Zuletzt angesehen: Hofacker, Wilhelm - Pfingstfest.

Hofacker, Wilhelm - Pfingstfest.

Hofacker, Wilhelm - Pfingstfest.

(Erste Predigt.)

HErr, habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe nicht vor deinem Knechte vorüber (1 Mos. 18, 3.): so sprach einst der Mann des Glaubens, Abraham, als ihm der HErr erschien an der Türe der erzväterlichen Hütte im Hain Mamre. Eines seltenen, eines unerwarteten Besuchs aus der Höhe der unsichtbaren Welt sollte er gewürdigt werden; ein Himmelsgast sollte Herberge bei ihm machen, wie ihn zuvor noch kein Sterblicher gesehen und bewirtet hatte; der Aufgang aus der Höhe, der helle Morgenstern, der auch in die Dämmerschatten des alten Bundes den gebrochenen Strahl seines wunderbaren Lichts hineinschimmern ließ und seine Liebe und Freundlichkeit zeigte: dieser Aufgang aus der Höhe wollte dem Mann nach dem Herzen Gottes erscheinen und sich Ihm offenbaren. Darum ging Ihm Abraham entgegen mit demütiger Gebärde, und flehend und bittend fasste er Ihn beim Saum seines Gewandes, um Ihn zu sich zu laden mit den Worten: HErr, habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe nicht vor deinem Knechte vorüber. Und siehe! der HErr ließ sich erbitten, und kehrte ein, rastete unter dem Schatten der Bäume vor der Tür seiner Hütte. Am heutigen Festtage, meine Lieben, sind wir mit Abraham in ähnlicher Lage. Ein hoher Himmelsgast hat sich aufgemacht, um uns zu besuchen aus der Höhe. Der Geist des Vaters und des Sohnes, der im oberen Heiligtum wohnet, und Himmel und Erde erfüllt mit seiner Herrlichkeit, Er will zu unserer niedrigen Hütte und Herzenstüre herniedersteigen, um bei uns nicht bloß vorübergehend zu rasten, und nur flüchtig uns zu grüßen mit dem Gruß seiner Liebe, sondern bleibend bei uns zu wohnen, und das niedrige Hüttendach unseres Herzens umzugestalten, und zu verwandeln in einen Tempel, in welchem sich seine Herrlichkeit spiegelt mit aufgedecktem Angesicht. Sollten wir da nicht auch bittend und flehend Ihm entgegenkommen, und heilige Hände emporheben und sprechen: haben wir Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe nicht vorüber an uns, deinen armen, deinen bedürftigen, deinen lechzenden Knechten und Mägden? sollten wir da nicht mit heißer Inbrunst den Saum seiner Verheißungen ergreifen, und sprechen: HErr, wir lassen dich nicht, du segnest uns denn (1 Mos. 32, 26.). Ja, kommt, wir wollen Ihn, den Geist der Herrlichkeit, den Geist des Lebens, den Geist des Vaters und des Sohnes gemeinschaftlich einladen auf das teure Wort der Verheißung hin: bittet, so werdet ihr nehmen, sucht, so werdet ihr finden, klopft an, so wird euch aufgetan. Wir stimmen das Lied an:

O, Heiliger Geist, kehr bei uns ein,
Und lass uns deine Wohnung sein,
O komm, du Herzenssonne!
Du Himmelslicht, lass deinen Schein
Bei uns und in uns kräftig sein
Zu steter Freud und Wonne.
Sonne,
Wonne,
Himmlisch Leben
Willst du geben
Wenn wir beten;
Zu dir kommen wir getreten.1)

Text: Joh. 14, 15-21.
Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote. Und ich will den Vater bitten, und Er soll euch einen andern Tröster geben, dass Er bei euch bleibe ewig, den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfahen; denn sie sieht Ihn nicht, und kennt Ihn nicht. Ihr aber kennt Ihn, denn Er bleibt bei euch, und wird in euch sein. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch. Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben. An demselbigen Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin, und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde Ihn lieben und mich Ihm offenbaren.

