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| - | ======Monod, | ||
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| - | **“Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid. Prüft euch selbst; oder erkennt ihr in euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr untüchtig seid.“ **\\ | ||
| - | 2 Kor. 13,5. | ||
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| - | Steht ihr im Glauben? Diese Frage möchte ich heute mit euch prüfen. Beteiligt euch an dieser Prüfung, Jeder für sich selbst und so, als ob er allein auf der Welt wäre. | ||
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| - | Bedarf es noch des Beweises, wie ernst diese Frage ist? Es handelt sich hier um eure Seligkeit. Denn es steht geschrieben: | ||
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| - | Seid ihr eurer so gewiss, dass ihr kein Bedürfnis fühlt, euch hierüber zu prüfen, so beweist dies nur, dass ihr dieser Prüfung mehr bedürft als andere. Könnte sie für irgend Jemand unnötig sein, so wäre sie es für denjenigen, welcher in seinem Herzen spricht: Das ist Etwas für mich! Wann werde ich genau wissen, woran ich mich in Bezug auf den Zustand meiner Seele zu halten habe? Wie kann ich, der ich so unwürdig, so ungläubig, so treulos bin, glauben, dass ich ein wahrer Christ bin? So misstraute jeder Apostel sich selbst, als der Herr sagte: „Einer von euch wird mich verraten; | ||
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| - | Die erste Prüfung, zu der jene Frage: „Seid ihr im Glauben?“ auffordert, bezieht sich auf die Glaubenslehre; | ||
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| - | Bleiben wir jedoch hierbei nicht stehen, Paulus selbst tut es nicht. So gewichtig auch diese erste Frage ist, so reicht sie doch nicht aus; so sehr fürchtet der Apostel unsere Geschicklichkeit, | ||
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| - | Jesus Christus in uns: seltsamer Gedanke! Seltsam für uns Kleingläubige, | ||
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| - | „Bleibt in mir und ich in euch.“ Wolltet ihr euch unterstehen, | ||
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| - | Wollt ihr deshalb wissen, ob ihr im Glauben seid, so untersucht, ob Christus in euch durch Seinen Geist wohnt. Stellen wir die Frage also, dann schließt sie von selbst viele Christen des äußeren Bekenntnisses aus; man kann nicht fragen, ob Christus in solchen Namenchristen ist, ohne Seinen Namen zu entweihen. Wie? Christus sollte in diesem Jüngling sein, der sich zwar Christ nennt, aber den laxen Grundsätzen der Zeit und den Lüsten des Fleisches sich ergeben hat? Christus sollte in diesem Mann sein, der zwar dem Namen nach Christ ist, aber nur lebt, um sein Vermögen zu vergrößern und dessen Zufriedenheit mit seinem Schatz steigt und fällt? Christus sollte in diesem Weib sein, die zwar dem Namen nach Christin ist, aber den flüchtigen Vergnügungen der Welt nachläuft und mit ihnen schimpflichen Götzendienst treibt? So bleiben uns nur noch die wenigstens dem Scheine nach religiösen Menschen übrig; nur in Bezug auf sie kann man jene Frage tun, und es ist Zeit, dass wir mit ihnen nach den Merkmalen, die uns die Schrift selbst bieten soll, diese Frage prüfen. | ||
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| - | Ist Jesus Christus in euch, so wird Er in euch leben, und das erste Zeichen, woran ihr erkennen könnt, ob ihr im Glauben seid, ist das eurer Seele mitgeteilte Leben Jesu Christi. „In Ihm ist das Leben“, Er heißt „der Fürst des Lebens“; „wer den Sohn hat, der hat das Leben“, der Sohn selbst ist unser Leben, und der Gott, mit welchem Er uns vereinigt, ist nicht bloß der wahre Gott, sondern auch der lebendige Gott, der auch in der Welt, aber vor allen in den Herzen Seiner Kinder lebt. | ||
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| - | Worin besteht nun dies Leben Christi in uns? Denken wir nicht daran, hiervon eine genaue Erklärung geben zu können: das Leben wird empfunden, lässt sich aber nicht erklären. Wir können uns übrigens von dem Leben Christi in uns keine bessere Rechenschaft geben, als wenn wir dem Bild folgen, welches in dem Namen selbst, mit welchem der Heilige Geist es genannt hat, verborgen liegt. Wenn Er den Zustand einer Seele, in welcher Christus wohnt, Leben nennt, so tut Er es, weil dieser Zustand einige Züge der Ähnlichkeit mit dem Leben des Leibes hat, welches Gott den Organen des ersten Menschen einblies und durch das Er einen organisierten Staub in eine lebendige Seele umwandelte. Könnt ihr das Leben des Leibes erklären? Versucht es, das Leben anders als durch den Tod, oder den Tod anders als durch das Leben zu erklären: ihr kommt nie aus diesem Kreis heraus und ihr werdet das Leben nie anders begreiflich machen, als wenn ihr einen lebendigen Menschen neben einen toten stellt. Wie groß ist die Ähnlichkeit unter diesen Menschen und doch, wie groß ihre Verschiedenheit! Was aber unterscheidet sie? Die Seele ist's, das heißt, dieser Atem, der zwar unsichtbar ist, aber nichts desto weniger die Stütze und das unsichtbare Band, ohne dass der Körper sich sofort auflöst und sogar seine äußere Gestalt verliert. Könnte es einen Menschen geben, der diesen Unterschied nicht zugeben wollte, weil der tote Mensch ebenso gut wie der lebende Augen, Hände und Füße hat, was wolltet ihr ihm antworten? Eine solche Rede würde nur beweisen, dass der, welcher also spricht, keinen Begriff von dem hat, was Leben ist; alle Erklärungen der Welt könnten denselben nicht ergänzen. - Dies ist ein passendes Bild des geistigen Lebens, welches der Geist, d. h. der Atem Gottes, einer Seele mitteilt, in der Christus wohnt. Stellt neben einander zwei Menschen, einen, in welchem Christus lebt, und einen anderen, in welchem er nicht lebt, wie groß ist die Ähnlichkeit unter ihnen, und doch, wie groß die Verschiedenheit! Das leibliche Leben haben sie mit einander gemein, Beide essen und trinken, schlafen und erwachen, sprechen und bewegen sich; ebenso das geistige Leben, Beide denken, beobachten, urteilen, schließen; ferner das Gefühlsleben, | ||
