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| - | ====== Krummacher, Gottfried Daniel - Die Wanderungen Israels durch die Wüste nach Kanaan (9).====== | + | ====== Krummacher, Gottfried Daniel - Die Wanderungen Israels durch die Wüste nach Kanaan |
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| - | =====Neunte Predigt===== | + | |
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| //4. Buch Mose 33,10// | //4. Buch Mose 33,10// | ||
| - | Ich denke, wir setzen unsere Reise fort, indem wir mit unsern | + | Ich denke, wir setzen unsere Reise fort, indem wir mit unseren |
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| - | Elim ist nicht Canaan, die Kinder Israel müssen also von da aufbrechen und weiter! Laßt uns sie begleiten. Laßt uns sehen, wie der Herr von der Welt her gerichtet hat, damit wir getröstet, belehrt, gezüchtigt und unterrichtet werden in der Gerechtigkeit. | + | |
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| - | Von Elim mußten sie aufbrechen und reisen aufs Schilfmeer zu, und weil die Wolkensäule hier Halt machte, so mußten sie auch Halt machen, ihre Zelte aufschlagen und sich lagern. Diesseits Elim hatten sie’s also gemächlicher, | + | |
| - | Das Schilfmeer | + | Elim ist nicht Kanaan, die Kinder Israel müssen also von da aufbrechen |
| - | David sagt auch einmal zu seiner Seele: „Vergiß nicht, was dir der Herr Gutes gethan hat.“ Wir sehen auch an dem Exempel der Jünger, daß sie oft nichts verständiger wurden über den Wundergeschichten, | + | Von Elim mussten |
| - | Das ist nun freilich | + | Das Schilfmeer |
| - | Die Erfahrungen, die der Christ gemacht | + | David sagt auch einmal zu seiner Seele: „Vergiss nicht, was dir der Herr Gutes getan hat.“ Wir sehen auch an dem Exempel der Jünger, dass sie oft nichts verständiger wurden über den Wundergeschichten, |
| - | Ach, mit welchen erbärmlichen Augen sahen die dummen Israeliten das Schilfmeer an. Mich däucht, es ist ordentlich eine Absicht dabei, warum es das Schilfmeer genannt wird, da es vorher schlechthin das Meer heißt. Sie sahen nur eine Menge Wasser, nicht aber dasjenige, was sie wenig Tage vorher zu einem so freudigen Lobgesang veranlaßt hatte, und waren viel aufmerksamer auf den Schilf als auf die Wunder Gottes, und der Schilf, ein Bild ihres Gemüthes, worin sowenig Festigkeit war, wie ein Rohr, das von jedem Winde beweget | + | Das ist nun freilich die Hauptsache. |
| - | Zu welchen heiligen, angenehmen und ermunternden Gedanken aber mußten sich ein Moses, ein Aaron und die Mirjam, mußten sich Josua, Caleb und die andern Gläubigen und Verständigen im Volk, durch den Anblick dieses Meeres geweckt fühlen, so daß sie diesen ohne Zweifel bei weitem dem lieblichen Aufenthalte | + | Die Erfahrungen, die der Christ gemacht hat, sind auch so ein Jam Suf, ein Schilfmeer, an welches er von Zeit zu Zeit gelagert wird, zu gedenken all des Weges, den ihn der Herr, sein Gott, geführt hat. Sie sind vornämlich zwiefacher Art, teils niederschlagender, |
| - | Aber macht denn der Anblick des Schilfmeers, macht das Evangelium von der Gnade Gottes, so wie es geprediget, geschrieben | + | Ach, mit welchen erbärmlichen Augen sahen die dummen Israeliten |
| - | Das ist ja sehr zu beklagen. Wachset deswegen in der Gnade und Erkenntniß unseres Herrn Jesu Christi: denn wo solches | + | Zu welchen heiligen, angenehmen |
| - | Er schenke uns Augen, die da sehen, Ohren, die da hören | + | Aber macht denn der Anblick des Schilfmeers, macht das Evangelium von der Gnade Gottes, so wie es gepredigt, geschrieben ist und durch die christlichen Feste vergegenwärtiget wird, macht es den Eindruck, den es doch billig machen sollte |
| + | Das ist ja sehr zu beklagen. Wachset deswegen in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn Jesu Christi: denn wo solches bei euch wohnt, wird es euch nicht faul noch unfruchtbar sein lassen, und euch reichlich dargereicht werden der Eingang zu dem ewigen Reiche unseres Herrn Jesu Christi. | ||
| - | Quelle: [[verzeichnisse: | + | Er schenke uns Augen, die da sehen, Ohren, die da hören und ein verständiges Herz, das auf seine Gebote merket, damit unser Friede sei wie ein Wasserstrom und unsere Gerechtigkeit wie Meereswellen. Amen! |
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