Vor den Ohren eines Religionsspötters sprach einmal ein fünfjähriges frommes Kind in aller Einfalt und Herzlichkeit Vieles von der Größe und Macht und Freundlichkeit seines Heilandes. Der Religions-Spötter wurde dadurch innerlich geärgert, und um es zum Schweigen zu bringen, fragte er dasselbe mit spöttischem und vornehmem Tone: nun, du sprichst so viel von deinem Heiland; hör, sag mir doch einmal, wie groß ist Er denn? Mein Heiland? antwortete das Kind, schnell besonnen und wie durch göttliche Erleuchtung, mein Heiland ist so groß, dass Ihn die ganze Welt nicht fassen kann, und doch wiederum so klein, dass Er in meinem kleinen Herzen Raum und Wohnung hat. Bei diesem Worte war der spöttische Feind auf einmal entwaffnet; der Religionsspötter schwieg; denn die Schleuder dieses kleinen David hatte gut getroffen; der Kieselstein, der aus derselben geworfen ward, war glatt und frisch aus dem göttlichen Geist und Wort geschliffen, und der HErr hatte es aufs Neue bewiesen, dass er auch aus dem Munde der Säuglinge und der Unmündigen sich ein Lob zuzubereiten wisse (Matth. 21, 16.). Es wäre zu wünschen, dass wir Alten alle diesem fünfjährigen Kinde aus eigener Erfahrung nachsprechen könnten; könnten wir dasselbe mit derselben Einfalt, mit derselben Festigkeit, mit derselben Klarheit aussprechen, was dieses fünfjährige Kind aussprach, dann verkünden wir in der Wahrheit, was Pfingsten ist, dann wäre uns das Geheimnis der Mitteilung des Heiligen Geistes auf dem Wege der Erfahrung aufgeschlossen, und wir könnten auch mit neuen Zungen erzählen die Wunder des Geistes und die Großtaten unseres Gottes, dass Er auch in unsern Herzen Wohnung gemacht und sie geheiligt hat zu Tempeln seines Heiligen Geistes. Wie jenes Kind seine Antwort offenbar nicht in einer menschlichen Schule, sondern in der göttlichen Schule Christi gelernt hat, so lasst auch uns heute in die Schule Jesu Christi gehen, um dort zu lernen, was der Geist ist, der ausgegossen werden soll in unsere Herzen, und wie und wozu Er auch uns geschenkt werden soll.

Wir erwägen das aller Beherzigung und aller Beachtung werte Lehrwort Christi über den Heiligen Geist.

Und zwar sind es vier Punkte, auf welche unser heutiges Evangelium uns führt; wir finden nämlich in dieser Betrachtung,

1) dass der HErr durch jenes Lehrwort der Welt vorschiebt einen gewaltigen Riegel;
2) dass Er dadurch dem Herzen vorhält einen heiligen Spiegel;
3) dass Er dadurch dem Glauben aufdrückt ein bewährendes Siegel;
4) dass Er dadurch der Hoffnung darreicht himmelantragende Flügel.

1.

1) Ich will euch den Tröster vom Vater senden, aber die Welt kann und wird Ihn nicht empfahen; denn sie sieht Ihn nicht, und kennt Ihn nicht; so spricht in unserem heutigen Evangelium der Mund der Wahrheit, und damit schiebt Er der Welt vor einen gewaltigen, einen undurchdringlichen, undurchbrechbaren Riegel.

