Geiler von Kaysersberg, Johannes - Sieben Schwerter und sieben Scheiden - Erster Teil. Von den sieben Schwertern. (Die sieben Haupt- und Todsünden)

Legt an die Waffenrüstung Gottes.“ Eph. 6, 13.

Der Ritter umgürtet sich mit dem Schwert, um den Angriff des Feindes abzuwehren und ihn aus dem Felde zu schlagen. Es genügt also nicht, dass er den Panzer, Kragen, Helm und Harnisch trägt, er muss auch mit dem Schwert gewaffnet sein, um dem Feinde widerstehen zu können. Das Schwert des Geistes ist das Wort Gottes, denn es ist erstens geschmiedet durch den Heiligen Geist, wie der heilige Petrus lehrt, wenn er uns ermahnt: „Ergreift das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.“1)

Zweitens ist es stark genug, die bösen Geister und die Feinde der Seele zu vernichten, wie der Prophet es verkündigt: „Er wird die Erde mit dem Stabe seines Mundes schlagen und die Gottlosen töten mit dem Hauche seiner Lippen.“2) Drittens ist es scharf wie ein zweischneidiges Schwert und scheidet den Geist von dem Fleische, scheidet uns von der Welt und ihren Lastern, wie der heilige Paulus lehrt: „Lebendig ist Gottes Wort und wirksam, schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch, bis es Seele und Geist, Mark und Bein scheidet, und richtet die Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“3)

Nun sagst du: „Wie soll ich mich dieses Schwertes des Wortes Gottes bedienen, damit ich mich des bösen Geistes und seiner Anfechtungen erwehre?“ Ich antworte: „Wirst du zu einer Sünde versucht, so ziehe irgendeine Stelle der Heiligen Schrift, die du gelesen oder in der Predigt gehört hast, hervor und halte diese dem Feinde entgegen; stärke dich durch dieses Wort und entschließe dich, das, wozu du versucht bist, nicht zu tun. So hast du mit dem Schwert des göttlichen Wortes den bösen Geist vertrieben. Wenn dich also die Wollust oder der Geiz anficht, so ziehe das Wort hervor, welches du im Gedächtnis und im Herzen trägst: „Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist eitel.“4) Gedenke so der Vergänglichkeit aller Dinge, wie sie hinschwinden und in nichts zerfallen; wie solltest du dir durch sie den Frieden rauben lassen? Oder du wirst damit angefochten, dass du zu Spiel und Tanz und zu anderen gefährlichen Lustbarkeiten gehen möchtest; ziehe hervor das Wort des Evangeliums: „Wehe euch, die ihr jetzt lacht, denn ihr werdet trauern und weinen.“5) Diese und ähnliche Worte aus dem Munde Gottes genügen bei allen Anfechtungen, dass du als Sieger aus dem Kampfe hervorgehst. Mit diesem Schwert hat der Herr den Versucher in der Wüste überwunden, indem er sprach: „Der Mensch lebt nicht vom Brote allein, sondern von jedem Worte, das aus dem Munde Gottes hervorgeht,“6) und „Du sollst Gott deinen Herrn nicht versuchen“,7) und „Du sollst den Herrn deinen Gott anbeten und ihm allein dienen.“8) Damit war der dreimalige Angriff abgeschlagen, die Versuchung zur Fleischeslust, Augenlust und Hoffart überwunden, und der Teufel verließ ihn.“

Du wendest aber dagegen ein: „Hätte ich die Heilige Schrift stets so zur Hand, dann wollte ich mich schon der bösen Anfechtungen erwehren; aber ich bin nicht gelehrt, ich kenne die Schrift nicht, ich ermangele deshalb des Schwertes.“ Darauf antworte ich. dir: Kennst du auch nicht die Heilige Schrift gleich den Gelehrten, so kennst du doch den „Glauben“ und das „Vater unser“ und die „zehn Gebote“; damit hast du Waffen genug, um dich wider den Teufel zu wehren. Denn, wie der Lehrer Isidorus sagt, das apostolische Glaubensbekenntnis und das Gebet des Herrn reicht statt des ganzen Gesetzes für die einfältigen Christen hin, um den Himmel zu gewinnen; denn in ihnen ist der ganze Inhalt der Heiligen Schrift kurz zusammengefasst. Füge zu denselben noch die zehn Gebote Gottes hinzu, so hast. du Waffen genug, um den Anfechtungen zur Sünde zu widerstehen. Kommt es dir z. B. in den Sinn, irgendetwas Unehrbares zu tun, so denke an das Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen!“ der Herr hat es verboten. Hast du Lust, etwas zu stehlen, so ziehe das Schwert wider den Versucher und sprich: Der Herr hat uns geboten, „Du sollst nicht stehlen.“ Sagt dir der Versucher, du sollst falsch schwören, so setze dich zur Wehr und sprich: Es steht geschrieben, „Du sollst den Namen Gottes deines Herrn nicht vergeblich führen“. Fällt dir dann ein, im Handel zu lügen und zu betrügen, so sprich: „Du sollst nicht stehlen, sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten“. Gelüstet es dich, am Feiertag knechtliche Arbeit zu verrichten, so ziehe sofort das Schwert und sprich: „Gedenke, dass du den Sabbat heiligst“. Kommen dir verächtliche Worte gegen deine Eltern auf die Zunge, so halte sie zurück, denn der Herr gebietet: „Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass du lange lebst auf Erden“. In gleicher Weise mache es bei allen anderen Anfechtungen gegen die heiligen zehn Gebote. Hättest du aber selbst die zehn Gebote Gottes nicht, so hast du doch die Vernunft, welche dir sagt: Was du willst, dass dir der Nächste tue, das sollst du auch ihm tun, und was du willst, dass er von dir ertrage, das ertrage du auch von ihm. Diese Forderung der Natur allein wäre schon ausreichend, um damit alle Versuchungen gegen den Nächsten zu überwinden.

