Bunyan, John - Von der Liebe zur Welt

Bunyan, John - Von der Liebe zur Welt

Nichts ist einer Seele hinderlicher, zu Christo zu kommen, als eine eitle Liebe der Welt und ihrer Dinge; und ehe eine Seele von ihr befreit wird, kann sie keine wahre Liebe zu Gott haben. Daher die ernste Ermahnung der Schrift: „Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. So Jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist (nämlich des Fleisches Lust, und der Augen Lust, und hoffärtiges Leben) ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.“ 1. Joh. 2, 15. 16. Wie denn auch das entschiedene Wort unseres Herrn lautet: „Niemand kann zween Herren dienen.“ Matth. 6, 24.

Was sind die Ehren und Reichthümer dieser Welt, wenn sie mit der Herrlichkeit der Krone des ewigen Lebens verglichen werden!

Habe die Welt nicht lieb; denn ihre Liebe ist eine Motte in eines Christen Leben.

Die Welt zu verachten, ist der Weg, den Himmel zu genießen; und selig sind die, welche ihre Lust darin finden, im Gebete mit Gott umzugehen. Ueber ihr Angesicht legt sich ein seliger Glanz, welcher dem gleicht, der sich über Mosis Angesicht verbreitete.

Welche Thorheit kann größer sein, als die, nur um die irdische Nahrung zu sorgen und zu arbeiten, die doch vergeht, und die Speise des ewigen Lebens zu vernachlässigen! Merke du daher stets auf das Wort deine Herrn: „Wirket Speise, nicht die vergänglich ist, sondern die da bleibet in das ewige Leben, welche euch des Menschen Sohn geben wird.“ Joh. 6, 27.

Von Gott oder von der Welt müssen wir ewig scheiden, wenn die Uhr unseres Lebens abgelaufen ist, denn alsdann kommt die Stunde der Prüfung. Und wehe dem, der zu leicht befunden wir. Dan. 5, 27.

Dich selbst in dieser Welt suchen, heißt dich verlieren; aber demüthig sein, heißt erhöhet werden.

Der Epicuräer und Lüstling, welcher sich an den Freuden und Leckerbissen dieser Welt ergötzt, denkt wenig daran, daß eben diese Kreaturen eines Tages Zeugniß gegen ihn ablegen werden. Denke doch nur daran, daß der reiche Mann, nachdem alle seine Freuden wie Rauch im Sturmwinde verschwunden waren, nicht einmal einen Tropfen Wassers in der Hölle mehr bekam, um seine lechzende Zunge an ihm zu kühlen. Luc. 16, 24.

Quelle: Unbekannt - Einige Aussprüche John Bunyans auf seinem Todtenbette.

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