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| - | Haggai 1,9. | ||
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| - | Text: **Denn ihr wartet wohl auf viel, und siehe, es wird wenig; und ob ihr es schon heimbringt, so zerstäube ich es doch. Warum das? spricht der HErr Zebaoth. Darum, dass mein Haus so wüste steht, und ein jeglicher eilt auf sein Haus.** | ||
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| - | In Christo Geliebte! Erntedankfest zu halten hat uns heute der HErr in Sein Haus geführt. Wie, Erntedankfest? | ||
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| - | Gottes Antwort auf die Frage: „Warum nur eine kärgliche Ernte?“ lasst uns aus unserm Text vernehmen und zwar 1) indem wir Gottes Strafwort willig und ohne Weigern annehmen, damit wir 2) auch den Trost uns aneignen dürfen, den es uns anbietet. | ||
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| - | Zum Ersten versehen wir uns in die geschichtliche Umgebung und in die Zeit, in welcher der Prophet Haggai ausgesandt war, seinem Volke Gottes Strafwort zu verkündigen. Wunderbar und über Erwarten, über Bitten und Verstehen hatte der HErr Seine Gefangenen aus Babylon errettet und zurückgeführt ins heilige Land. Sie fingen wieder an die in Trümmern liegende Stadt zu bauen und die Mauern des Tempels aufzurichten. Aber siehe! was geschah? Man merkte, dass sie beim Bauen ihrer Häuser eifriger waren als beim Bauen des Tempels; dazu fing es an, ihnen an Zeit und Neigung zu fehlen. Denn auf das Gebirge sich zu begeben und dort Zedern und Terebinthen auf beschwerlichem Wege zur Förderung des Tempelbaues herunterzuholen, | ||
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| - | Nichts ist auch für die bloße Vernunft klarer und einleuchtender, | ||
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| - | In jedem Strafwort liegt allemal auch ein Trost verborgen. Nun welcher? Nun, meine Geliebten! Dass Gott sich noch um uns kümmert! Ist das nicht Trost genug? Was sollten Christen sagen, wenn es einem solchen Geschlechte wie dem unsrigen immer nur wohl gehen sollte? Sie müssten sagen: „Nun wandern wir aus, denn wenn Gott gar nicht mehr straft, wenn Er auch den Stab Wehe“ über einem Volke zerbricht, dann hat Er es aufgegeben“. Seht einmal hinein in die Heidenländer, | ||
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