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| (7. Sonntag nach Tr. 1848.) | (7. Sonntag nach Tr. 1848.) | ||
| - | Die Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, die Liebe Gottes des Vaters, und die Gemeinschaft des heiligen | + | Die Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, die Liebe Gottes des Vaters, und die Gemeinschaft des Heiligen |
| Text: Markus 8,1-9. \\ | Text: Markus 8,1-9. \\ | ||
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| Ferner sagt Jesus Christus: „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Ein alter frommer Christ, wohlgeübt in der Nachfolge Christi, hatte das Sprichwort: „Wenn mein Herr nicht will, wie ich will, so will ich wie er, und wir bleiben gute Freunde.“ Die Welt lacht dieser Nachfolge. Sie hält auch Etwas von dem Christus. Aber sie folgt ihm nur, wenn er bei dem reichen Pharisäer zu Tische geht, oder in den reichen Gegenden des galiläischen Meeres bleibt. Da hört sie auch einmal sein Wort mit an und erklärt: „Der Herr Christus spricht in der Tat recht schön!“ Wenn er aber den Weg nach der Wüste einschlägt, | Ferner sagt Jesus Christus: „Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Ein alter frommer Christ, wohlgeübt in der Nachfolge Christi, hatte das Sprichwort: „Wenn mein Herr nicht will, wie ich will, so will ich wie er, und wir bleiben gute Freunde.“ Die Welt lacht dieser Nachfolge. Sie hält auch Etwas von dem Christus. Aber sie folgt ihm nur, wenn er bei dem reichen Pharisäer zu Tische geht, oder in den reichen Gegenden des galiläischen Meeres bleibt. Da hört sie auch einmal sein Wort mit an und erklärt: „Der Herr Christus spricht in der Tat recht schön!“ Wenn er aber den Weg nach der Wüste einschlägt, | ||
| - | Wir sind Streiter Christi. Ein rechter Streiter weiß, dass in den Gefährlichkeiten sein Amt erst recht angeht. Gerade dann hält er recht aus. Der Christ soll dies um so eher, weil sein König auch in der tiefsten Wüste der König der Ehren bleibt, dem alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden. | + | Wir sind Streiter Christi. Ein rechter Streiter weiß, dass in den Gefährlichkeiten sein Amt erst recht angeht. Gerade dann hält er recht aus. Der Christ soll dies umso eher, weil sein König auch in der tiefsten Wüste der König der Ehren bleibt, dem alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden. |
| Wie geht es dem Christen, der mit Christo geht? | Wie geht es dem Christen, der mit Christo geht? | ||
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| =====I. Er hängt an seinem Herrn und lässt ihn nicht. ===== | =====I. Er hängt an seinem Herrn und lässt ihn nicht. ===== | ||
| - | In Christo Jesu geliebte Gemeinde. Berge ziehen Wolken an, und die Häupter der Berge sehen zu Zeiten aus, als ob sie einen weiten grauen Mantel umgehängt hätten. Der Magnet zieht Eisen an. Wenn man ihn in Elsensplitter legt und wieder herausnimmt, | + | In Christo Jesu geliebte Gemeinde. Berge ziehen Wolken an, und die Häupter der Berge sehen zu Zeiten aus, als ob sie einen weiten grauen Mantel umgehängt hätten. Der Magnet zieht Eisen an. Wenn man ihn in Elsensplitter legt und wieder herausnimmt, |
| =====II. Der Herr verbirgt ihm wohl zur Zeit das Angesicht. ===== | =====II. Der Herr verbirgt ihm wohl zur Zeit das Angesicht. ===== | ||
| - | Das Kreuz ist die Hoffarbe im Reiche unseres Herrn Jesu Christi, sagt Dr. Luther. Die Hoffarbe muss jeder echte Christ tragen. Sich vor dem Kreuze scheuen, heißt die Fahne Christi verleugnen. Der Herr hat das Kreuz selbst getragen. So lange es Christen gegeben hat, haben sie es ihm nachgetragen. Alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden. Ein jegliches Herz hängt noch an der Erde, auch deins und meins, lieber Hörer. Da ist das Kreuz das Messer Gottes, mit dem er nach und nach hier Wurzeln losschneidet. Der letzte, und schärfste Schnitt ist der Tod. Das Leben in Christo ist ein stetes Heraussterben aus der Welt und Lebendigwerden in Gott. Dazu muss Alles mit helfen. Der Teufel, die Feinde und Verfolger der Christen müssen dabei mit zugreifen, wenn auch nur als blinde Handlanger, die von dem Plane und Baue Gottes nicht das Geringste verstehen. Sie müssen vorzüglich die Steine zuhauen helfen, damit sie recht an ihren Ort passen. Indem sie meinen, sie wollen einen Stein ganz und gar versenken, sinkt er auf den Eckstein Jesum Christum. Indem sie meinen, sie wollen ihn zerschlagen, | + | Das Kreuz ist die Hoffarbe im Reiche unseres Herrn Jesu Christi, sagt Dr. Luther. Die Hoffarbe muss jeder echte Christ tragen. Sich vor dem Kreuze scheuen, heißt die Fahne Christi verleugnen. Der Herr hat das Kreuz selbst getragen. So lange es Christen gegeben hat, haben sie es ihm nachgetragen. Alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, müssen Verfolgung leiden. Ein jegliches Herz hängt noch an der Erde, auch deins und meins, lieber Hörer. Da ist das Kreuz das Messer Gottes, mit dem er nach und nach hier Wurzeln losschneidet. Der letzte, und schärfste Schnitt ist der Tod. Das Leben in Christo ist ein stetes Heraussterben aus der Welt und Lebendigwerden in Gott. Dazu muss Alles mit helfen. Der Teufel, die Feinde und Verfolger der Christen müssen dabei mit zugreifen, wenn auch nur als blinde Handlanger, die von dem Plane und Baue Gottes nicht das Geringste verstehen. Sie müssen vorzüglich die Steine zuhauen helfen, damit sie recht an ihren Ort passen. Indem sie meinen, sie wollen einen Stein ganz und gar versenken, sinkt er auf den Eckstein Jesum Christum. Indem sie meinen, sie wollen ihn zerschlagen, |
| =====III. Bis er zuletzt dir doch das Brot der Gnade bricht.===== | =====III. Bis er zuletzt dir doch das Brot der Gnade bricht.===== | ||
| - | Wie die Sonne hinter den schwärzesten und dichtesten Wolken immer mitgeht, so geht auch Gottes Treue und Sorge hinter aller Trübsal immer mit. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, | + | Wie die Sonne hinter den schwärzesten und dichtesten Wolken immer mitgeht, so geht auch Gottes Treue und Sorge hinter aller Trübsal immer mit. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, |
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