Scharf und schneidend sind diese Worte, wie ein frisch geschliffenes Messer; unbedingt und ausnahmslos lauten sie, wie ein königliches Manifest; klirrend und rasselnd verschließt sich hier eine Pforte, die Menschengewalt nicht sprengen und Menschenwitz nicht entriegeln kann: „Die Welt kennt Ihn nicht und sieht Ihn nicht.“ Sonst tut der HErr, wenn Er auf die Gabe des Heiligen Geistes kommt, die Türe der Gnade weit auf, und spricht: wenn doch ihr, die ihr arg seid, könnt euren Kindern gute Gaben geben, wie vielmehr wird euer Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die Ihn bitten (Luk. 11, 13.): sonst lockt Er uns mit freigebiger Hand zur Quelle des lebendigen Wassers, indem Er ruft: wen da dürstet, der komme zu mir, und trinke (Joh. 7, 37.), und versteht darunter den Geist, den empfangen sollten, die an Ihn glaubten, ja Er beschreibt sogar den Geist als etwas Allwirksames, Alldurchdringendes, Unbeschränkbares, wenn Er spricht: der Wind bläst, wo er will, du hörst sein Sausen wohl, aber du weißt nicht, woher er kommt, und wohin er fährt, also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist (Joh. 3, 8.). Lauter Worte, in welchen die Gnadenpforte, die zum Heiligen Geist führt, weit aufgeschlossen ist, so dass jedes kommen und nehmen soll aus der Fülle des Geistes, Geist um Geist. Hier aber in unserm Evangelium spricht Er ganz anders, hier zieht Er gleichsam einen Schlagbaum vor, der den Geist und die Welt ewig trennt; denn die Welt kann und wird Ihn nicht empfangen; denn sie sieht Ihn nicht, und kennt Ihn nicht. Hier sagt Er mit klaren, mit blanken Worten, dass, wer zur Welt gehört, den Geist nicht empfängt, und nicht empfangen kann. Wer noch zur Welt gehört, der ist also fern von diesem Gut, ferne von seiner Erleuchtung, ferne von seinem Trost, ferne von seiner Kraft; er hat keinen freudigen Zugang zum Vater, er hat keine Gewissheit seines Gnadenstandes, er hat keinen sicheren Blick aufs himmlische Erbe, er kann den Heiligen Geist nicht empfangen. Wer noch zur Welt gehört, die Welt lieb hat und mit dem Weltsinn und Weltgeist erfüllt ist, der, mag er auch noch so reich oder vornehm, noch so gebildet oder gelehrt, noch so witzig oder geistreich, auch noch so ehrbar, noch so tugendhaft sein als er will: er ist doch tot ohne diesen Geist; und wie die Heiden im Tempel zu Jerusalem abgeschieden waren vom Hinzutritt durch eine heilige, undurchbrechliche Schranke, wie sie hinausgebannt waren in den Vorhof, und zum Anschauen des Heiligen nicht zugelassen werden durften, so ist auch er vom Hinzutritt zum Heiligtum des Geistes abgeschnitten, und kann Ihn nicht erkennen und nicht erfahren. Zwar soll und will der Geist sich bezeugen auch an der Welt; er soll ja die Welt strafen um die Sünde, um die Gerechtigkeit, und um das Gericht (Joh. 16, 8.); er soll sie züchtigen über ihr gottloses Wesen und die weltlichen Lüste, wie er es getan hat von Ur an schon zu Noahs Zeiten an jenem verwilderten und verfleischlichten Sünderhaufen, der sich nicht strafen lassen wollte vom Geiste Gottes; ja, beunruhigen, stacheln, verwunden, foltern soll er die Welt, dass sie seine Skorpionenstiche empfindet, dass sie sein quälendes Feuer spürt, dass sie seinen Stachel fühlt; aber empfangen soll sie ihn nicht, so lange sie Welt bleibt, als Gnadengeschenk des Höchsten, als teure Beilage des inwendigen Menschen, als Himmelsgabe, als Gast, der den Empfänger ziert und schmückt, und ihn reich und herrlich und selig macht. Welt und Geist des HErrn sollen geschieden bleiben in Ewigkeit. Wer deswegen des Pfingstsegens teilhaftig werden will, der darf kein Weltkind, kein Weltmensch bleiben, er muss erwählt, errettet, herausgerissen werden aus dieser gegenwärtigen argen Welt, zu dienen dem lebendigen Gott, er muss herübertreten aus dem Weltdienst und Sündendienst, herüber auf die Seite des HErrn und Seiner Gnade. Wer den Geist erlangen will, der ein Geist des Lebens und der Herrlichkeit ist, der muss ausgehen von der Welt im Innern und Äußern, im Feinen und im Groben, im Geheimen und Offenbaren, und zerreißen die Stricke, an denen er gegängelt wurde, und zersprengen die Bande, mit welchen er gefesselt war; er darf nicht mehr ziehen an Einem Joch mit den Ungläubigen, und auf beiden Seiten hinken, er darf nicht mehr wandeln in der Lustseuche und in heimlicher Unreinigkeit des Leibes und der Seele; er darf nicht mehr stecken bleiben im Geiz und ungerechten Mammonsdienst, er darf nicht mehr sich sättigen mit den elenden Träbern eitler Weltlust und Weltfreude, während der Geist des kläglichsten Hungers stirbt; er darf nicht mehr im Sumpf der Eigenliebe und Eigengerechtigkeit waten, in welchem man immer tiefer ins Verderben sinkt; nein, da heißt es; wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten (Ephes. 5, 14.). Der feste Grund Gottes besteht, und hat folgendes Siegel: der HErr kennt die Seinen, und: es trete ab von der Ungerechtigkeit, wer den Namen Christi nennet (2 Timoth. 2, 19.). Und wer diesem Rufe nicht folgt, wer dazu sich nicht versteht, vor dem schließt sich die Pforte, und eine allmächtige Hand wird sie verriegeln.

