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Zephania, Kapitel 1

Zephania, Kapitel 1

1:1 Dies ist das Wort des HERRN, welches geschah zu Zephanja, dem Sohn Chusis, des Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Hiskias, zur Zeit Josias, des Sohnes Amons, des Königs in Juda.

1:2 Ich will alles aus dem Lande wegnehmen, spricht der HERR.

1:3 Ich will Menschen und Vieh, Vögel des Himmels und Fische im Meer wegnehmen samt den Ärgernissen und den Gottlosen; ja, ich will die Menschen ausreuten aus dem Lande, spricht der HERR.

1:4 Ich will meine Hand ausstrecken über Juda und über alle, die zu Jerusalem wohnen; also will ich das übrige von Baal ausreuten, dazu den Namen der Götzenpfaffen und Priester aus diesem Ort;

1:5 und die, so auf den Dächern des Himmels Heer anbeten; die es anbeten und schwören doch bei dem HERRN und zugleich bei Milkom;
Solche Leute, wie diese Achselträger, meinten wohl, sie seien geborgen, weil sie es mit beiden Parteien hielten; sie liefen mit denen, die Jehova nachfolgten, und beugten daneben ihre Knie vor Malchom. Aber die Doppelzüngigkeit ist vor Gott ein Greuel, und Heuchelei ist seinem Herzen verhaßt. Der Götzendiener, der sich entschieden zu seinem Abgott hält, hat eine Sünde weniger auf sich als der, der sein beflecktes und entweihtes Opfer zum Tempel des Herrn bringt, während sein Herz an der Welt und ihren Sünden hängt. Im täglichen, gemeinen Leben wird ein unzuverlässiger, doppelzüngiger Mensch mit Recht der Verachtung preisgegeben, aber in göttlichen Angelegenheiten ist das die allerfluchwürdigste Sünde, die es gibt. Das Strafurteil, das der vorliegende Vers ausspricht, ist entsetzlich, aber es ist wohl verdient; denn warum sollte auch die göttliche Gerechtigkeit einen Sünder verschonen, der das Rechte kennt, es billigt und sich anheischig macht, es zu seiner Richtschnur zu wählen, und der dennoch das Böse wählt und ihm Raum gibt in seinem Herzen?
Meine Seele, prüfe dich diesen Morgen, und schaue zu, ob du dich eines zweideutigen Handels und Wandels schuldig gemacht hast. Du bekennst, du wollest Jesu Jünger sein; liebst du ihn denn auch wahrhaftig? Ist dein Herz aufrichtig gegen Gott? Bist du ehrlich oder biegst und schmiegst du dich jedem Wind? Der Name, daß ich lebe, hilft nur wenig, wenn ich in der Tat tot bin durch Übertretung und Sünden. Wer den einen Fuß auf das Land der Wahrheit setzt und den anderen auf das trügerische Meer der Falschheit, tut einen schrecklichen Fall und stürzt gänzlich ins Verderben. Christus will uns alles sein oder nichts. Gott erfüllt das ganze Weltall, und darum ist kein Raum mehr für einen anderen Gott; und wenn er in meinem Herzen herrscht, so hat keine andere Macht mehr Platz darin. Verlasse ich mich ganz allein auf den Gekreuzigten, lebe ich allein meinem Jesus? Ist es mein inniges Verlangen, dies zu tun? Ist all mein Sehnen und Seufzen darauf gerichtet? O, dann sei die allmächtige Gnade gepriesen, die mich errettet hat. Und fehlt es mir noch in diesem Stück, o Herr, dann vergib mir meine Sünde, und gib, daß ich deinen Namen fürchte! (Charles Haddon Spurgeon)

1:6 und die vom HERRN abfallen, und die nach dem HERRN nichts fragen und ihn nicht achten.

1:7 Seid still vor dem Herrn HERRN, denn des HERRN Tag ist nahe; denn der HERR hat ein Schlachtopfer zubereitet und seine Gäste dazu geladen.

1:8 Und am Tage des Schlachtopfers des HERRN will ich heimsuchen die Fürsten und des Königs Kinder und alle, die ein fremdes Kleid tragen.

1:9 Auch will ich zur selben Zeit die heimsuchen, so über die Schwelle springen, die ihres HERRN Haus füllen mit Rauben und Trügen.

1:10 Zur selben Zeit, spricht der HERR, wird sich ein lautes Geschrei erheben von dem Fischtor her und ein Geheul von dem andern Teil der Stadt und ein großer Jammer von den Hügeln.

1:11 Heulet, die ihr in der Mühle wohnt; denn das ganze Krämervolk ist dahin, und alle, die Geld sammeln, sind ausgerottet.

1:12 Zur selben Zeit will ich Jerusalem mit Leuchten durchsuchen und will heimsuchen die Leute, die auf ihren Hefen liegen und sprechen in ihrem Herzen: Der HERR wird weder Gutes noch Böses tun.

1:13 Und ihre Güter sollen zum Raub werden und ihre Häuser zur Wüste. Sie werden Häuser bauen, und nicht darin wohnen; sie werden Weinberge pflanzen, und keinen Wein davon trinken.

1:14 Des HERRN großer Tag ist nahe; er ist nahe und eilt sehr. Wenn das Geschrei vom Tage des HERRN kommen wird, so werden die Starken alsdann bitterlich schreien.

1:15 Denn dieser Tag ist ein Tag des Grimmes, ein Tag der Trübsal und Angst, ein Tag des Wetters und Ungestüms, ein Tag der Finsternis und Dunkels, ein Tag der Wolken und Nebel,

1:16 ein Tag der Posaune und Drommete wider die festen Städte und hohen Schlösser.

1:17 Ich will den Leuten bange machen, daß sie umhergehen sollen wie die Blinden, darum daß sie wider den HERRN gesündigt haben. Ihr Blut soll ausgeschüttet werden, als wäre es Staub, und ihr Leib als wäre es Kot.

1:18 Es wird sie ihr Silber und Gold nicht erretten können am Tage des Zorns des HERRN, sondern das ganze Land soll durch das Feuer seines Eifers verzehrt werden; denn er wird plötzlich ein Ende machen mit allen, die im Lande wohnen.

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