Ebenso wie wir im Worte Gottes ein Schwert haben, um unsere Seele vor der Sünde und dem geistlichen Tode zu bewahren, so hat auch der böse Feind sein Schwert, nämlich die Todsünden, womit er die Seelen der Menschen zu Grunde richtet; denn also spricht der Weise: „Jedes Laster ist wie ein zweischneidiges Schwert, dessen Wunden unheilbar sind.“9) So wie es nun sieben Teufel waren, welche der ausgetriebene Geist im Evangelium mit sich nahm, alle schlimmer als er, so sind es auch sieben Haupt- und Todsünden, womit der Versucher als mit ebenso vielen Schwertern die Seelen zu verderben sucht.

I. Die Hoffart.

Das erste Schwert, womit der böse Geist die Seelen zu töten trachtet, ist die Hoffart. Wen er damit trifft und verwundet, der schwillt auf gleich dem Frosche in der Fabel, der so groß sein wollte wie der Ochse, und sich so lange aufblähte, bis er endlich zerplatzte. So bläht sich auch der Hoffärtige in seinem Dünkel gewaltig auf, will jeden anderer überragen und weit über das Ziel, das Gott ihm gesetzt hat, hinauskommen.

In dieser Wunde, welche die Hoffart dem Menschen schlägt, sammelt sich eine Menge abscheulichen Unrats. Es ist das vorerst die Prahlerei. Der Hoffärtige will überall seinen Ruhm ausbreiten und seine Herrlichkeit zeigen; er prahlt mit seinen Heldentaten und weiß immer wieder die Rede auf dieselben zu lenken. Hat er z. B. im Kriege eine kleine Wunde, die längst wieder geheilt ist, davongetragen, so muss man bei jeder Gelegenheit davon hören. Der zweite Unrat ist die Sucht, durch neue Moden zu glänzen. Da hat jemand die neueste Form des Schleiers, oder der Hosen, wie sie noch niemand besitzt; das macht Aufsehen. Ein anderer trägt statt des herkömmlichen Vollbartes einen halben Bart; er zieht damit aller Augen auf sich und meint nun, ein ganzer Mann zu sein, ist aber nur ein ganzer Tor. Ein verständiger Mensch ist schlicht und einfältig und gibt nichts auf solche Sachen. Der dritte Unrat ist die Gleisnerei. Da er sich in Wahrheit keiner löblichen Dinge rühmen kann, so nimmt er den Schein der Tugend an, die er nicht besitzt, und stellt sich, als ob er fromm, mäßig, keusch, ein Liebhaber der Ehrbarkeit sei u. dgl.; es ist aber nichts Wahres daran. Der vierte Unrat ist die Rechthaberei. Er lässt sich von niemanden belehren, geht von seiner einmal gefassten Meinung nicht ab, denn er will gescheiter sein, als jeder andere. Der fünfte Unrat ist die Hartnäckigkeit. Er lässt von keinem Vorhaben ab, fügt sich in keines Menschen Willen, kann sich niemanden unterordnen, aus Furcht, er möge dadurch an seinem Ansehen verlieren. Der sechste Unrat ist die Streitsucht. Er will ewig das letzte Wort haben, überschreit jedermann und meint, dadurch Sieger über alle geblieben zu sein. Schweigen wäre ja schimpflich für ihn. Der siebente ist der Ungehorsam. Er will niemanden untergeordnet sein, die Gebote seines Oberen nicht erfüllen, und wenn er es dennoch tut, wenigstens seinen nächsten Oberen übergehen und nur dem höheren Oberen folgen, denn sonst wäre er ja nicht der große Mann, den er gerne spielt. Alles das stammt aus der Hoffart. Sie ist jenes „feurige zuckende Schwert“,10) welches dem Adam den Eingang in das Paradies verwehrte, weil er aus Hoffart Gott gleich sein wollte. Die Hoffart ist ein feuriges Schwert, denn sie verzehrt jeden, gegen den sie gerichtet ist, durch unbändigen Grimm. Sie ist auch ein zuckendes Schwert, denn sie nimmt mancherlei Gestalt und Schein an, wendet sich bald gegen Gott, bald gegen den Oberen, bald gegen die Brüder; sie treibt Spiegelfechterei jeder Art, nur um zu glänzen, von jedem geehrt und gefeiert zu werden.