2) Habt ihr den Heiligen Geist empfangen? so fragte einst Paulus jene Jünger in Ephesus, die noch nichts gehört hatten von der Taufe auf Christum und vom Heiligen Geist, wohl aber von der Taufe Johannis. Sie mussten antworten: wir haben noch nie gehört, ob ein Heiliger Geist sei (Apostelgesch. 19, 1. 2.). Ein solcher schwerer, eiserner Riegel war ihnen dort vorgeschoben, aber nicht aus eigener Schuld, sondern aus Unkenntnis und Blindheit. Bei uns ists anders: viele Tausende unter uns müssten auf jene Frage auch antworten: wir haben noch nie erfahren, ob ein Heiliger Geist sei, und zwar leider aus eigener Schuld und Verkehrtheit; sie sind entweder noch ganz tot in Sünden, ganz verknöchert im Weltgeist, oder sie haben vielleicht manchen guten Eindruck aus der Predigt des göttlichen Worts, das Wort Gottes, der Geist von oben, hat sie schon manchmal gestraft und in ihre Finsternis als ein helles Licht hineingeleuchtet, sie sind auch zuweilen gerührt worden von einer Wahrheit, sie haben auch schon neue und bessere Vorsätze gefasst, sie haben auch schon sich aufgerafft, um ein Neues zu pflügen, und ihr Herz zu ändern; ja sie haben sich vielleicht durch Wort und Tat unter die Kinder Gottes hineingereiht, und die Sprache Kanaans, die Sprache des Glaubens, sprechen gelernt; aber der Riegel ist doch noch nicht durchbrochen, sie haben den Heiligen Geist doch nicht erlangt; er ist zwar schon an sie herangetreten, aber noch nicht in ihnen eingezogen, sie haben zwar seinen Einfluss, seine Bezeugungen, aber noch nicht seine Einwohnung verspürt; sie haben zwar Strahlen des Frührots gesehen, aber die aufgehende Sonne doch nicht geschaut. Es fehlt noch an Einem: das geheimnisvolle, vor den Menschenaugen oft so verborgene Band, das sie mit der Welt zusammenhält, ist noch nicht entzwei geschnitten; die letzte Fessel, in welcher sie gehen, noch nicht gebrochen; sie hängen im Geheimen noch irgend an etwas, es liegt deswegen ein Bann und ein Todesfluch noch auf ihnen; und ehe dieser Bann und Todesfluch weicht, kann ihre Seele nicht frei, nicht licht, nicht selig, nicht geistvoll werden, nicht auffahren in die Sonnenhöhen des ewigen Lebens. Sie sind wie die Nachtvögel, die nur im Zwielicht flattern; die Finsternis der Welt ist ihnen zu finster, das Licht des Evangeliums ist ihnen zu licht, der breite Weg zu breit, der schmale zu schmal, und so stehen sie zwischen Tür und Tor, schleppen sich dahin ohne Licht, ohne Leben, ohne Trost, ohne Kraft zum Überwinden, ohne Halt im Leben und im Sterben; denn sie lassen den Riegel nicht brechen, sie lassen ihre Fesseln nicht sprengen. Und so kann es denn kommen, dass der HErr endlich die Gnadenpforte vor ihnen schließt, und spricht: ihr habt zwar in meinem Namen geweissagt, in meinem Namen Taten getan, aber weichet von mir, ihr Übeltäter, ich habe euch noch nie erkannt; denn wer meinen Geist nicht hat, der ist nicht mein.

II.

1) Jedoch nicht bloß einen gewaltigen Riegel schiebt der HErr der Welt vor durch sein Lehrwort vom Heiligen Geist in unserem heutigen Evangelium, Er hält damit uns auch einen heiligen Spiegel der Prüfung vor: „Wenn ich euch den Tröster, den Geist der Wahrheit senden werde, so wird er euch in alle Wahrheit leiten.“

