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| - | ======Besser, | ||
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| - | gehalten am fünften Sonntag nach Trinitatis, den 5. Juli 1874. | ||
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| - | Johannis 6, 66-69.\\ | ||
| - | Text: **Von dem an gingen seiner Jünger viele hinter sich, und wandelten hinfort nicht mehr mit ihm. Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: HErr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.** | ||
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| - | Geliebte Kinder, so ist denn die Stunde gekommen, die ihr in der Zeit eures Unterrichts mit sehnlichem und immer sehnlicherem Verlangen herbeigewünscht habt und es stünde mit euch dann am besten, wenn es in euch hieße: „Nun halte mich niemand mehr auf, dem entgegen zu kommen, der als mein Bräutigam zu mir kommt, auf dass ich das Abendmahl mit ihm halte.“ Nichts soll euch dies eine verkleinern oder in Schatten stellen, auch das nicht, was ich euch jetzt noch sagen und ans Herz legen will, indem ich euch den Brautschleier noch ein wenig fester binden möchte, nicht bloß für heute, sondern für euer ganzes Leben. Ich habe es mehr als einmal erfahren, dass nicht bloß die Sprüche und Liederverse, | ||
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| - | „Von dem an gingen Viele Seiner Jünger hinter sich und wandelten hinfort nicht mehr mit Ihm. Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete Ihm Simon Petrus: HErr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, dass Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ | ||
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| - | „Von dem an“ | ||
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| - | Wovon redet St. Johannes, da er diese traurige Begebenheit berichtet, dass die Jüngerzahl sich lichtete, dass viele dem Heiland den Rücken kehrten; wann war das? Ach, meine lieben Kinder, das war da, als sie in der Schule von Kapernaum die Rede des Heilandes gehört hatten von dem Genuss Seines Fleisches und Blutes, als Er von dem ihnen geweissagt hatte, was Er ein Jahr nachher leibhaftig tun wollte: „Und das Brot, das Ich geben werde, ist mein Fleisch, das Ich geben werde für das Leben der Welt - wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der hat das ewige Leben“. Von da an gingen viele hinter sich und wandelten hinfort nicht mehr mit Ihm! Sie hätten lieber einen Heiland gehabt nach ihren fleischlichen Gedanken, einen Christus, der sich hätte „haschen“ und zum Könige machen lassen, statt dass Er vor ihnen auf dem Berge entwich; bei dem Heiland, der durch Sterben führt, bei Ihm, dem König der ewigen Barmherzigkeit, | ||
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| - | Das erste also, was ich euch ans Herz legen will, ist dies: Der Heiland, der dich gemacht hat, der ewige Richter, Er dein Heiland, der dich auch erlöst hat, der dir Seine Wundenmale zeigt, indem Er spricht: „Siehe, in die Hände habe Ich dich gezeichnet, du bist Mein“ der fragt dich so: „Willst du auch weggehen? | ||
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| - | Liebe Kinder! Ihr alle habt den Segen, dass ihr von Kind auf das geglaubt habt, dass euch Johannis Wort an seine Kinder gilt: „Ihr kennt den Vater!“ Dankt innig eurem Gott dafür, und wenn ihr nach Haus kommt, fallt euren Eltern um den Hals und dankt ihnen für diesen größten Schatz, den Eltern ihren Kindern sammeln mögen. Nicht wahr, ihr kennt das noch nicht, was es heißt: nicht glauben? Aber seht, nun steht noch ein Wörtlein dabei, das Wörtlein: „wir haben erkannt“, d. h. nicht bloß auswendig gelernt, wir wissen es nicht bloß, die Teufel wissen das auch, aber mit Zittern; nein, erfahren und erlebt haben, dass dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben, das ist's, was hier Petrus bekennt. „Hast du nicht dieses verspürt? | ||
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| - | Liebe, die mich hat gebunden\\ | ||
| - | An ihr Joch mit Leib und Sinn, | ||
| - | Liebe, die mich überwunden \\ | ||
| - | Und mein Herze hat dahin: \\ | ||
| - | Liebe, dir ergeb ich mich, \\ | ||
| - | Dein zu bleiben ewiglich! | ||
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| - | Amen! | ||
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