Dieses Laster soll jeder Mensch, ganz besonders aber eine Ordensperson, in sich unterdrücken und nach wahrer Demut und Bescheidenheit, nach Gehorsam und Nächstenliebe trachten. Ohne diese Tugenden, die den Menschen innerlich gut machen, nützen alle äußeren Übungen des Singens, Lesens, Fastens, Wachens und der rauen Kleidung nichts. Diese sind ja nicht der letzte Zweck des Ordenslebens, sondern nur Mittel, um die bösen Neigungen auszurotten und jene inneren Tugenden zu gewinnen. Zu diesen sind denn auch die jungen Ordensleute stets allen Ernstes anzuhalten, damit sie frühzeitig dem Fleische und sich selbst absterben. Geschieht das nicht, so bleiben sie bis zu ihrem Tode, was alle anderen fleischlichen Menschen sind: sie können einander nicht ertragen, mit den Fehlern der Mitschwestern nicht Geduld haben; es ist kein Friede im Hause, keine Freude in den Herzen; das Kloster wird ihnen zur Vorhölle, während es ihr Paradies geworden wäre, wenn man sie zur Übung der Tugenden angeleitet hätte.

Nun sprichst du: „Wie erwehre ich mich dieses Schwertes der Hoffart?“ Ergreife gegen sie das Schwert des Wortes Gottes, bete, wie es im Paternoster heißt: „Geheiligt werde dein Name“, nicht der meinige. Verleihe mir Demut, o Herr, treibe die Hoffart von mir aus, auf dass ich in allen Dingen deine Glorie und Ehre, nicht die meinige suche.

II. Der Neid.

Das zweite Schwert des bösen Feindes ist der Neid. Dieser folgt unmittelbar auf die Hoffart; denn sobald der Hoffärtige sieht, dass ein anderer Ansehen gewinnt, so betrübt er sich darüber, dass seine Ehre darunter leidet. Während die Hoffart den Menschen aufbläht, verdreht ihm der Neid den Kopf, so dass er den Glücklichen nicht mehr gut ansehen kann und zur Seite schaut, wenn man diesen lobt. Ein Junker geht deshalb nicht gerne zusammen mit einem, der bessere Hosen anhat, eine Frau meidet die Gesellschaft einer schöneren Frau, um nicht von ihr in den Schatten gestellt zu werden. Sogar ein Prediger, in dem der Neid Platz gegriffen, will nicht einen anderen loben hören. Und so beneidet ein Handwerker den anderen, eine schöne Person die andere.

Wenn jemand von dem Schwert des Neides getroffen ist, so sammelt sich gar viel Unrat in seiner Wunde. Wo er glaubt, dass ein anderer ihn verdunkeln wolle, da ist er nur darauf bedacht, wie er dessen Ehre und Ansehen schmälere. Bald tut er es durch Ohrenbläserei und heimliche Verdächtigung. Da heißt es: Die Lehre dieses Predigers ist falsch, seine Behauptungen sind grundlos u. dergl. Dann kommt es zur offenen Ehrabschneidung. Was er anfänglich nur ganz vertraulich einem und dem anderen ins Ohr gesagt hat, das spricht er jetzt öffentlich aus, um den Ruf des Gegners zu vernichten. Stößt dann dem Beneideten ein Unglück zu, wird er gemieden und gelästert, so fühlt der Neidische darüber Schadenfreude. Geht es ihm aber wohl, so macht das dem Neidischen Verdruss; er betrübt sich über das Glück des Nächsten. Endlich fasst er Hass gegen den Glücklichen, kann ihn weder sehen noch hören, und was man immer Gutes von ihm sagt, ist ihm aufs höchste zuwider. Seht da, welches Unheil der Teufel durch dieses Schwert des Neides anrichtet, gleich dem Schwert, welches Aod dem Moabitischen König Eglon11) mitsamt dem Griff in den Leib stieß. Mehr noch darf man es mit dem Schwert Goliaths vergleichen, mit welchem David dessen eigenes Haupt abschlug; denn der Neid sticht zuerst und am meisten sich selbst und wendet sich gegen seinen eigenen Ursprung, gleichwie der Holzwurm an seiner eigenen Mutter nagt, die ihn geboren hat.

„Wie werde ich aber Herr über dieses Laster?“ sprichst du. Ergreife das Schwert des Wortes Gottes und bete, wie es in dem Paternoster heißt: „Zu uns komme dein Reich!“ nicht das Reich der Ehre dieser Welt, welche hinschwindet und vergeht, sondern das Reich der ewigen Seligkeit, in welchem wir alle Könige und Kaiser werden und ewige Seligkeit genießen, wo man weder Neid noch Missgunst kennt, weil dem Glücke keines Seligen dadurch Abbruch geschieht, dass andere an demselben teilnehmen, wo vielmehr allen alles gemeinsam ist durch die Liebe, und jeder sich freut über die Gaben und Gnaden, die alle anderen haben.