So verhieß Er es, und so bewährt es sich noch bis auf den heutigen Tag. Das ist der helle Spiegel, den Er den Seinen vorhält; wer dem hohen Gaste Einlass bei sich gewährt, wer diesen Spiegel sich vorhalten lässt, der erfährt den Geist als einen Geist der Wahrheit, der der Lüge feind ist, der die Lügengebilde zerstreut und niederschlägt. So wars schon bei den Jüngern. Als der Geist der Pfingsten über sie kam, wie viele Nebel irrtümlicher Gedanken und Lustgebilde wurden da durch den Geist der Wahrheit bei ihnen niedergeschlagen; wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Pracht und Herrlichkeit, die Nebel niederschlägt, und selbst in den Tälern endlich, wohin er sich zurückzieht, heller und klarer Himmel wird, so wars bei den Aposteln. Die königliche Sonne des Geistes der Wahrheit schlug alle ihre früheren Träume, alle ihre unzeitigen Hoffnungen vom Großwerden in dieser Welt, alle ihre kleinlichsten Streitigkeiten mit Macht und auf immer darnieder; diese Dämmerungsschatten mussten fliehen, in ihrer Seele sollte reiner und klarer Himmel werden. So ists noch überall, wo der Geist der Wahrheit durchdringen und sich offenbaren kann. Er tritt richtend, erhellend, züchtigend und strafend, auch in die Tiefen unsres verderbten Herzens; auch in die Gemächer der Sünde hinein wirft er seine hellen Strahlen, um die Lügengebilde der Sünde und der Eigenliebe, der Hoffart und Weltliebe im Innern zu vernichten; und es geht da oft ein wunderlicher Krieg an, da Tod und Leben, Geist und Fleisch mit einander ringen, und oft schwankt lange der Kampf, wer denn auch den Sieg behalte. Welches Mittel ergreift nun aber der Geist? Kein andres, als dass er vor den Menschen hintritt mit dem Spiegel der Wahrheit, in welchem er sich von Kopf bis zu Fuß beschauen und seine wahre, ungeschminkte und leibhaftige Herzensgestalt erkennen soll. Er zeigt der Seele ihre Hässlichkeit, ihre Unreinigkeit, ihre Verunstaltung vom Kopf bis zu Fuß; ja, in diesem Spiegel entdeckt sie ihre ganze Lebensgeschichte von Kindheit an bis auf die jetzige Stunde, die verborgene, wie die offenbare, die innere vor Gottes Auge, sowie die äußere vor dem Menschenblick, und es gewahrt die Seele nun in diesem Spiegel eine zusammenhängende Kette von Verkehrtheit, von Torheit, von Sünde, von Übertretung, und soll heilsamlich davor erschrecken und erbeben, dass sie eine so hässliche, eine so sündliche Gestalt hat. Sie wills dann anfänglich nicht glauben, sie sucht sich vor diesem Spiegel herauszuschmücken, so gut es geht; sie schminkt sich mit erborgtem und künstlichem Schein, aber sie entstellt sich gerade dadurch: unter aller Schminke, bricht doch die Todeslarve hindurch. Nun sucht sie einen andern Ausweg und schiebt die Schuld auf den Spiegel, auf den Geist der Wahrheit selbst, und glaubt, durch ihn bekomme sie kein getreues Bild von sich, und greift nach dem Spiegel ihrer Eigenliebe, der ihre Sündenflecken verkleinert, ihre Tugenden vergrößert, ihre Schattenseite verdeckt, ihre Lichtseite viel besser heraushebt; oder sie geht gar von dannen, und gleicht dem Manne, der, wie Jakobus sagt, sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet, von Stund an aber davongeht, und vergisst, wie er gestaltet war (Jak. 1, 23. 24.); sie will sich ihre eigene Hässlichkeit aus dem Sinne schlagen, sie fürchtet Melancholie, sie fürchtet Schwermut, sie fürchtet Verkümmerung des Lebensgenusses, sie flieht vor diesem Spiegel und stürzt sich vielleicht hinein in die Zerstreuung, Eitelkeit, Lust und Freude der Welt, um nur dieses Angesichts, das sie im Spiegel geschaut hat, nicht mehr ansichtig zu werden. Aber der Geist des HErrn ist ihr auf den Fersen, und wie ein Blitzstrahl zeigt oft sein Spiegel ihr ihre wahre Gestalt, dass sie zusammenschreckt und erbebt; er zeigt ihr das Missverhältnis, das zwischen ihrer wahren Gestalt vor Gott und ihrer geschminkten und erheuchelten vor Menschen stattfindet; ja er zeigt ihr im Hintergrunde die Wetterwolke des ewigen Gerichts und die Teufels - Larven, die ihr nach dem Leben stehen. Und nun muss sichs entscheiden, welchem Geiste sie Recht gibt, dem göttlichen oder dem eigenen, welches Gericht sie anerkennt, das Gottesgericht oder das Menschengericht.

