihr: Es fehlt dir an Frieden.

Was ist aber Friede im Sinne des Wortes Gottes? Friede ist da noch nicht, wo man sich äußerlich miteinander verträgt. Wenn ein Volk auf das andre, eine Klasse der Bevölkerung auf die andre, ein Nachbar auf den andern mit Neid und Misstrauen hinblickt, so ist das kein Friede, auch wenn die Schwerter in der Scheide bleiben, auch wenn man freundliche Worte wechselt und jeden Gedanken an Gewalttat in Abrede zieht. Und wie ist's mit dem inneren Frieden? Ist das schon Friede, wenn ein Mensch selbstzufrieden dahinlebt; wenn es ihm gelungen ist, die störenden Mahnungen des Gewissens und die Befürchtungen vor einer dunklen Zukunft zum Schweigen zu bringen? Jener reiche Grundbesitzer, der zu seiner Seele sprach: „Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; so habe nun Ruhe, iss und trink und habe guten Mut“ hatte er Friede? Nein; denn Friede im Sinne des Wortes Gottes bedeutet einen Zustand der inneren Vollendung, da alle Kräfte ohne Widerstreit zusammenwirken zu Erreichung eines Zieles. Solcher Friede ist im vollsten Sinne in Gott vorhanden, welcher daher der Gott des Friedens heißt. Bei ihm ist kein Widerspruch zwischen Wollen und Vollbringen, zwischen Fleisch und Geist, zwischen Gegenwart und Zukunft, keine Veränderung noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Zu solchem Frieden, solcher Übereinstimmung mit uns selbst, solchem harmonischen Zusammenwirken unsrer Kräfte sind auch wir berufen. Dahin sollen wir es bringen, dass es bei uns nicht mehr heißt: „den Geist gelüstet wider das Fleisch und das Fleisch wider den Geist,“ dass kein Gesetz in den Gliedern ist, welches dem Gesetz Gottes im Gemüte widerstreitet, dass nicht reizende Lust und bittere Reue, sündliches Ergötzen und peinigende Gewissensvorwürfe miteinander abwechseln. Wer könnte leugnen, dass der ein glücklicher Mensch wäre, der es zu einem solchen Friedenszustande gebracht hätte? aber wer müsste nicht gestehen, dass ihm dazu noch viel fehle? „Vor jedem steht ein Bild des, das er werden soll,
Solang er das nicht ist, ist nicht sein Friede voll.“

Erst dann also, wenn wir in uns selbst vollendet, zum Bilde Gottes erneuert sind, wird für uns der volle Friede, der Friede der Ewigkeit anbrechen. So lange aber dieser innere Friede nicht vorhanden ist, kann auch der äußere nicht zustande kommen. „Woher kommt Streit und Krieg unter euch?“ fragt Jakobus in seinem Briefe, und antwortet darauf: „Kommt's nicht daher, aus euren Wollüsten, die da streiten in euren Gliedern?“ Und die Erfahrung bestätigt das. Wie die Genusssucht im Menschen immer wieder zur Störung des Friedens mit seinen Nebenmenschen führt, davon legen ein trauriges Zeugnis ab unsere Sonntage mit ihren Trinkgelagen und den sich daraus entwickelnden Schlägereien, und die vielen Haushaltungen, aus denen durch die Genusssucht des Mannes oder auch der Frau der Friede geschwunden ist. Nicht minder ist die Habsucht Quelle des Unfriedens durch die unzähligen Streitigkeiten über Mein und Dein, die sie hervorruft, durch die listigen oder gewaltsamen Angriffe auf des Nächsten Hab und Gut, die aus ihr entspringen, durch die zahllosen Veruntreuungen, von denen jeder Tag Kunde bringt, und durch welche so oft Witwen und Waisen um das Ihrige gebracht und ganze Kreise der Bevölkerung mit Hass und Misstrauen erfüllt werden. Die Ehrsucht endlich, wie oft stört sie den Frieden durch die Beleidigungen und Eifersüchteleien, welche sie hervorruft, wie oft ist sie Ursache, dass eine Bevorzugung, die einem Menschen zuteilwird, oder ein unbedachtes Wort, das er redet, eine Scheidewand aufrichtet zwischen ihm und solchen, die ihm vorher verbunden waren, und eine Abneigung hervorruft, die nicht selten bis in den Tod fortdauert! Müssen wir nicht, Geliebte, wenn wir unser häusliches und geselliges Leben überblicken, es gestehen, dass auch unter uns solche den Frieden störende, den bösen Gelüsten der Herzen entstammende Einflüsse in weitem Umfange wirksam sind?