III. Der Zorn.

Das dritte Schwert des bösen Feindes ist der Zorn. Wer mit ihm geschlagen wird, der gerät in eine Art von Raserei. Der Zorn ist wirklich ein kurzer Wahnsinn. Ein Mondsüchtiger hat doch noch seine lichten Augenblicke, der Zornige aber kommt, so lange diese Leidenschaft dauert, nicht zur Vernunft, oft einen ganzen Tag lang und darüber.

Wenn jemand von dem Schwert des Zornes getroffen ist, so sammelt sich gar viel Unrat in seiner Wunde. In seinem Innern empfindet er Unwillen und Widerwillen gegen den Beleidiger, und alle seine Gedanken sind darauf gerichtet, wie er Rache an ihm nehmen möge. Dann bricht der Zorn in Worten aus, in Schreien, Toben und Schmähen, sogar in Fluchen und Gotteslästerungen. Zuletzt geht er in Tätlichkeiten über; es kommt zum Schlagen und Verwunden. Daraus ist denn recht klar zu ersehen, wie wahnsinnig der Zorn den Menschen macht. Er gleicht dem Schwert, in welches sich der König Saul stürzte. Der Zornige tötet sich selbst zuerst mit dem Schwert des Zornes, ehe er Rache nimmt an seinem Feinde.

„Wie soll man aber dem Zorne widerstehen?“ Habe acht auf dich selbst, wenn er sich eben in dir regen will. Man verlacht dich, spottet deiner, sieht dich sauer an; darüber wirst du unwillig. Sieh, jetzt hat der Teufel nach dir geschlagen; jetzt greife nach dem Schwert des Wortes Gottes und bete, wie es im Paternoster heißt: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden.“ Herr, ich will nicht, dass mein Wille geschehe, dass man mir willfahre. Zürne mir nicht, dass ich meinen Willen über den deinigen gesetzt habe, sondern gib, dass ich in Krankheit, Leiden und Widerwärtigkeiten stets von Herzen das wolle, was du willst. Lass auf mich fallen, was immer dir wohlgefällt, und verleihe mir gnädig, meinen Willen mit deinem göttlichen Willen zu vereinigen. Nicht wie ich will, sondern wie du willst. Amen.

IV. Die Trägheit.

Das vierte Schwert ist die Trägheit im Dienste Gottes. Wen der Teufel damit schlägt, dem lähmt er die Füße, so dass er auf dem Wege der Gebote und der Räte Gottes keinen Schritt mehr vorwärts kommt. Alle geistlichen und göttlichen Dinge sind ihm zuwider und höchst lästig. Gar traurig sieht es besonders um Ordensleute aus, welche dieser geistigen Trägheit verfallen. Sie haben um Gottes willen alle Lust der Welt, alle Ehre dieser Zeit und alle irdischen Güter verlassen; wenn sie nun auch noch Gott und seine Gnade verlieren, so haben sie sich um alles gebracht, haben Irdisches und Himmlisches verloren. Das soll jedoch nicht auf diejenigen bezogen werden, deren Wille frisch und tapfer bleibt, wenn auch ihre Sinnlichkeit erschlafft, und ihr Herz trocken und ohne alle Neigung zu den göttlichen Dingen ist. Magst du auch dem natürlichen Menschen nach weit lieber hinter dem Ofen sitzen bleiben, als zur Kirche gehen; das ist noch nicht Trägheit, wofern du dich nur aufraffst und mit dem Willen nach Gott trachtest.