2) Meine Lieben, habt ihr nicht auch schon in den klaren, in den hellen Spiegel der Wahrheit hineingeschaut, welchen der Geist des HErrn uns vorhält? man kann sich oft so lange vor dem irdischen Schönheitsspiegel drehen und wenden, man kann viertelstundenlang sich darin beschauen, und Haarputz und Anzug bis auf die kleinste Masche und Schleife darin untersuchen; wollt ihr nicht auch einmal eure innere Herzensgestalt im Spiegel des Geistes entdecken, und von Kopf bis zu Fuß euer Inneres ins Licht stellen lassen? Es wäre doch wohl der Mühe wert, sich auch von der inneren Seite kennen zu lernen. Ihr werdet zwar keine schöne, keine reizende Gestalt darin entdecken, ihr werdet Pestbeulen der Sünde, ihr werdet ehebrecherische Augen, lügnerische Lippen und Verzerrungen des Ebenbildes Gottes an euch sehen, die euch mit Scham, mit Abscheu, mit Ekel, mit Hass gegen euch selbst erfüllen müssen; aber nur hineingeschaut in diesen Spiegel! einmal müsst ihr ja doch hineinschauen, sei's hier im Vorhof der Ewigkeit, sei's dort im großen Gerichtssaal selbst, wo wir offen dastehen müssen wie wir sind. O dass wir doch das Erstere erwählen möchten, dass wir schon jetzt uns getrieben fühlten, uns zu beschauen im Spiegel der Wahrheit, dass uns dies antreiben möchte, die Reinigung da zu suchen, wo sie allein zu finden ist, in dem teuren Blut Christi, dass wir eilen möchten, darin unsere Kleider zu waschen und hell zu machen, und nicht rasten, bis unter Bußtränen der Staub und die Flecken der Sünde uns vom Angesicht getilgt sind und wir erneuert werden zu dem Ebenbild dessen, der das Urbild aller Vollkommenheit, Heiligkeit und Seligkeit ist. Ja dann hat der göttliche Spiegel der Wahrheit sein heiliges Geschäft an uns getan, wenn es dahin kommt, dass wir uns nach nichts Anderem mehr sehnen, als nur gereinigt, gewaschen, in das Bild Christi verklärt zu werden. Und da wird dann die Todeslarve der Sünde umgewandelt in ein Engelsangesicht, wie es von Stephanus heißt: sein Angesicht war wie eines Engels Angesicht. Da spiegelt sich auf dem Angesicht statt der vorigen Sündenflecken die Klarheit Christi, mit welcher das Innere selig, verklärt und heilig wird, so dass wir tüchtig werden, die Gestalt Jesu Christi, das Ebenbild des Sohnes Gottes an uns zu tragen.

III.

1) So hält das Lehrwort Christi vom Heiligen Geist uns vor einen heiligen richtenden Spiegel; aber es drückt auch dem Glauben auf ein bewährendes Siegel.

Groß sind die Verheißungen, welche der HErr in unserem heutigen Evangelium in der Ausgießung des Heiligen Geistes den Jüngern gibt; Er sagt zu ihnen: An jenem Tage, wenn der Geist Gottes kommen wird, dann werdet ihr mich nichts mehr fragen, dann werdet ihr erkennen, dass ich im Vater bin und ihr in mir; wer mich liebt, den wird mein Vater lieben, und ich werde Ihn lieben, und mich Ihm offenbaren. Einer Versiegelung durch den Heiligen Geist gingen also die Apostel entgegen, einer Versiegelung, wodurch es ihnen unumstößlich vergewissert werden sollte, dass der Vater sie liebe, dass der HErr der Herrlichkeit eingegangen sei in das Reich der Herrlichkeit, und dass sie nun im Sohn seien und der Sohn in ihnen und dass sie durch Ihn und mit Ihm in ewiger, unzertrennlicher Gemeinschaft mit dem Vater stehen; sie wurden versiegelt durch den Heiligen Geist, und erlangten dadurch das Pfand des himmlischen Erbes. Und siehe, dieses Siegel ist auch in unsern Tagen noch nicht verwischt; da, wo der Pfingstgeist einzieht, da zieht er ein als der himmlische Siegelbewahrer, der nicht nur alle göttlichen Dekrete, die an das Sünderherz ausgestellt werden, ausfertigt, sondern auch zu ihrer ewigen Gültigkeit ihnen sein großes, sein heiliges Reichssiegel aufdrückt. Und dieses Siegel ist unverletzlich und unantastbar; die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Geist, der uns gegeben ist (Röm. 5, 5.); derselbige Geist gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind (Röm. 8, 16.); wir sind durch ihn versiegelt.

Wenn der Sünder, der Gnade und Trost sucht, endlich Gewissheit der Vergebung der Sünden erlangt, und seine Missetat im Blute Christi getilgt, seine Unreinigkeit im Meer seiner Erbarmung versenkt sieht, und nun den Frieden schmeckt, der aus Gott ist und der höher ist, als alle Vernunft, - wer anders hat demselben diese heilige Erlassungs-Urkunde seiner Sündenschuld ausgestellt, als eben der Heilige Geist, der die Müden erquickt zu rechter Zeit, und die Hungernden mit Gütern füllt? Wenn der Sünder die selige Gewissheit erlangt: nun bin ich ein Kind Gottes, nun darf mich der Satan nicht mehr antasten, nun bin ich aus dem Bann und Fluch der Finsternis erlöst und ein Bürger des Reichs, das ewig steht, - wer hat Ihm denn dieses Gnadendiplom zugefertigt aus der oberen Welt, aus dem Reich des Lichts? wer anders, als der Heilige Geist, der da beruft und heiligt, und die Gläubigen versiegelt auf den Tag der Erlösung. Wenn eine Seele es mit Anbetung und tiefer Beschämung innerlich erfährt: ich bin in Christo und Christus in mir, Christus ist mein Haupt, mein Leben, mein Friede, mein König, mein Bürge, mein Hohepriester, mein himmlischer Vertreter, und von Ihm bin ich gerecht, lebendig und herrlich und selig, wer anders hat dieses Siegel uns ins Herz gedrückt, als der Heilige Geist, dessen erstes und hauptsächliches Geschäft es ist, Christum zu verklären, von dem Seinen es zu nehmen, und uns zu verkündigen (Joh. 16, 14.)?

