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Ezechiel - Kapitel 9

Ezechiel - Kapitel 9

(Leander van Eß)

Fortsetzung des vorigen Gesichtes. Der Prophet sieht die Strafen, welche die Israeliten wegen ihrer Abgötterei treffen.

1 Und er rief mit lauter Stimme in meine Ohren, und sprach: Sie kommen heran, die Züchtiger dieser Stadt, Jeder hat sein Zerstörungswerkzeug in seiner Hand.
2 Und siehe! Sechs Männer kamen vom oberen mitternächtlichen Thore her, und ein Jeder hatte das Verwüstungswerkzeug in seiner Hand, und unter ihnen war Einer in Leinwand gekleidet, und hatte an seiner Seite ein Schreibzeug. Sie kamen herein, und traten neben den ehernen Altar.
3 Und die Herrlichkeit des Gottes Israels hob sich vom Cherub auf, auf dem sie ruhete, zur Schwelle des Tempels hin. darauf rief er den in Leinewand gekleideten Mann, welcher das Schreibzeug an der Seite hatte,
4 und Jehova sprach zu ihm: Gehe mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und zeichne ein Thav an die Stirne derer, welche über alle Gräuel, die in ihr verübt worden sind, seufzen und wehklagen.
5 Und zu den Andern sprach er vor meinen Ohren: Gehet durch die Stadt hinter ihm her, und hauet nieder! euer Auge habe keine Schonung, und habet kein Erbarmen!
6 Tödtet Greise, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Weiber, bis sie ganz ausgerottet sind; doch rühret den, auf welchem ein Thav steht, nicht an. Bei meinem Heiligthume machet den Anfang. Sie fingen also mit den Aeltesten an, die vor dem Tempel waren.
7 Und er sprach zu ihnen: Entweihet den Tempel, und füllet die Vorhöfe mit Erschlagenen an, und gehet dann heraus! Und sie gingen heraus und schlugen in der Stadt.
8 Und es geschah, während sie schlugen, da blieb ich zurück, und fiel auf mein Angesicht, und schrie und sprach: Ach! Herr Jehova! willst du denn den ganzen Rest Israels aufreiben, indem du deinen Zorn über Jerusalem ausgießest?
9 Und er sprach zu mir: Die Missethat des Hauses Israels und Juda's ist sehr, sehr groß, und das Land ist voll Blutschuld, und die Stadt voll Ungerechtigkeit; denn sie sprechen: Der Herr hat das Land verlassen, und Jehova sieht es nicht.
10 Aber auch mein Auge soll keine Schonung, und ich will kein Erbarmen haben. Ihr Betragen lasse ich über ihr Haupt kommen.
11 Hierauf brachte der Mann, welcher in Leinwand gekleidet war, und ein Schreibzeug an seiner Seite hatte, Nachricht zurück, und sprach: Ich habe gethan wie du mir befohlen.

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