Wer dem Schwert der Trägheit erlegen ist, der sammelt sich gar viel Unrat in seiner Wunde, besonders wenn er sich dem Ordensleben gewidmet hat. Da er an allen geistlichen Dingen keinen Geschmack mehr findet, so flieht er nicht nur das Ziel und Ende des geistlichen Lebens, sondern auch alle Mittel und Wege, welche dahin führen. Er flieht vorerst das Himmelreich, denn er überlässt sich der Verzweiflung. Es dünkt ihm unmöglich, dass er zur ewigen Seligkeit gelange. Darum überlässt er sich auch dem Kleinmut, durch Beobachtung der Räte Gottes den Himmel an sich reißen zu können. Er lässt so gerade die Mittel liegen, welche ihn am sichersten zur ewigen Seligkeit führen würden. Darnach lässt er in seiner Erschlaffung sogar von den Geboten Gottes ab, von denen doch geschrieben steht: „Willst du zum Leben eingehen, so halte die Gebote.“12) Nun erfasst ihn Groll und Bitterkeit gegen alle Menschen, welche ihn mahnen und antreiben wollen, die Räte und Gebote Gottes zu halten und nach dem Himmel zu trachten; ja er richtet zuletzt seinen Hass gegen alle geistlichen Übungen, gegen alle Werke der Gottseligkeit; er eifert und streitet gegen sie aus allen Kräften, weil sie ihm höchlich zuwider sind. Da nun aber kein Mensch auf die Dauer ohne alle Lust sein kann, ihm aber alle geistliche Freude abgeht, so wirft er sich auf sinnliche Lust und irdische Freuden, lässt seine Phantasie ausschweifen und beschäftigt sie mit unziemlichen Dingen. Er hat keine Freude am Gebete und an der Betrachtung, er liebt nicht die Sammlung des Geistes; darum ist ihm seine Zelle zu eng, er sitzt lieber in der Gesellschaft beim Spielbrett, läuft lieber durch alle Gassen der Stadt, sucht Unterhaltung auf oder liegt Stunden lang im Fenster und vertreibt mit solchen Eitelkeiten den ganzen Tag. Wer aber nicht bei sich bleiben, sich nicht gesammelt halten kann, der glaube fest daran, dass ihn der Teufel mit dem Schwert der Trägheit geschlagen hat. Sage nicht, du hast solche Unterhaltungen notwendig, wenn du nicht durch das Schweigen und Meditieren von Sinnen kommen sollst. Gerade diese Ausschweifungen verwirren deinen Sinn, machen dich ungeschickt zu allen geistlichen Dingen; das Schwert der Trägheit bringt dir den Tod wie dem Königssohn Isboseth13) das Schwert Rachabs, als er seinen Mittagsschlaf hielt. Dem Isboseth gleich schlafen die faulen und erschlafften Menschen in der Mittagshitze, während ihre Brüder und Schwestern von der Liebe Gottes entbrannt sind und ihm mit heiligem Eifer dienen. Was Wunder, wenn sie der Teufel mit den abscheulichsten Bildern und Vorstellungen überfüllt und ihre Seele tötet?

Nun fragst du: „Wie soll man dieses Schwert der Trägheit von sich abwehren?“ Ergreife das Schwert des Wortes Gottes und bete, wie es in dem Paternoster heißt: „Gib uns heute unser tägliches Brot.“ Gib mir, o Herr, deine Gnade, dass ich in deinem heiligen Dienste nicht erschlaffe, stärke mich, dass ich willig und mutig deine Gebote und Räte erfülle und nicht dem Kleinmut und der Verzagtheit anheimfalle; frische auf mein vertrocknetes Herz, damit ich dir in aller Freudigkeit diene. Ganz besonders aber bitte Gott, dass er dir wie dem müden Elias das Aschenbrot des heiligen Sakramentes spenden möge, damit du gleich ihm neugestärkt und erquickt kraft dieser Speise die Wanderung zum Berge Gottes fortsetzen mögest.

V. Der Geiz.

Das fünfte Schwert des bösen Feindes ist der Geiz. Derselbe offenbart sich in zweifacher Weise: entweder in der unersättlichen Begierde, Geld und Gut zu sammeln und anzuhäufen, oder in der Sucht, den Besitz festzuhalten, ohne den Armen davon mitzuteilen. Wer von diesem Schwert getroffen wird, der wird an den Händen gelähmt, so dass er sie nicht öffnen kann, um Wohltaten zu spenden. Damit dieses Laster in den Klöstern nicht aufkomme, so besteht in denselben die weise Anordnung, dass die Ordensleute keinerlei Eigentum besitzen dürfen, dass ihnen nichts von allem, was sie gebrauchen, als eigen gehört, dass sie eine gemeinsame Kleiderkammer haben, aus der gemeinsamen Küche ihre Speise, aus dem gemeinsamen Keller ihren Trank erhalten. Keine darf daher auch von ihren Angehörigen für sich ein Geschenk annehmen, sondern, was gegeben wird, ist für diejenigen, welche es bedürfen. Wo das nicht gehalten wird, wo die einzelnen Schwestern für sich Geschenke annehmen und für sich behalten, da sind sie vom Teufel mit dem Schwert des Geizes geschlagen, und das geistliche Leben hat bald ein Ende. Nur wo wahre Armut und Gemeinschaft der Güter besteht, sind die Herzen von der Anhänglichkeit an das Irdische frei und ledig.