Und ein solches unverbrüchliches, heiliges Majestätssiegel bedürfen wir, wenn der Feind die Seele anklagt, wenn der Glaube nicht unterliegen, wenn ihn die Widersprüche des zaghaften Herzens, die Einflüsterungen der Welt und die Verfolgungskünste des Feindes der Wahrheit und unseres blöden Gewissens nicht wankend machen sollen. Auf was Anderes können wir uns denn ihnen gegenüber berufen, als auf das Siegel, das wir in uns tragen, auf den Geist der Gnade und des Trostes, der uns züchtigt und strafet, und der uns wiederum tröstet und es uns zur Gewissheit bringt, dass weder Tod, noch Leben, weder Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur uns scheiden mag von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem HErrn (Röm. 8, 38. 39.).

2) Habt ihr diese Versiegelung erlangt durch den Heiligen Geist? O, es wäre jammervolles Leben, das Leben eines Christen, wenn er nicht zur Überzeugung käme, dass ihm seine Sünden vergeben sind, wenn er fort und fort in der Ungewissheit stehen müsste, und nicht wüsste, ob er bei Gott in Gnaden ist, oder nicht, ob er ein Kind der Seligkeit, oder der Verdammnis, ob er ein Erbe der himmlischen Güter, oder aber ein verworfener Erbe des Feuers wird, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln. Da ist nichts von der Ruhe zu spüren, die doch Jesus den Mühseligen und Beladenen verheißt, da ist nichts von dem Frieden zu spüren, der höher ist, als alle Vernunft, von dem freudigen und getrosten Mut, der die Welt überwindet. Da ist ein unseliges Hin- und Herschwanken zwischen Furcht und Hoffnung, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Gott und Teufel.

Aber dem HErrn sei Dank: es gibt eine Versiegelung durch den Heiligen Geist; wir sollen hienieden nicht ewig in Unruhe leben, wir können zu einer Gewissheit kommen; nicht nur hoffen, nicht nur voraussetzen, meinen, nein, gewiss wissen können wir schon hienieden, dass unsere Namen angeschrieben sind im Buch des Lebens, dass wir verordnet sind zur Kindschaft, dass wir versiegelt sind auf den Tag der Erlösung. Diese Gewissheit, diese Versiegelung ruht nicht in uns, nicht in unserer Kraft, in unserer Weisheit, Gerechtigkeit, nicht in unsrer Erkenntnis, unserem Wohlverhalten, unseren Tugenden, Vorsätzen, Gefühlen, Erfahrungen, auf nichts Eigenem, sondern auf dem felsenfesten Wort: es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HErr, dein Erbarmer (Jesaj. 54, 10.); sie ruht auf dem Granit alles Heils, auf dem Verdienste Christi, des ewigen Bürgen, auf seiner Verheißung: ich kenne meine Schafe, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen (Joh. 10, 27. 28.), und auf dem Grunde der Versicherung: die Er berufen hat, die hat Er auch gerecht gemacht, welche Er aber hat gerecht gemacht, die hat Er auch herrlich gemacht (Röm. 8, 30.); ich bin dessen in guter Zuversicht, dass, der in euch angefangen hat das gute Werk, der wirds auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi (Philip. 1, 6.). Auf diesem Grunde ruht die Versiegelung, die uns der Geist gibt, und da sagt man denn:

Ich habe nun den Grund gefunden,
Der meinen Anker ewig hält!
Wo anders, als in Jesu Wunden?
Da lag er vor der Zeit der Welt,
Der Grund, der unbeweglich steht,
Wenn Erd und Himmel untergeht.2)

IV.

Doch wir sind nicht zu Ende. Der HErr reicht unserer Hoffnung auch Flügel der Verheißung, die sie gen Himmel tragen sollen.