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| - | Habt ihr diese neue Geburt erfahren? Seid ihr euch einer innerlichen Umwandelung bewusst, die aus euch einen anderen Menschen mit anderen Grundsätzen, | ||
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| - | Ist eure Buße lebendig, habt ihr gelernt, vor dem Kreuz Christi euch an die Brust zu schlagen und zu sagen: „An Dir allein habe ich gesündigt und übel vor Dir getan“; für mich, ganz besonders für mich bist Du gestorben? Ist euer Glaube Lebendig? Habt ihr das Wort Gottes gleichsam aus Christi Mund empfangen und mit euch durch den Glauben vereinigt, ist es wie ein Samenkorn himmlischen Lebens, das euch der göttlichen Natur teilhaftig gemacht hat, in euch gefallen? Sind eure Gebete lebendig? Bittet Christi Geist selbst für euch und in euch, bald durch mächtige Worte, die den starken Gott überwinden, | ||
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| - | Das Leben offenbart sich durch Handlungen, und zwar am unmittelbarsten durch Worte. Ist Christus in euch, so wird Er in euch reden, und darum ist das zweite Zeichen, woran ihr erkennen könnt, ob ihr im Glauben seid, das Zeugnis Jesu Christi, welches euer Herz gewiss macht, dass ihr Ihm angehört. | ||
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| - | Diese Behauptung überrascht euch vielleicht; ihr findet in ihr ich weiß nicht welchen Anschein von Mystizismus. Aber hütet euch: „Sagt nicht Bund bei Allem, wo dies Volk von Bund redet“ (Jes. 8,12), nennt nicht überall Mystizismus, | ||
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| - | Auch die Erfahrung der Gläubigen aller Jahrhunderte bestätigt das, was ich eben gesagt habe. Dies beseligende Zeugnis ist in allen Zeitaltern der Kirche gehört worden, selbst von den Heiligen des Alten Bundes, nach dem Maß ihrer Erkenntnis. Es ist das Zeugnis, welches zu jeder Zeit das Volk Gottes beseligt, gestützt und gekräftigt hat; das Zeugnis, aus welchem Alles, was im Reiche Gottes, innerhalb einer Gott feindlichen Welt geschehen, geboren worden ist. Abraham befass es in seinem Inneren, als er den Tag Christi sah und sich desselben freute; Jakob, als er, seine Söhne in prophetischem Geist segnend, sich einen Augenblick unterbricht und wie von einer inneren Stimme gedrängt, spricht: „O Herr, ich warte auf Dein Heil“ (1 Mos. 49,18)! Hiob, indem er seinen Erlöser bekennt und spricht: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, ich werde Ihn sehen, meine Augen werden Ihn schauen und kein Fremder“. (Hiob 19,25 u. 27) David, indem er seinen erbitterten Feinden dies zuversichtliche Wort eines betenden Herzens entgegensetzt: | ||
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| - | Und du, mein lieber Zuhörer, besitzt du dies Zeugnis Jesu Christi? Hörst du deinen Erlöser in dir, wie Er durch Seine Vergebung versichert: „Du bist mein, ich habe dich erlöst, deine Sünden sind dir vergeben, gehe in Frieden“? Hörst du, wie Er dich ruft und kannst du, vor Ihm in die Kniee sinkend, zu Ihm mit David sprechen: „Mein Herz hält Dir vor Dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. Darum suche ich auch, Herr, Dein Antlitz.“ Hörst du, wie Er dich, den Bittenden, erhebt und mit David dir antwortet: „Mit meiner Stimme rufe ich zum Herrn, so erhört Er mich von Seinem heiligen Berg.“ Hörst du, wie Er zu dir spricht, und kannst du, die Heilige Schrift befragend, zu Ihm mit Samuel sagen: „Rede, Herr, Dein Diener hört.“ Hörst du, wie Er dich hört, und erfährst du in deinem Herzen, wie „dein Geschrei vor Ihn kommt zu Seinen Ohren.“ Hörst du Ihn, wie Er dir deinen Weg vorschreibt, | ||
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| - | Kommen wir endlich zu dem untrüglichsten und sichersten Kennzeichen des Lebens, zur Tat. Ist Christus in dir, so wird Er in dir wirken und schaffen; daher ist das letzte Merkmal, woran ihr erkennen könnt, ob ihr im Glauben seid, kein anderes als das, ob Christi Werk euer Werk geworden ist. | ||
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| - | Christus kann durchaus nicht müßig und unfruchtbar bleiben; wie der Vater zu jeder Zeit wirkt, so wirkt auch der Sohn, und zwar in denen, „die an die Wirkung Seiner mächtigen Stärke“ glauben. Wer an Jesus glaubt, wird auch die Werke tun, die Er getan hat; wer da sagt, dass er in Jesu Christo bleibt, der muss auch leben, wie Jesus Christus gelebt hat. Meine lieben Brüder, ich sagte soeben: Denkt groß vom christlichen Glauben; jetzt sage ich: Denkt groß vom christlichen Leben. Es gibt kein christliches Leben als das Leben Christi in dem Christen, und es gibt keinen wahren Christen, als den, welcher so lebt, dass er Christus darstellt und das von Christo begonnene Werk fortsetzt. Man muss Ihn anschauen, wie Er in uns lebt und wie Er sagen konnte: Wer mich gesehen hat, der hat meinen Meister und Herrn gesehen. Welch eine Bestimmung, meine lieben Brüder! Wahrlich, so ruhmvoll und so schwer, dass man kaum an sie glauben kann! Aber der, der uns das Gebot gegeben hat: „Ihr sollt gesinnt sein, wie Christus gesinnt war“, der wird uns auch fähig machen, sie zu erfüllen; oder sagen wir lieber, wir sind es weniger, welche diese Aufgabe erfüllen sollen, als der Herr, der sie in uns erfüllen muss. Wir haben zu Christi Werk Christi Kraft, weil wir Christum selbst haben, wenn wir anders Ihn angenommen haben und in Ihm wandeln. | ||