Wer von diesem Schwert getroffen ist, in dessen Wunde sammelt sich großer Unrat. Vorerst verhärtet sich sein Herz gegen die Armen. Je mehr er besitzt, desto hartherziger wird er. Mit der einen Hand rafft er zusammen, mit der anderen hält er fest, und wenn das gar in einem Kloster vorkommt, dann gilt das Sprichwort: Je geistlicher, desto geiziger. Zu dieser Hartherzigkeit gesellt sich die beständige Unruhe und Begierde, noch mehr zu gewinnen. Tag und Nacht wird er von dieser Sorge gequält. Von da ist nur ein Schritt zu Gewalttätigkeiten gegen die Schwachen. Die Herren und Machthaber nehmen mit Gewalt und widerrechtlich den Untertanen und Armen, die sich nicht wehren können, das Ihrige. Kann der Geizige nicht Gewalt brauchen, so wendet er List und Schmeichelei, Lug und Trug an, um den Nächsten zu übervorteilen; ja er scheut sich nicht einmal, seine Lüge mit einem Meineid zu bekräftigen. Daher denn eine Menge von Betrügereien und Fälschungen im Handel und Gewerbe und endlich gar der schnödeste Verrat, wie Judas ihn für dreißig Silberlinge an seinem Herrn und Meister begangen hat.

Ein Vorbild dieses furchtbaren Schwertes ist jenes Schwert, womit der Fürst der Kananiter Adonibezek siebzig Königen die Hände und Füße verstümmelte, worauf sie dann den Abfall der Speisen unter seinem Tische auflasen. Jeder Geizige ist so an Händen und Füßen verstümmelt; denn er hat keine Hände zum Wohltun und keine Füße, um auf dem Wege Gottes zu wandeln. Er kriecht nur auf der Erde, und selbst von dem Irdischen empfängt er für sich nur den Abfall, denn er gönnt sich nur sauren Wein, schimmeliges Brot, faule Äpfel, verdorbenes Fleisch; was nicht schlecht und abgestanden ist, kostet ihm zu viel.

„Ach Gott“, sprichst du, „wie erwehre ich mich dieses Schwertes“? Kämpfe dagegen mit dem Schwert des Wortes Gottes; bete, wie es in dem Paternoster heißt: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Verzeihe uns jeden Betrug, den wir gegen unseren Nächsten durch Simonie und Übervorteilung im Handel begangen haben, und wofür wir ihm schuldig sind, Rückerstattung zu leisten. Gib mir, o Herr, ein williges Herz, damit ich alles Unrecht gut mache, und lasse mir mein. Unrecht nach, das ich gegen meinen Nächsten getan habe, sowie auch ich ihm gerne um Gottes willen verzeihe.

VI. Fraß und Völlerei.

Das sechste Schwert ist Fraß und Völlerei. Wem der Teufel damit auf den Mund schlägt, der denkt an nichts mehr, als an Essen und Trinken; er überlädt sich mit Speise und Trank, nimmt mehr zu sich, als zur Erhaltung des Lebens und zur Erfüllung der Berufspflichten erforderlich ist, und trachtet stets nach köstlichen und seltenen Leckerbissen. Er pflegt sich so, wie man des Edelfalken wartet, und dient seinem Bauche als einem Gott. Wo das ist, da hat alles geistliche Leben ein Ende. Die Unmäßigkeit ist zwar nur dann eine Todsünde, wenn man sich dadurch seiner Vernunft beraubt oder sich unfähig macht, eine wichtige Pflicht zu erfüllen, z. B. den Gottesdienst an Sonn- und Festtagen zu besuchen; aber von einem abgetöteten Leben und einem Streben nach dem, was oben ist, kann da keine Rede mehr sein.

Wenn der Teufel jemand mit diesem Schwert getroffen hat, so sammelt sich gar viel Unrat in seiner Wunde. Dieses Laster stumpft den Geist ab, regt die Sinne auf, führt zu törichten Reden, zu unsinnigem Benehmen und endlich zu den größten Schamlosigkeiten.

Dieses ist das Schwert, womit Joab den Amasa erschlug, während er ihm mit der Rechten an das Kinn griff, ihn küsste und zu ihm sprach: „Grüß dich Gott, mein lieber Bruder!“14) So verführerisch wirkt auch Speise und Trank, die man nicht mit Maß und aus Notdurft, sondern nur allein aus Lust genießt. Ich sage damit nicht, du darfst keinen Genuss am Essen und Trinken haben, denn das wäre unnatürlich, sondern nur, du sollest nichts der bloßen Lust wegen genießen, sollst dich von der Lust nicht beherrschen lassen, sollst, wie der heilige Augustin von Gott gelehrt ward, Speise und Trank nur wie eine Arznei zu dir nehmen, zur rechten Zeit, im rechten Maß, in der rechten Meinung. Alles andere ist Fraß oder Völlerei.

„Wie soll ich mich aber gegen dieses Schwert zur Wehr setzen?“ Ergreife das Schwert des Wortes Gottes, bete, wie es im Paternoster heißt: „Führe uns nicht in Versuchung.“ Sieh, o Herr, wie mich der Teufel bedrängt; lass mich nicht von der Essbegierde überwunden werden. So wurde einst auch der Herr versucht, als der böse Feind in ihn drang: „Sprich, dass diese Steine Brot werden“; er aber wehrte ihn ab mit dem Schwert des Wortes Gottes: „Der Mensch lebt nicht vom Brote allein, sondern von jedem Worte, das aus dem Munde Gottes kommt.“ So soll denn der Christ bei Tisch auf sich achthaben und den Herrn anrufen, dass er ihm verleihen möge, seine Gaben mäßig und dankbar zu gebrauchen, nur nach Vernunft und Notdurft und nur zur größeren Ehre Gottes Speise und Trank zu genießen.