Auch die Apostel sollten am Pfingstfest diese Flügel erlangen, mit welchen sie über Sünde und Tod, über Grab und Moder hinweg den Flug zu den Sonnenhöhen des ewigen Lebens wagen und in der ewigen Gottesstadt sich einbürgern sollten. „Ihr sollt mich wiedersehen; denn ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Am Auferstehungstag sollten sie inne werden, dass Christus lebe, und dass Er wirke und wandle in der Kraft des unauflöslichen Lebens; am Pfingstmorgen aber sollten sie erkennen, dass auch sie leben, dass der Geist dessen, der von den Toten auferstand, als Geist des Lebens und der Herrlichkeit auf ihnen ruhe, und in ihnen wirke. Und so war es auch: vom Pfingstfeste an war der Tod verschlungen für sie in den Sieg. Nun wussten sie, dass Christus lebt, dass sein Leben durch alle Weltgebiete dringt, dass die Welt der Schauplatz seiner Lebensoffenbarung werden soll; aber sie wussten auch, dass sie leben, ewiges, unauflösliches Leben in sich tragen das kein Tod töten kann, ein Leben der Herrlichkeit, von dem sie sagen konnten: unser Leben ist verborgen mit Christo in Gott; wenn aber Christus, unser Leben, sich offenbaren wird, dann werden wir auch offenbar werden mit Ihm in der Herrlichkeit (Kol. 3, 3. 4.), ein Leben der Herrlichkeit, von dem sie wussten, dass es, wenn auch ihr Leib zu Trümmern gehe, ewig sei; ja dass sogar der nichtige Leib, der das Gefäß dieses ewigen Lebens ist, um des Geistes willen, der in ihnen war, herrlich und verklärt werden müsse in die Ähnlichkeit des verklärten Leibes Jesu Christi (Philipper 3, 21.). Meine Lieben, sind das nicht himmelantragende Flügel der Hoffnung? Werden wir auf diesen Flügeln emporgehoben in die Sonnen-Höhen des Glaubens und der Hoffnung, o da verschwindet unter uns die Erde mit ihren Sorgen, mit ihren Mühen, mit ihren Leiden, mit ihren Drangsalen; sie werden immer kleiner, und, wie es dem Adler geht, der himmelan fliegt, dass in seinen Augen große Gebirge nur noch wie kleine Wellen auf dem Länderozean spielen, so geht es dem Auge des Glaubens, den die Himmelsschwingen der Hoffnung emportragen: die Welt verschwindet vor seinem Blicke, was dem natürlichen Auge groß erscheint, wird jenem immer geringer; denn der Flug geht aufwärts zu den Höhen, hinauf ins Reich des Lichts und der Freiheit, dahin, wo Christus lebt, und seine Herrlichkeit offenbart, dahin, wo auch wir erst recht Leben und volles Genüge finden sollen. Ja auch in der Stunde des Todes wird dem Glauben dieser Flügel des Geistes dargereicht; nichts Andres bleibt uns dann als der Geist, welcher uns vertritt mit unaussprechlichem Seufzen und, wenn wir nicht mehr wissen, wie wir beten sollen, dennoch uns aufwärts hebt und uns darstellt mit Freuden vor das Angesicht des Vaters: das ist das höchste Geschäft, welches der Heilige Geist an uns vollendet, dass er uns rein und unbefleckt und unsträflich vor das Angesicht Gottes darstellt.

Und nun, meine Lieben, heute feiern wir Pfingsten. Wer sollte nicht wünschen, dass dieser wahrhaftige Lebensgeist auch in seinem Herzen Wohnung machen möchte? und wie sollten wir nicht das als das Erste und Teuerste ersehnen? O dass auch unsere Kommunikanten es erfahren möchten, dass Christus lebt, und dass auch sie leben! sie werden es aber erfahren, wenn sie Zweierlei beachten und befolgen; das Erste ist, dass sie den Riegel ihres Herzens der Welt vorschieben und vor dem HErrn zurückschieben, damit Er Wohnung machen könne. Das Zweite ist, dass sie sich beschauen in dem Spiegel, den der Geist ihnen vorhält; machen sie da traurige und betrübende Erfahrungen und Entdeckungen an sich selbst, o so sollen sie doch eilen zum HErrn, damit Er sie im heiligen Abendmahl segne und mit Frieden und ewigem Leben erfülle, damit sie Ihn empfangen und genießen. Dann wird Er es auch an zwei Dingen nicht fehlen lassen, an dem Siegel der Kindschaft, an dem Siegel des Geistes, der uns Zeugnis gibt, dass wir Gottes Kinder sind; ja noch mehr, Er wird auch ihnen darreichen Kraft aus der Höhe, dass sie auffahren mit Flügeln, wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden (Jes. 40, 31.). Das Alles aber wirke in ihnen und in uns Allen der Geist des Lebens, der da alles Gute wirkt zum Preis seines Namens in Ewigkeit!

Amen.

Cookies helfen bei der Bereitstellung von Inhalten. Diese Website verwendet Cookies. Mit der Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies auf Ihrem Computer gespeichert werden. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information
autoren/h/hofacker_w/hofacker_w_pfingsten_1.txt · Zuletzt geändert:
Public Domain Falls nicht anders bezeichnet, ist der Inhalt dieses Wikis unter der folgenden Lizenz veröffentlicht: Public Domain