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| - | Sprecht nicht, dieser Gedanke erdrücke euch, ihr wolltet eure Blicke lieber auf das Vorbild der großen Diener Christi, als auf Christus selbst richten, weil sich doch bei diesen Dienern, so groß sie auch sein mögen, Schwachheiten und Niederlagen finden, die sie uns näher bringen; dieser Grund ist eines Christen wenig würdig. Gerade weil Christus allein uns ein vollkommenes Muster gelassen hat und Er das lebendige Gesetz Gottes ist, so müssen wir Ihn vor Allen als Gegenstand unserer Nachahmung erwählen. Tut ihr doch damit nur das, was die Heiligen, von denen ihr sprecht, getan haben, oder vielmehr das, was sie dazu gemacht hat: sie haben das Vorbild ihres Meisters und nicht das irgendeines Menschen erwählt. Wie sieht man das bei dem Apostel, welchem ich meinen Text entlehnt habe; auf den Apostel Paulus kommt man überhaupt immer zurück, wenn man den christlichen Glauben oder das christliche Leben in der Tat und Wahrheit schauen will. Wie hat sich dieser Jünger, der mehr gearbeitet hat als sie Alle und der bei aller Demut nicht ansteht zu sagen: „Seid meine Nachahmer wie ich Christi Nachahmer bin“, wie hat er sich gebildet? So, dass er sich Christum mit einer wahrhaft eifersüchtigen Sorgfalt zum Vorbild nahm; er scheint sogar geflissentlich seine Person und seine Geschichte mit der Person und der Geschichte seines göttlichen Meisters, selbst die ausschließlich dem Herrn vorbehaltenen Werke nicht ausgenommen, | ||
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| - | Prüft euch nun, meine lieben Zuhörer, um zu sehen, ob ihr Christi Werk tut. Ich frage nicht, ob ihr es ohne alle Trübung und Untreue vollbringt; ach, wer könnte sich dann in die Zahl Seiner Nachahmer einreihen? Aber sind eure Werke wenigstens von Christi Geist beseelt, erkennt man euren Meister in dem Grund eures Lebens? Erkennt man in eurer Arbeit Den, welcher sich nach vollbrachtem Tagewerk, wenn Er von Ort zu Ort gegangen war, um Gutes zu tun, sich auf einen Berg zurückzieht, | ||
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| - | Das sind die drei Merkmale, an welchen ihr erkennen könnt, ob Jesus in euch ist. Sein Leben, Sein Zeugnis, Sein Werk. Solltet ihr auch Gefahr laufen, euch über eins derselben zu täuschen, so ist es doch nicht möglich in Bezug auf alle drei; vereinigt lassen sie euch sicherlich den Zustand eurer Seele vor Gott erkennen. Eine Täuschung lässt sich vermeiden, und wollen wir nur uns selber richten, so kann uns Gott Seine Erleuchtung zu einer Prüfung, zu der Er uns zuerst einlädt, nicht versagen. Folgt daher, folgt dieser heilsamen Prüfung und bleibt nicht auf halbem Weg stehen, dass ihr am Ende nicht wisst, ob ihr in Christus seid oder außer Christus. | ||
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| - | Bei dieser Prüfung müsst ihr zwei Klippen vermeiden. Vor allem hütet euch vor Selbsttäuschung; | ||
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| - | Ist dies das Ergebnis der Prüfung, zu der ich euch soeben eingeladen habe, führt es euch dahin zu erkennen, dass Christus in euch wohnt, dann empfindet euer Glück! Ermesst eure Verpflichtungen nach euren Vorrechten! Lebt ihr nur durch Ihn, so lebt ihr auch nur für Ihn. Übrigens, liebe Brüder, spricht der Apostel, „freut euch, werdet vollkommen, tröstet euch, habt einerlei Sinn, seid friedsam, so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.“ | ||
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| - | Sollte aber diese Prüfung ein entgegengesetztes Ergebnis haben, müsstet ihr euch überzeugen, | ||
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| - | **Jesus aber, da Er auferstanden war frühe am ersten Tag der Sabbater, erschien Er am ersten der Maria Magdalena, von welcher Er sieben Teufel ausgetrieben hatte.**\\ | ||
| - | Mark. 16,9. | ||
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| - | Wenn man euch hätte erraten lassen, welchen von all Seinen Jüngern der auferstandene Jesus zuerst mit Seinem Anblick begnadigen würde, wen hättet ihr dann wohl genannt? Wärt ihr dem Ruf der Natur gefolgt, so würde vor allen Andern das Bild jener zärtlichen Mutter, durch deren Seele ein Schwert gedrungen, vor eure Seele getreten sein. Hättet ihr ferner die geheiligten Rechte des Apostolats erwogen, so würdet ihr geschwankt haben zwischen den beiden bevorzugten Jüngern, Petrus, dem Erben der großen Verheißung: | ||
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| - | Indem der Evangelist in einer der kurzen Mitteilungen, | ||
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| - | Irre ich mich, wenn ich behaupte, dass dies Bestreben einem Bedürfnisse unserer Seele entspricht? Auch wir wünschen, dass Jesus sich in uns der heiligen Herrlichkeit seiner Auferstehung offenbarte. Aber ach, wie wir für das ganze Evangelium kalt sind, so sind wir es vielleicht ganz besonders für das große Ereignis des Ostertages, welches die jetzige religiöse Erweckung wenig beachtet, wenig versteht und wenig empfindet, worin sie mehr einen Beweis sieht, den sie gelegentlich geltend machen. kann, als dass sie neues Leben daraus schöpft. Wohlan denn, die allmählige Entwicklung, | ||
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| - | Das Einzige, was wir von Maria Magdalenas Bekehrung wissen, ist das Austreiben der sieben Teufel durch Jesum. Es ist dies die hervortretende Tatsache, welche den Evangelisten, | ||
