Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen der Seite angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorherige Überarbeitung | ||
| autoren:k:krummacher_g.d:predigt_11 [] – angelegt - Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | autoren:k:krummacher_g.d:predigt_11 [] (aktuell) – aj | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ======Krummacher, | + | ======Krummacher, |
| - | + | ||
| - | **Eilfte Predigt.** | + | |
| //Die Wüste Sin.//\\ | //Die Wüste Sin.//\\ | ||
| Zeile 8: | Zeile 6: | ||
| //4. B. Mos. 33,11. – 2 B. Mos. 16,1.// | //4. B. Mos. 33,11. – 2 B. Mos. 16,1.// | ||
| - | Noch verweilen wir mit den Kindern Israel in der Wüste Sin, wo wir uns noch lange aufhalten müssen, denn sie ist groß. Es ist eine abscheuliche Wüste, voll Dornen, und biethet | + | Noch verweilen wir mit den Kindern Israel in der Wüste Sin, wo wir uns noch lange aufhalten müssen, denn sie ist groß. Es ist eine abscheuliche Wüste, voll Dornen, und bietet |
| + | |||
| + | Jedoch, wir wollen ja den Faden da wieder aufnehmen, wo wir ihn neulich fallen ließen. Wir wollen sehen, wie sich das Volk benahm und was Gott tat, welches wir 2. B. Mos. 16. lesen. – | ||
| - | Jedoch, wir wollen ja den Faden da wieder aufnehmen, wo wir ihn neulich fallen ließen. Wir wollen sehen, wie sich das Volk benahm | + | Das Volk benahm sich sehr übel. Es ist wahr, die Not war äußerst groß. Hungersnot hatte sich bei ihnen eingestellt und sie hatten keine Mittel, sich Nahrung zu verschaffen. Sie sahen also nichts als den fürchterlichsten Tod vor sich, es wäre denn, dass Gott selbst hier durchhülfe. Lasst uns Mitleid mit ihnen haben, aber auch bedenken, dass wir unsere Not auch als so groß erkennen müssen, dass wir gewahr werden, wie die gewöhnlichen Mittel nicht hinreichen, |
| - | Das Volk benahm sich sehr übel. Es ist wahr, die Noth war äußerst groß. Hungersnoth hatte sich bei ihnen eingestellt | + | Den Kindern Israel fiel hier Ägypten ein, und zwar nicht dessen Plagen, sondern dessen Annehmlichkeiten, |
| - | Den Kindern | + | Die Kinder |
| - | Die Kinder Israel | + | Die Kinder Israel |
| - | Die Kinder Israel äußern auch das ärgste Mißtrauen gegen Mosen und seinen Bruder Aaron. Sie beschuldigen sie des bösesten Vorsatzes, als ob sie sie nur in der Absicht hergeführt hätten, sie durch Hunger zu tödten. Konnten sie etwas Unsinnigeres äußern? Hatten **die** | + | Aber machen wir’s |
| - | Aber machen wir’s denn von Natur besser? Dem natürlichen Menschen gilt Vertrauen auf Gott, als eine Art von Aberglauben, | + | So benahm sich das Volk, das sich dadurch |
| - | So benahm sich das Volk, das sich dadurch strafwürdig machte. Allein obschon Moses auf sie ihr sündliches Betragen aufmerksam machte, so ließ der Herr es sie doch nicht entgelten. Er hatte sie in diese Noth geführt, um die Herrlichkeit seiner Macht im Helfen zu offenbaren. Denn Gott sagte, er wollte ihnen Brodt’s die Fülle regnen lassen und ihnen Fleisch dazu geben. Letzteres bekamen sie auch am selbigen Abend, da eine unsägliche Menge von Wachteln sich unter dem Heere niederließ, die sich schlachten und essen konnten. Brodt fanden | + | Doch diese Seelengestalt forderte |
| - | Doch diese Seelengestalt forderte Gott nicht blos von seinem Volke Israel, sondern fordert sie noch. Selig sind, die da geistlich arm sind, denn das Himmelreich ist ihr. Mit diesen Worten fängt Christus seine Bergpredigt an, und im Fortgange | + | Arm also muss man werden, damit man den unausforschlichen Reichtum Christi erfahre. – Aber es geht doch auch im Fortgange |
| - | Arm also muß man werden, damit man den unausforschlichen Reichthum Christi erfahre. – Aber es geht doch auch im Fortgange | + | Man findet es aber nachgehend’s viel anders: dass es nicht vom Wandeln zum Laufen, vom Laufen zum Auffahren mit Flügeln, wie der Adler kommt, sondern |
| - | Man findet | + | Um dieses Manna hat es auch noch eine geheimnisvolle, vorbildende Bedeutung, wovon wir Joh. 6. lesen. – |
| - | Um dieses Manna hat es auch noch eine geheimnißvolle, | + | {{tag> |