Und nicht bloß im Verhältnis der einzelnen Menschen zueinander sind jene Lüste in den Gliedern die Quelle des Unfriedens, nein, die Flut dieses Unfriedens ergießt sich vom einzelnen Menschenherzen aus über ganze Völker und ganze Klassen der Bevölkerung. Wir wissen, wie oft der Ehrgeiz und die Herrschsucht eines einzelnen Gewaltigen Ursache gewesen ist, dass die Völker sich gegenseitig zerfleischten, wir erinnern uns aber auch, dass hochmütige Selbstüberhebung, welche der Massen sich bemächtigt hatte, zu blutigem Kriege führte, und wir sehen zu unserm tiefen Schmerz, wie durch abstoßenden Hochmut einerseits, durch neidische Begehrlichkeit andrerseits der Unterschied der Stände zu einer Quelle des Unfriedens innerhalb eines und desselben Volkes gemacht wird.

Aus diesem Unfrieden im inneren und äußeren, im großen und kleinen stammen so viele Übel, unter welchen die Gegenwart seufzt. „Friede ernährt, Unfriede verzehrt,“ dieses Sprichwort bewährt sich in allen Verhältnissen. Wäre Friede da in unserm äußeren Leben, dann würde auch Glück und Zufriedenheit und Freude einziehen in den Haushaltungen, dann würde auch im öffentlichen Verkehr das Vertrauen sich beleben und dadurch der Gang der Geschäfte sich besseren; und wäre Friede in den Herzen, der Friede mit Gott, der Friede der Versöhnung, dann könnten wir auch die von diesem Erdenleben unzertrennlichen äußeren Trübsale, Krankheit und Sterben der Unsrigen, Misswachs und Entbehrungen und was sonst die Menschen unglücklich zu machen pflegt, mit getroster Ergebung tragen, denn wir wüssten, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen müssen. So würde die Menschheit ihrer Vollendung entgegengeführt und jener Zustand vorbereitet, „da das Volk Gottes in Häusern des Friedens wohnen wird, in sichern Wohnungen und stolzer Ruhe“.

2.

Also was uns fehlt zu einem glücklichen Leben, das ist der Friede. Aber wie desselben teilhaftig werden? Die Menschen versuchen allerlei, um zu diesem Gute zu gelangen. Im öffentlichen Leben schließt man, wenn man die verderblichen Wirkungen des Unfriedens bitter genug erfahren hat, Friedensverträge. Aber wie oft sind in den Bestimmungen derselben schon die Keime neuer Kämpfe enthalten! Man veranstaltet Versammlungen zur Anbahnung des allgemeinen Völkerfriedens, und sie laufen aus in bitteren Streit; man meint, wenn eine andre Einrichtung der menschlichen Gesellschaft getroffen und das Privateigentum, diese Ursache so vielen Streites, aufgehoben würde, dann müsste der Friede von selbst kommen. Aber man vergisst, dass nicht in dieser oder jener Einrichtung, sondern in den Lüsten, die in den Gliedern wohnen, die Ursache des Unfriedens zu suchen ist, und dass diese Lüste fortdauern, wie auch das äußere Leben sich gestalten mag.

So gilt es denn heute wie vor alters von uns Menschen: den Weg des Friedens wissen sie nicht. Aber der Gott des Friedens selbst will uns diesen Weg nicht nur zeigen, sondern er hat uns denselben auch erst eröffnet. Das hat er getan, indem er seinen eingeborenen Sohn in die Welt sandte. Dieser ist unser Friede geworden, indem er durch seinen Tod unsere Sündenschuld, die als Scheidewand uns sündige Menschen von dem heiligen Gott trennte, hinwegnahm und uns die Vergebung der Sünden erwarb. Die nun solche Vergebung bei ihm suchen, indem sie in ernstlicher Buße vor ihrem Gott sich demütigen und in herzlichem Vertrauen Jesum Christum ergreifen, die können rühmen: „wir haben Friede mit Gott durch unsern Herrn Jesum.“ Wie ist doch alles, was den Frieden störte, durch solche Gewissheit der Vergebung weggeschafft! Im Inneren sind die Vorwürfe des Gewissens zum Schweigen gebracht und die anklagende Stimme des eigenen Herzens muss verstummen vor der Gewissheit, dass wir einen gnädigen Gott und Vater haben; und was von außen Widriges auf uns eindringt, das verliert für eine Seele, die der Vergebung ihrer Sünden gewiss ist, seinen Stachel, es ist für sie nicht mehr ein Beweis göttlicher Ungnade, sondern eine Liebeserweisung des Vaters, der seine Kinder züchtigt zu ihrem Nutz, damit sie seine Heiligung erlangen. Wie unser Heiland, da die Feindschaft der Welt auf ihn eindrang, doch sprechen konnte: „Meinen Frieden gebe ich euch,“ so gewinnt, wer mit ihm im Glauben verbunden ist, mehr und mehr die Festigkeit des inneren Menschen, dass weder Unglück noch der Menschen Feindschaft ihn um den Frieden seines Herzens zu bringen vermag. So hart es ihm auch ergeht, kann er innerlich doch zufrieden bleiben und getrost bekennen:

„Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide,
Lass es dringen, kommt es doch von geliebten Händen,
Bald zerbricht des Kreuzes Joch, wenn es Gott will wenden.“

Eben dieser Geist der Kindschaft aber macht das Herz auch willig, auf die Gebote Gottes zu merken. Und je mehr das geschieht, je mehr wir nicht das eigene wechselnde Gutdünken, nicht das eigene unbeständige Herz, noch auch die veränderlichen, einander widersprechenden Menschenmeinungen zur Nichtschnur unsers Denkens und Tuns machen, sondern die unwandelbaren Gebote Gottes, je mehr wir uns gewöhnen, beim Großen und Kleinen in unserm Leben darauf zu achten, was der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Gotteswille sei, desto mehr gelangen wir zur inneren Übereinstimmung unsers Denkens und Wollens, zu jenem köstlichen Zustand, da das Herz fest geworden ist, da die Stürme der Begierden, die Wogen der Furcht sich gelegt haben. So ist die beste Anweisung, um des Friedens, den wir alle bedürfen, den auch jedes im tiefsten Grunde seines Herzens begehrt, teilhaftig zu werden, die, welche uns das Lied gibt mit den Worten:

„Liebe und übe, was Jesus dich lehrt,
Und was er dich heißet, dasselbige tu',
Hasse und lasse, was sein Wort verwehret,
So findest du Frieden und ewige Ruh.“

Ja, selig ist, wer in inniger Verbindung mit dem Heilande, der unser Friede geworden ist durch seinen Versöhnungstod, und innerlich getrieben und geführt von seinem Friedensgeiste diesen Weg seiner Gebote wandelt.

Freilich ist es nicht der Weg, auf dem die große Menge der Menschheit ihr Glück sucht. Sie jagen alle dem Glücke nach ohne Gott, ohne um seine Gnade sich zu bemühen, ohne auf seine Gebote zu merken, und täuschen sich selbst mit der Meinung, das Glück erreicht zu haben; aber mitten in allen ihren Genüssen fehlt es ihnen an einem, am Frieden. Die Unruhe, in der sie sich herumtreiben, die Missstimmung, die sich ihrer bemächtigt und in Worten und Gebärden sich ausspricht, sobald es ihnen nicht nach Wunsch geht, der fortdauernde Kampf der Begierden in den Gliedern ist ein Beweis für die Wahrheit des Wortes in unserm Texte: Die Gottlosen haben keinen Frieden. Ja, sucht euer Glück ohne Gott, tut das möglichste, um durch den Gedanken an ihn nicht gestört zu werden, verschafft euch alle Genüsse, welche die Welt darbietet, machet euch lustig über die, welche den Frieden der Vergebung suchen, bringt alle eure Gründe dafür bei, dass es nichts sei mit dem Friedensreiche Jesu Christi, dass es eine Schwärmerei sei, wenn einer meine, in persönlichem Friedensbunde mit Gott zu stehen und der Versöhnung durch das Blut Christi sich getröste, und eine Torheit, wenn er sich durch die Rücksicht auf Gottes Gebote hindern lasse an der Befriedigung der eigenen Gelüste! Mit dem allem entfliehet ihr dem Urteile nicht: Die Gottlosen haben keinen Frieden. Es vollzieht sich an euch mit unentrinnbarer Notwendigkeit umso mehr, je älter ihr werdet, bis hinab in die schauerliche Tiefe des ewigen Unfriedens, der nie endenden Selbstanklage, da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöschet.

Wer daher spürt, dass es für ihn kein Glück gibt ohne Frieden nach innen und außen, der entschließe sich, bei seinem Gott und Heiland den Frieden der Vergebung zu suchen, und wer diesen gefunden hat in der Gewissheit: Gott hat mich um Christi willen als sein Kind angenommen, der bewahre ihn als sein höchstes Kleinod, indem er gewissenhaft auf Gottes Gebote merkt; dann wird sein Friede wachsen, wird unter den Widerwärtigkeiten des Lebens durch keine Unruhe des Herzens, beim Unrecht der Menschen durch keine Bitterkeit, bei den Beschwerden des Alters durch keine Verdrießlichkeit, beim Herannahen des Todes durch keine Angst verdrängt werden, sondern sich entfalten zu jenem seligen Stand, da der Friede als ein die ganze Seele überflutender und erquickender Wasserstrom empfunden wird, da das Lamm Gottes seine Erlösten weidet und leitet zu den lebendigen Wasserbrunnen, wo Gott abwischen wird alle Tränen von ihren Augen.

Jesu, du Herzog der Friedensheerscharen,
Du König des Friedens, ach, zeuch uns nach dir,
Dass wir den Friedensbund treulich bewahren,
Im Wege des Friedens dir folgen allhier!
Ach, lass uns doch deinen Geist kräftig regieren
Und dir nach in Frieden zum Vater hinführen! Amen. 2)

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