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| - | Die erste Wirkung, wodurch sich Maria Magdalenas Liebe zu Dem, der sie heilte, offenbart, äußert sich in dem Wunsch, Ihm im Laufe Seines heiligen und wohltätigen Lebens zu folgen. Dieser Ausdruck der Dankbarkeit findet sich indes nicht bloß bei ihr. Als Jesus den unglücklichen Gadarener von der Legion der Dämonen befreite, bittet der genesene Kranke um die Gunst, bei Ihm bleiben zu dürfen. Aber Jesus, der diesen Menschen zur Lösung einer anderen Aufgabe bestimmt hatte, antwortet: „Geh wieder heim und sage, wie große Dinge Gott dir getan hat“ (Luk. 8,39); aber der Beruf eines Mannes ist von dem eines Weibes, die Mission des einen Jüngers von der des anderen verschieden. Maria Magdalena wünscht bei dem Herrn zu bleiben, und Jesus verbietet es ihr nicht. Und nun haftet sie gleich den Aposteln an Seinen Schritten, sie begleitet Ihn sogar zu den Festen, wo das Gesetz nur die Gegenwart der Männer forderte (Matth. 27,55 u. 56). „Und Er reiste durch Städte und Märkte, und predigte und verkündete das Evangelium vom Reiche Gottes und die Zwölfe mit Ihm. Dazu etliche Weiber, die Er gesund gemacht hatte von den bösen Geistern und Krankheiten, | ||
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| - | Euch scheint das Alles vielleicht sehr natürlich und ihr wundert euch darüber, dass ich in einem durchaus einfachen Betragen einen großen Liebesbeweis der Maria Magdalena für ihren Heiland erblicke, ihr würdet euch in ihrer Stelle ebenso verhalten haben. Aber habt ihr auch reiflich darüber nachgedacht? | ||
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| - | Das Leben dieser Jünger und Weiber, der beständigen Gefährten des Heilandes, der Zuhörer Seiner Reden, der Zeugen Seiner Werke, der Augenzeugen Seiner Wunder, musste ferner eurer Meinung nach ein anziehendes und bewegtes Leben sein. Das doch wohl nur, wenn sie Ihm in dem Geist jener flatterhaften Menge gefolgt wären, die sich zuweilen an Ihn hinandrängte, | ||
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| - | Übrigens verband sich mit diesem doppelten Opfer an Geld und Gut und mit dem der eigenen Person noch ein drittes, das vielleicht noch schwerer ist; ich will es nur andeuten, das Opfer der Heiligkeit. Allein schon die Heiligkeit Jesu musste ausreichen, um eine gewöhnliche Seele, wenn sie nicht, wie Judas, durch Eigennutz und Heuchelei fest gehalten wurde, von Ihm zu entfernen. Habt ihr je daran gedacht, wie schwer es ist, beständig ein vollkommenes Muster von Frömmigkeit, | ||
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| - | Wünscht ihr jedoch für die Hingebung Maria Magdalenas eine noch entscheidendere Probe, so könnt ihr nur zu bald befriedigt werden. In der Tat, man musste Jesum lieben, wie Maria Magdalena Ihn liebte, um sich gleich ihr Seinem Leben anzuschließen; | ||
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| - | Welch ein wohlverdientes und zugleich natürliches Mitgefühl! Ja, und doch wie selten! So selten, wie das tiefe Gefühl vergebener Sünde, ausgetilgter Schuld, aufgehobener Strafe, welches Maria an den Fuß des Kreuzes getrieben hat und ihr das Kreuz zehn, ja hundertfach schwerer macht. Wie steht es mit euch, kennt ihr dieses Mitgefühl? Betrachtet ihr mit ähnlichen Gedanken wie Maria euren sterbenden Heiland? Fühlt ihr etwas, das mit dem Übermaß Seines bitteren Leidens oder mit dem Gegenstand Seines Opfers in Verbindung steht? Fühlt ihr etwas von dem, was ihr Ihm an Schmerzen bereitet habt und an Erlösung verdankt? Doch was sage ich? Fühlt ihr nur etwas von dem, was ihr bei dem Leiden eines Gleichgültigen oder bei der Strafe eines Verbrechers, | ||
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| - | Mit welchem Eifer ferner sucht Maria Magdalena ihren auferstandenen Heiland! Das ist das letzte Stadium und der Triumph ihrer Liebe; er veranlasste den Evangelisten Markus zu der in meinem Text angedeuteten Zusammenstellung: | ||
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| - | Das ist das Geheimnis der Maria Magdalena, um in der Gnade, die sie aus dem Abgrund des Verderbens errettet hat, zu wachsen: Liebe durch Demut. Ihre erste Weihe dem lebenden Jesus gegenüber empfängt sie beim ersten Schritt zur Liebe durch den ersten Schritt in der Demut; ihre zweite Weihe angesichts des sterbenden Jesus bei dem zweiten Schritt in der Liebe durch den zweiten Schritt in der Demut; ihre dritte Weihe dem auferstandenen Jesus gegenüber besteht in einem Schritt in der Liebe durch einen neuen Schritt in der Demut, bis ihre letzte, gänzliche Hingabe dem verherrlichten Jesus gegenüber ein völliges Aufgehen der Liebe in Demut bewirken wird, wenn ihre auserwählte Seele von des Himmels Höhen herab sich in die tiefsten Tiefen der Hölle versenkt, der sie anfangs überliefert gewesen war. Aber wie? Wird denn so viel Gnade nur bei einem Opfer von sieben Teufeln erzeigt? Sollten wir deshalb nicht lieben können wie Maria Magdalena, weil wir von dem Übermaß des Elends, in welchem sie sich zuerst befand, verschont geblieben sind? Sollten wir wünschen müssen, noch strafbarer gewesen zu sein, um dankbarer sein zu können? Nein, liebe Brüder, nein, wir brauchen uns nur selbst besser kennen zu lernen, dann finden wir auch in uns die sieben Teufel, und vielleicht noch mehr, von denen sie befreit wurde, und zwar wird der, welcher die wenigsten in sich sieht, grade der sein, der die meisten beherbergt. | ||