VII. Unkeuschheit.

Das siebente und letzte Schwert, mit welchem der böse Geist die Seele der Menschen zu töten sucht, ist die Unkeuschheit. Dieses Schwert schont keines Menschen, niemand ist vor ihm sicher. Die Fleischeslust versucht Junge wie Alte, Arme wie Reiche, geistliche wie weltliche Personen. Wer von diesem Schwert getroffen wird, den bringt es um all seinen Verstand, und er wird mit Recht von jedermann ein Tor genannt. Solche Toren sind aber nicht bloß diejenigen, welche abscheuliche Werke vollbringen, die wir hier nicht mit Namen nennen wollen, sondern auch schon diejenigen, welche freiwillig Schändliches vorhaben, und selbst diejenigen, welche sich in solchen Gedanken und Vorstellungen erlustigen. Sie tragen glühende Kohlen in ihrem Schoße und sind unsinnig genug, diese nicht abzuschütteln.

Großer mächtiger Unrat sammelt sich in der Wunde, welche das Schwert der Unkeuschheit schlägt. Das erste ist Blindheit des Geistes. Wenn die niedrigen Triebe, wie das hier geschieht, mächtig aufgeregt und von der Lust fortgerissen werden, so wird notwendig die Vernunft dadurch getrübt. Darum sagt denn auch Daniel zu dem wollüstigen Alten: „Die Schönheit hat dich verblendet, und die böse Lust hat dein Herz verkehrt.“15) Das zweite ist Unbesonnenheit. Da fehlt alle Überlegung, es wird kein Rat angenommen, sondern man stürzt Hals über Kopf in den Strudel. Das dritte ist Unbeständigkeit. So gut und fest auch die Vorsätze sind, das Laster und die Gelegenheit zu demselben zu meiden, so schnell sind sie bei einem. Wort, einem Blick, einer Träne verflogen. Das vierte ist Selbstsucht. Der Wollüstling geht bei allem, was]er tut, nur auf Sinnenlust und Ergötzung des Fleisches aus, hat keinen Sinn für anderes. Das fünfte ist Hass Gottes. Gott der Herr stört ja den Wüstling in seinem Genuss durch die Bisse des Gewissens, das ihm keine Ruhe lässt. Das sechste ist die Liebe zur Welt. Der fleischliche Mensch möchte Gott gern seinen Himmel schenken, wenn er ihm nur ewiglich den Genuss der Welt lassen wollte. Deshalb hört er auch nicht gern vom Tode reden, weil dieser aller Lust eine Ende macht. Nach dem Himmel hat er aber gar kein Verlangen, weil er keine andere Seligkeit kennt, als die Lust des Fleisches.

Dieses Schwert der Unkeuschheit wütet ärger, als das Schwert des Abner16), das den Asael erschlug, weil dieser trotz aller Warnung nicht abließ, ihn zu verfolgen.

Und nun fragst du: „Was soll ich tun gegen das Laster der Unkeuschheit?“ Rufe aus dem Grunde deines Herzens, wie du im Paternoster gelehrt wirst: „Erlöse uns vom Übel!“ Dieses Schwert des Wortes Gottes ist mächtig, alle Versuchung niederzuschlagen. Wo gäbe es auch ein größeres Übel, als dieses, welches nicht nur die Seele tötet, sondern auch den Leib schändet, den Herzensfrieden raubt, das eheliche Glück zerstört und tausend Leiden nach sich zieht? Mit Recht wendet man deshalb auch die stärksten Mittel gegen dieses Laster an; man entzieht sich nahrhafte Speisen, hitzige Getränke und selbst die Nachtruhe; man trägt ein raues Bußkleid, geißelt das Fleisch und schwächt es in jeder Weise ab. Aber ohne Gebet werden alle diese Arzneien nicht helfen, wie geschrieben steht: „Da ich wusste, dass ich nicht anders enthaltsam sein könnte, es würde mir denn von Gott gegeben, so trat ich vor den Herrn und bat ihn um diese Gabe.“17) So ziehe denn dieses Schwert des Wortes Gottes und bete: „Erlöse uns von dem Übel“ der Fleischeslust. Rufe zu Gott mit dem heiligen Petrus: „Herr rette uns, sonst gehen wir unter.“18) Rufe Maria, die heilige Mutter Gottes, und alle lieben Heiligen an, dass sie dir helfen mögen, Gott für dich zu bitten. Rufe besonders den heiligen Antonius an, dass er dir zu Hilfe komme, damit das Feuer der Sünde dich nicht verzehre. Tust du das alles, so kämpfst du einen guten Kampf und wirst sicher nicht unterliegen.19)

Waffen gegen jegliche Anfechtung.