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| - | Die Sünderin bei Lukas ist nicht wie Maria Magdalena von sieben Teufeln befreit worden, und doch kann sie keine Beweise finden, die ihrer Dankbarkeit und Liebe demütig und liebevoll genug sind. „Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig“ (Luk. 7,47). Petrus braucht nicht wie jene Sünderin mit den unwürdigen Begierden des Fleisches zu brechen und doch kann er mit aufrichtigem Herzen sprechen: „Herr, Du weißt alle Dinge, Du weißt, dass ich Dich lieb habe.“ Paulus hat nicht wie Petrus seinen Herrn dreimal verleugnet und doch konnte er schreiben: „Jesus Christus ist in die Welt gekommen, die Sünder selig zu machen, unter welchen ich der vornehmste bin“ (1 Tim. 1,15). Für sich selbst, wie für Petrus, für die Sünderin, für Maria Magdalena, für uns Alle hat Paulus auch geschrieben: | ||
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| - | Wenn Jesus jene Sünderin, die viel geliebt hat, weil ihr viel vergeben worden, dem Pharisäer Simon gegenüberstellt, | ||
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| - | Nein, nein, wir können den verwegenen Wunsch nicht hegen, den Wundern Deiner Gnade, o mein Gott, ein reicheres Feld zu bieten! Um diese völlig unverdiente Gnade zu würdigen, brauchen wir uns nicht schlechter zu finden als wir sind, und Dich nicht besser als Du bist! Zeige uns nur uns selbst, so wie wir sind, wenn wir anders diesen Anblick ertragen können und wenn wir nicht fürchten müssen, dass uns, indem wir in diesen Abgrund blicken, der Kopf schwindelt! Du bist weise, o Herr, denn Du lässt uns in demselben Maße in dem Bewusstsein Deiner Barmherzigkeit wachsen, als in uns das Bewusstsein unserer Ungerechtigkeit zunimmt, dieser Ungerechtigkeit, | ||
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| - | Und ihr Abendmahlsgenossen! Naht euch heute an dem Fest eures auferweckten Heilandes Seinem Tisch in Maria Magdalenas Geist und Gesinnung, sucht Ihn im Herzen, sucht Ihn im Wort, sucht Ihn im Sakrament, sucht Ihn im Brot und Wein, sucht Ihn im Gebet, sucht, bis ihr Ihn findet und gegen sein, „Maria“ euer „Rabbuni“ austauscht. Dann werdet ihr nicht mit Betrübnis in eure Häuser heimkehren, nicht heimkehren, ohne mehr zu empfangen als ihr hierher brachtet; nicht auf halbem Weg stehen bleiben zwischen Unglauben und Glauben, zwischen Tod und Leben, zwischen Karfreitag und Ostersonntag mit dem schmerzlichen, | ||
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| - | Und ihr Katechumenen! Ihr seid zwar noch jung, aber nicht so jung, dass ihr des Gottes der Maria Magdalena nicht bedürftet. Ach, ihr wisst, wie es mit der vorgeblichen Unschuld, welche die Welt eurem Alter andichtet, bestellt ist, mit dieser Unschuld, inmitten welcher sich mit den Jahren ein Haufen von Sünde und Ungehorsam angesammelt hat, der euch schon jetzt ohne Hoffnung ließe, wenn ihr nicht auch in eurem Gott-Heiland einen Schatz der Gnade und Verzeihung erblicktet. O möchtet ihr deshalb nicht mehr von euch halten, als Maria an dem Tag von sich hielt, wo sie Jesus ihr Herz gab und aus den Tiefen ihres natürlichen Elends den göttlichen Reichtum ihrer Hingabe und ihrer Liebe schöpfte! | ||
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| - | Und ihr Alle, die ihr hier versammelt seid, ihr, die ihr euch heute vielleicht zum ersten Mal von dem Elend in euch und der freien Gnade in Jesu getroffen fühlt, wünschet von Herzen wie Maria Magdalena endigen zu können, nachdem ihr wie sie begonnen habt. Du, mein Bruder, und du, meine Schwester, die ihr bis jetzt für die Sünde, oder für den Unglauben, oder für die Selbstsucht, | ||
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| - | Wenn Der, welcher an dem Tag, dessen Gedächtnisfeier wir heute begehen, zum ersten Zeugen Seiner neuen Herrlichkeit Maria Magdalena, aus der Er sieben Teufel ausgetrieben hatte, auserkor, in diesem Augenblick unter uns erschiene und aus den hier Versammelten den auswählte, den Er heute mit Seinen vertrautesten Mitteilungen und Seinen köstlichsten Segnungen bereichern möchte, auf wen meint ihr wohl, würde Seine Wahl fallen? Es würde unter Allen jedenfalls der sein, der am besten in den Geist und Sinn der Maria Magdalena eingeht; der vielleicht, für den wir am wenigsten die Auszeichnung des Herrn erwarten; sicherlich aber derjenige, der am wenigsten für sich selber darauf gerechnet hätte. | ||
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| - | ======Monod, | ||
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| - | Zweite Rede über den Tod Johannis des Täufers. | ||
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| - | „**Und es kam vor den König Herodes und er sprach: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden, | ||
| - | Mark. 6,14-29. | ||
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| - | Die Geschichte der Kirche ist zwar voll von Verbrechen der Welt gegen die Knechte Gottes; die eben verlesene Erzählung jedoch zeigt uns eine Missetat ganz besonderer Art. Wenn ein eifersüchtiger Bruder sich wider Abel erhebt und ihn tot schlägt; wenn ein zorniger König sein Volk anreizt, den treuen Zacharias zu steinigen; wenn ein Tyrann die Gunst der Juden dadurch zu gewinnen sucht, dass er den Apostel Jakobus dem Schwert überliefert; | ||
| - | |||
| - | Ist dies Erstaunen aber auch hinlänglich gerechtfertigt? | ||
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| - | Ich predige jedoch nicht für Herodes, für Salome und Herodias, ach, sie sind hingegangen, | ||
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| - | Wenn nach dem Apostel Jakobus (Jak. 5,17) die größten Heiligen Menschen sind wie wir, deren Tugenden wir nachahmen können, so sind auch die größten Verbrecher Menschen, deren Geschichte uns als heilsame Warnung dienen kann, weil die Lüste, die bei ihnen zu ihrer vollkommenen Entwicklung gelangt sind, im Keim auch in unseren Herzen sich vorfinden. „Dies ist uns zur Lehre geschrieben, | ||
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| - | Ich sage die Zerstreuungssucht im Allgemeinen und nicht bloß die besondere Art, welche uns die Heilige Schrift bei der Salome offenbart. Vielleicht erwartet ihr, dass ich über den Tanz predigen und allerlei Fragen behandeln werde, als da sind: Ist der Tanz an sich verwerflich? | ||
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| - | Wir wollen dem Gang folgen, den uns unsre Geschichte selbst, sowie sie uns durch den Heiligen Geist erzählt wird, vorzeichnet. Eine sorgfältige Prüfung wird uns jede Stufe dieses so raschen und merkwürdigen Übergangs aufdecken, wird uns zeigen, wie der Tanz der Salome den Herodes von einem unübersteiglichen Widerwillen gegen einen solchen Mord zu einer feigen Nachgiebigkeit gelangen ließ. | ||
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| - | Herodes hatte nur Männer zu Gästen; die Sitten des Altertums schlossen die Frauen von solchen Zusammenkünften aus. Aber gegen das Ende des Mahles schickt Herodias, die der Evangelist uns so darstellt, dass sie, obwohl abwesend, doch das ganze Fest leitet, ihre Tochter, um vor Herodes und seinem Hof zu tanzen. Nach einer römischen Sitte, die leicht in das Haus der Herodes, dieser gefälligen Kreaturen des Kaisers, eindringen konnte, pflegten öffentliche Tänzerinnen während der Feste ihre Kunst zu zeigen. Abgesehen davon, dass solche Tänze die Schamhaftigkeit verletzen mussten, war schon das Erscheinen dieses jungen Mädchens in einem solchen Augenblick, fern von den Augen ihrer Mutter und an einem Ort, der sich nur für eigentliche Tänzerinnen schickte, ein ziemlich großes Vergessen alles Anstandes sowohl für ihr Alter als für ihr Geschlecht. Ein Vergessen, sage ich; aber ein Vergessen, bei dem Alles darauf berechnet ist, den Herodes dahin zu bringen, dass er sich selbst vergisst und so selbst den ersten Schritt auf dem Weg tut, der ihn zum Mord führen soll. Dieser erste Schritt ist der Sinnenrausch. „Sie gefiel wohl dem Herodes, und denen, die am Tische saßen. Da sprach der König zum Mägdlein: „Bitte von mir, was du willst, ich will dirs geben.“ | ||
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| - | Hier sehen wir den Herodes, wie er, entzückt und bezaubert in einem Freudenrausch, | ||
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| - | Meine lieben Brüder, solche Gelegenheiten, | ||
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| - | Ja, die Zerstreuung berauscht uns. Es steht geschrieben: | ||
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| - | Und dies ist noch nicht Alles, die Ähnlichkeit geht noch weiter. Bei uns, wie bei Herodes nimmt dieser Sinnenrausch leicht einen fleischlichen Charakter an. „Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch.“ Darf ich mich ganz unverhohlen aussprechen? | ||
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| - | Die von der Höllenglut entflammte Zunge des Herodes wird immer unbändiger in ihrem wilden Lauf und jene glühenden Worte, die sie soeben ausgestoßen: | ||
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| - | Doch Herodes versteht diese Sprache nicht mehr. Gestern noch hatte er sie verstanden; gestern bewahrte er noch einige Achtung für das Heilige; gestern hörte er Johannes den Täufer gern und tat Vieles nach seinem Rat; aber heute hat der Tanz der Salome Alles geändert. Durch den Sinnenrausch, | ||
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| - | Ihr verdammt den Herodes wie ich; bedenkt aber, dass diese Vergnügungssucht, | ||
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| - | Diese Wahrheit wird durch die Geschichte aller Zeiten bestätigt. In der wilden Erregtheit eines geräuschvollen Festes entweihte Belsazar die Gefäße des Hauses Gottes; es ist ja auch bekannt, dass die starken Geister des vorigen Jahrhunderts fast alle Lebemänner waren. Die Vergnügungssucht hat stets das Vergessen Gottes in ihrem Gefolge gehabt. Ich meine, das Vergessen des wahren Gottes; denn die Verehrung der falschen Götter, die nichts als eine vergötterte Gottlosigkeit ist, verbindet sich gerade merkwürdigerweise mit der Vergnügungssucht. So bei den Israeliten, die das goldene Kalb in der Wüste anbeteten. Aaron baute einen Altar vor dem Kalb, und sie standen des Morgens frühe auf und opferten Brandopfer und brachten Dankopfer. Danach setzte sich das Volk zu essen und zu trinken, und standen aufzuspielen. (2 Mos. 32,5 u. 6.) Die Verehrung der falschen Götter in Rom und Griechenland zeigt uns dieselbe Eigentümlichkeit, | ||
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| - | Doch ich komme wieder zu euch und euren Vergnügungen und sage, dass, wenn man nur so billig ist, unter den Vergnügungen einen Unterschied zu machen, die gleiche Bemerkung auch hier ihre Anwendung findet. Wird die Zerstreuung zur Gewohnheit, so rückt sie uns Gott aus den Augen; mit dem Geist der Frömmigkeit hat sie nichts gemein. Nehmen wir ein Beispiel aus dem ganz gewöhnlichen Leben; um richtig verstanden zu werden, muss ich für einen Augenblick von dem Allgemeinen abgehen und ins Leben eingreifen. Betrachtet ein junges Mädchen, welches auf den Ball geht. Ist es möglich, dass sie dann ihr Herz auf Gott richtet und jenem Gebot des Heiligen Geistes nachkommt: „Betet ohne Unterlass? | ||
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| - | Kann sie vor dem Fest beten, während sie ganz mit der Sorge für ihren Putz und ihren Anzug beschäftigt ist? Wollte sie sich auf die Kniee niederlassen, | ||