Nun fragst du noch: Wie soll ich mich überhaupt in den Anfechtungen verhalten, damit ich nicht von der Sünde überwunden werde, und wie kämpfen, damit ich den Seelenfrieden gewinne und bewahre? Mache es wie der Löwe, wenn er von dem Jäger angegriffen wird. Da er den Anblick des blitzenden Schwertes nicht ertragen kann, so drückt er die Augen zu, schlägt mit dem Schweife die Erde20) und stürzt dann wütend auf seinen Feind los. Schließe du ebenso dein Auge gegen alles, was dich in der Welt blendet oder erschreckt, und betrachte, dass du Staub und Erde bist, denke an deinen Tod, an dein baldiges Ende, so wirst du dich leicht aller Laster erwehren. Wenn du am Morgen erwachst, so stelle dir vor, wie der heilige Basilius ermahnt, du wirst diesen Tag nicht überleben, und wenn du dich zur Ruhe legst, so sage dir, du wirst nicht mehr lebendig von deinem Bette aufstehen. Wer das täglich tut und sich von dieser Überzeugung recht durchdringen lässt, der widersteht allen Lockungen der Sünde und überwindet alle Schwierigkeiten im Dienste Gottes. Von dieser Betrachtung des Todes steht ja geschrieben: „Denke an die letzten Dinge, und du wirst in Ewigkeit nicht sündigen.“21) Denke also an deinen Tod, an das Gericht, an Himmel und Hölle, und du wirst vorsichtig wandeln und mutig streiten.

Schon dieser Gedanke an den Tod gewährt einem gottesfürchtigen Menschen großen Frieden trotz allen Anfechtungen. Soll aber der Friede vollkommen werden, so übe dich beständig in diesen drei Stücken: im Leiden, Meiden und Schweigen. Leide, was du von den Brüdern und Schwestern zu ertragen hast, und leide, was Gott der Herr dir auferlegt. Verlange nicht, dass sich jeder nach dir richten, deinen Willen tun und dir zu gefallen leben soll; murre und klage nicht, wenn man deinen Wünschen zuwider handelt, bemühe dich vielmehr, jedem zu Gefallen zu sein, jedem zu dienen und zu gehorchen. Mache keinen Abgott aus dir selbst, suche nicht in allen Dingen was dir zusagt und dir angenehm ist; führe das nur nicht beständig im Munde und im Herzen, sondern frage, was der heilige Wille Gottes sei, was die Obern und was die Brüder wollen, und unterwirf dich jeder Kreatur um Gottes willen. Das bringt dir großen Frieden.

Meide und entbehre gerne alles Eigentum; habe lieber Mangel als Überfluss, denn dieser bringt dir nur Sorgen und Gefahren und zieht dein Herz von Gott und den himmlischen Dingen ab. Das gilt besonders von der Kleidung und dem Hausrat; je leerer und schmuckloser die Zelle, desto besser. Lass dein Herz an keinem Geschöpfe hängen, wes Namens es sei, und willst du wissen, ob dein Herz an irgendeinem irdischen Gute hange, so sieh zu, ob du gleichmütig dabei bleibst, wenn man es dir gibt, lässt oder entzieht. Ebenso meide: alles, was den Sinnen schmeichelt, was dem Gaumen angenehm ist, was dem Stolze zusagt. Begehre nichts, als dass der heilige Wille Gottes an dir und durch dich geschehe. Das gibt großen Frieden, auch bei den heftigsten Versuchungen.

Und endlich schweige gern. Schweige nicht nur zu Beleidigungen, schweige auch bei Vorwürfen, gegen welche du dich rechtfertigen könntest. Schweige, damit dein Gemüt in Gott gesammelt bleibe, und der Friede Gottes, der alle Begriffe übersteigt, wird deine Sinne und dein Herz beschirmen. Wo in einem Kloster nicht strenges Silentium beobachtet wird, da ist die Welt mitten im Kloster.

1)
Eph. 6, 17.
2)
Jes. 11,4
3)
Heb. 4,12
4)
Pred. 1, 2
5)
Luk. 6, 25.
6)
Matth. 4, 4.
7)
Mat. 4, 7.
8)
Mat. 4, 10.
9)
Sir. 21, 4.
10)
1. Mos. 3, 24.
11)
Richt. 3, 21.
12)
Matth. 19, 17
13)
2. Kön. 4, 5.
14)
2. Kön. 20.
15)
Dan. 13, 56.
16)
2. Kön. 2, 23.
17)
Weish. 8, 21.
18)
Matth. 8, 25.
19)
Anmerkung AJ (Glaubensstimme): Ich habe diesen Passus hier extra nicht gelöscht, auch wenn er der biblischen Lehre nicht entspricht. Johannes Geiler war kein evangelischer Prediger, sondern Vorreformator, der in den Lehren seiner Zeit sprach und lehrte.
20)
Plinius, Hist. nat. VIII, 19.
21)
Sir. 7, 40.
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