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| - | Wäre es aber auch möglich, dass der Herr dich bis an die Tür begleitete, wird Er dir weiter folgen? Kannst du in Ihm bleiben und Er in dir während des Geräusches und der Lust! Ach, wolltest du einen Kranken besuchen, einen Notleidenden unterstützen, | ||
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| - | Oder findest du Ihn, wenn du heimkehrst? Gewiss, du findest Ihn, du findest Ihn überall, trotz deiner Kälte und Ungerechtigkeit, | ||
| - | |||
| - | Salome hat das Herz des Herodes durch seinen Eid in ihrer Gewalt, und nun eilt sie als gehorsame Tochter zu ihrer Mutter, um diese zu fragen: „Was soll ich bitten?“ Und die Mutter, die von Anfang an den Untergang des Täufers beabsichtigte, | ||
| - | |||
| - | Welch ein Augenblick! Welch ein Schrei des Entsetzens müsste sich aus dem Herzen der Gäste emporringen, | ||
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| - | „Um seines Eides willen und derer, die am Tische sitzen „- mit welcher Wahrheit zeichnet uns dies Wort das Herz des Herodes! Nicht bloß seines Eides wegen. Dass Gott hier nicht weiter in Betracht kommt, braucht kaum erwähnt zu werden. Wäre der Gedanke an Gott nicht ganz in ihm erstorben, so würde er gefürchtet haben, Ihn durch das Halten seines Versprechens mehr zu beleidigen als durch die Erfüllung desselben. Der Gerechte wird allerdings seinen Eid halten und sollte es ihm auch zum Schaden gereichen; und wenn von dem Herodes nur die Hälfte seines Königreichs gefordert worden wäre, so durfte er nicht wortbrüchig werden. Aber er durfte seinen Eid nicht zum Schaden eines Andern, nicht um den Preis eines so reinen und teuren Blutes halten wollen. Für ihn war nur eine Antwort möglich: Ich habe mich durch meinen verwegenen Eidschwur versündigt, | ||
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| - | An jedem anderen Ort hätte er vielleicht Widerstand geleistet; aber hier kann er es nicht. Nicht die öffentliche Meinung allein nötigt ihn, sondern die öffentliche Meinung an einem solchen Ort, in einem solchen Augenblick, inmitten eines weltlichen Festes und nach dem Tanz der Salome. Der Mut, der ihm allenfalls noch bleiben konnte, wird in Voraus durch seine ganze Umgebung besiegt. Wo soll man gegen die öffentliche Meinung Kraft finden, wenn Alles aufgeboten ist, ihren Beifall zu erlangen? Blickt um euch her. Herodes hat es an nichts fehlen lassen, um das Lob seiner Gäste zu erlangen. Seine Eigenliebe wurde durch jedes Opfer gesteigert, zu dem er sich, um ihren Beifall zu gewinnen, verstand. Und das ist noch nicht Alles. Mit Verletzung alles Anstandes lässt er die Tochter der Herodias vor ihnen tanzen, um zu dem Stolz des Herrschers noch die Eitelkeit des Gatten und Vaters hinzuzufügen. Kann man sich da noch wundern, dass jene elende Ruhmsucht sich bis zum Wahnsinn steigert, und dass die öffentliche Meinung, die man „die Königin der Welt“ genannt hat, am Fest des Herodes vollständig Herrscherin ist? Und wenn nun der Augenblick für ihn gekommen ist, wo er augenblicklich zwischen dem Verbrechen und der falschen Scham wählen muss; wenn alle von ihm und seiner Tochter entzückten Gäste ihn beobachten, ob er seinem Versprechen bis ans Ende treu bleiben wird; wenn sie, die Zeugen des Verlangens der Salome, mit erhöhter Spannung abwarten, ob er sich bei dem fürchterlichen Spiel besiegen lassen wird oder nicht, und ob er den Mut hat, Alles, selbst das Haupt eines Propheten der Ehre seines Wortes zu opfern; wenn man sich anblickt, sich zuflüstert: | ||
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| - | Aber sind denn die Gäste, die das Werk der Herodias vollenden, ebenso barbarisch wie sie? Teilen sie ihren Hass und ihren Durst nach dem Blut des Propheten? Nein, die meisten schaudert ohne Zweifel vor dem Schauspiel, das man ihnen bereitet. Ihr Feigen, warum sprecht ihr denn nicht! Was Herodes jetzt tun will, das tut er für euch. Er braucht nur zu sehen, dass ihr dies schreckliche Opfer nicht verlangt, und es wird ihm ein Gefallen damit geschehen, seine Hand zurückziehen zu können. Es bedarf nur eines Lautes, eines Wortes, vielleicht nur eines Ausrufs, um ihm das Verbrechen zu ersparen und ein so teures, so heiliges Haupt zu retten! Aber nein, sie fürchten sich, fürchten sich ohne Zweifel vor der Herodias, aber auch vor der öffentlichen Meinung. Da sie dieselbe Luft der Weltlichkeit und Eigenliebe einatmen, welche den Herodes umgibt, so empfinden sie selber die Besorgnis, die sie ihm einflößen. Er befiehlt mit Seufzen das Verbrechen, weil er sich vor ihrer Meinung fürchtet, und sie lassen es mit Bedauern geschehen, weil sie seine und ihre gegenseitige Meinung fürchten. Und so tut man, um sich wechselseitig zu gefallen, auf beiden Seiten das, was dem Einen wie dem Andern missfällt. O Torheit! | ||
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| - | Ja, meine Freunde, denn es verlangt mich, zu euch zurückzukehren und auf euch den Satz anzuwenden, dass die Zerstreuung uns zu Knechten der öffentlichen Meinung macht. Sie nährt in dem Herzen die Furcht vor dem Tadel und das Streben nach Lobeserhebungen; | ||
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| - | Denn welche Ehre ist es, die man in weltlichen Gesellschaften sucht, die Ehre bei Gott, welche die Bibel uns kennen lehrt, oder die Ehre vor den Menschen? Sicherlich nicht die erste, folglich die zweite. Ja freilich, die zweite. Was sucht jener Mensch, der Alles daran setzt, um durch sein Fest den Glanz aller anderen zu verdunkeln, und der vor den Blicken seiner zahlreichen Bewunderer das Geld ebenso absichtlich vertut, wie er es seiner Familie und den Armen gegenüber an sich hält, - was sucht er anders als Ehre bei der Welt? Was sucht jene Mutter für ihre Tochter, wenn nicht gar für sich selbst, die sich abmüht, ihre Tochter in ein vorteilhaftes Licht zu stellen und sie antreibt, nach dem eitlen Beifall der Menschen so zu trachten, wie sie den Beifall Gottes zu erringen suchen sollte, was sucht sie anders als Ehre bei der Welt? Was sucht ihr, wenn ihr über den Schnitt eines Kleides oder über die Wahl einer Farbe euch sorgfältig beratet, wie ein Feldherr über seinen Schlachtplan oder ein Minister über einen Gesetzentwurf; | ||
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| - | Unwillkürlich muss ich an einen Gegensatz denken. Die Bibel entwirft uns von einer jungen Christin folgende Schilderung: | ||
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| - | Ihr jungen Dienerinnen des Herrn, sagt, lasst euer Herz reden: erweckt diese Schilderung nicht einen heiligen Eifer in euch? Wie aber, könnt ihr diesen Eifer mitten in den Zerstreuungen der Welt betätigen? Kennt ihr das Geheimnis, den demütigen und unvergänglichen Ruhm einer Sarah oder einer Dorkas mit den schmählichen Ehrenbezeugungen einer armen Salome in Einklang zu bringen? Ach, die Weltlichkeit veräußerlicht Alles; sie stellt euch auf eine Schaubühne. Sie lässt euch für die unscheinbaren, | ||
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| - | Reden wir jetzt von einem vierten Schritte; aber wie das? Herodes ist ja besiegt, der Befehl ist gegeben, Alles ist vorüber. | ||
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| - | Wohl wahr, aber ein Punkt bedarf noch der Erklärung. Ihm entschlüpft nämlich keine unwillkürliche Regung, kein Schrei des Herzens, um ihm, nachdem er einmal entschlossen ist, in dem verhängnisvollen Augenblick, der zwischen dem Urteil und der Vollziehung desselben liegt, ein Halt zuzurufen. Es ist ja kein gewöhnliches Verbrechen. Die Art und Weise, der Ort, die Zeit sind so schrecklich, | ||
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| - | Bis jetzt war das menschliche Gefühl in Herodes noch nicht erstickt, aber jetzt ist's der Fall? Ja, es ist erstickt durch jene Schauspiele und Vergnügungen, | ||
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| - | Die Zeiträume, welche in den Jahrbüchern der Völker durch Taten der Zügellosigkeit sich hervortun, sind fast immer zugleich durch Taten der Grausamkeit berüchtigt: | ||
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| - | Doch warum suchen wir in der Ferne Beispiele, wenn unser Text uns so schlagende vor Augen stellt? Wo sah man jemals Vergnügungssucht und Blutdurst enger verbunden als in dem Fest von Machärus? Kommt ihr Mörder Johannis des Täufers, Herodes, Salome und Herodias, du Herodes, der du den Mord vollbrachtest, | ||
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| - | Liebe Brüder, ich wiederhole es euch noch einmal, lasst euch nicht dadurch sicher machen, dass ihr sprecht, zwischen jenen Ungeheuern und euch, zwischen ihren und euren Vergnügungen sei kein Vergleich möglich, ihr würdet schon in Angst geraten, wenn ihr einem Lamm den Kopf abschlagen solltet. Wenn man ihre und eure Handlungen betrachtet, so würde man sich allerdings einer Übertreibung schuldig machen, wollte man sie zusammenstellen; | ||
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| - | Nicht als ob Jemand, der ein zerstreutes Leben führt, alles Mitgefühls bar sein müsste. Es gibt eine Empfindsamkeit des Romans und des Theaters, welches der Zerstreuung keinen Abbruch tut, sie vielmehr begünstigt; | ||
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| - | Betrachtet darum die Züge, mit denen der Heilige Geist die Liebe darstellt und vergleicht sie mit dem, was in einer dem Vergnügen gewidmeten Gesellschaft sich zuträgt. „Die Liebe ist langmütig, sie eifert nicht, treibt nicht Mutwillen, bläht sich nicht auf, stellt sich nicht ungebärdig, | ||
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| - | Meine Brüder, meine lieben Brüder, höret mich! Ihr habt ernste Dinge vernommen, ich hoffe, sie haben euch bewegt, getroffen und beunruhigt. Aber ihr fragt euch, ob diese Lehre nicht übertrieben ist, und ob sich in den Zerstreuungen der Zelt wirklich so viel Sünde findet, wie ich darin sehe? Die Antwort, die auf eine solche Frage gegeben werden muss, hängt von dem Zustand eurer Seele ab. Wenn ihr nur solche Christen seid, wie es leider die ungeheure Mehrheit derjenigen ist, die diesen Namen tragen; wenn es euch genügt, einen wohl geordneten Lebenswandel zu führen und ehrenwerte moralische und religiöse Gefühle nach der Art der Welt zu besitzen, dann hat sich meine Rede in euren Augen der Übertreibung schuldig gemacht. Wohlan denn, geht auf einen Ball, gehet ins Theater, verbringt eure Nächte in leichtsinnigen und berauschenden Zerstreuungen. Es ist aller Grund zu der Hoffnung vorhanden, es werde euch dies Alles in eurer jetzigen sittlichen Beschaffenheit weder zum Verbrechen noch zum Laster führen, und darüber hinaus geht ja euer moralischer Ehrgeiz nicht. Eine etwas größere Aufregung als gewöhnlich und den Verlust einer Zeit, die ihr zu Haus wohl nicht besser anwenden würdet, abgerechnet, | ||
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| - | Habt ihr aber euer Herz Jesu Christo gegeben, habt ihr von Ihm gelernt, euch selbst zu verleugnen, euer Kreuz auf euch zu nehmen und ihm zu folgen; hungert und dürstet euch nach der Gerechtigkeit, | ||
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| - | Aber vielleicht passt die Schilderung, | ||
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