Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen der Seite angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorherige Überarbeitung | ||
| besser_predigten:besser_predigten_1_advent_2 [] – angelegt aj | besser_predigten:besser_predigten_1_advent_2 [Datum unbekannt] (aktuell) – gelöscht - Externe Bearbeitung (Datum unbekannt) 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ======Besser, | ||
| - | |||
| - | Römer 13, 11-14. | ||
| - | |||
| - | Text: **Und weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, sintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wir es glaubten. Die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbeigekommen; | ||
| - | |||
| - | „Nach Dir, HErr, verlangt mich. Mein Gott, ich hoffe auf Dich. Lass mich nicht zu Schanden werden, dass sich meine Feinde nicht freuen über mich.“ Mit diesen Worten des 25. Psalms begrüßte sich die alte Christenheit an dem ersten Morgen eines neuen Kirchenjahres! Und was will ein Menschenherz mehr, was wünscht es sehnlicher, als dass sein Verlangen gestillt werde! Es hat zu diesem Zweck die alte Kirche die heilige Adventszeit ebenso fast wie die heilige Fastenzeit als Bußzeit aufgefasst und was sind es nun für Gedanken gewesen, die sie zu solcher Auffassung bewogen haben? Geliebte! Es geht der Weg zur Weihnacht nur durch das Tal der Demütigung und durch das Tor der Buße! Johannes der Täufer, der Vorläufer des HErrn, der Engel, der vor dem HErrn hergesandt wurde, rief in seine Zeit hinein: „Tut Buße, denn die Art ist den Bäumen schon an die Wurzel gelegt“. Wie oft wie oft hast du, liebe Seele, in deinem Leben schon die Stimme, die Stimme des ersten Adventsonntages „Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig“ vernommen? wie oft ist es dir angepriesen worden in dieser Zeit, dass das Vaterherz deines Gottes sich öffne | ||
| - | |||
| - | „Und weil wir solches wissen,“ schreibt St. Paulus an die Römer. Er schreibt ihnen eine heilige Wissenschaft zu: „ihr wisst, dass die Zeit und Stunde da ist, aufzustehen vom Schlafe, sintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wir es glaubten.“ Nun, auch wir wissen, dass eine neue Zeit für uns da ist, dass wir jener Stunde noch so viel näher gekommen sind, und darum ruft die heilige Schrift in diesem Text uns zu: Benützet eure Zeit für die Ewigkeit. Wir fragen: 1. Welches ist unsre Zeit? 2. Wie stellen wir es recht an, sie für die Ewigkeit zu benützen? St. Paulus beschreibt den Römern ihre Zeit. Da ihr solches alles wisst solches, wie euer Wandel sein soll in der Liebe, in gutem Werk wie es euch ziemt weil ihr solches alles wisst, um so wichtiger ist es, dass ihr aufsteht vom Schlaf, „denn das Heil ist näher, denn da wir es glaubten“. Was meint der Apostel damit? Nun er meint nichts anderes, als die Offenbarung des Heils in Christo, die sie angefangen hatten zu glauben, und was St. Johannes meint, wenn er schreibt: „Wir sind Gottes Kinder und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden“. Dieses Heil, diese Erscheinung davon rückt immer näher! Unser Textwort erinnert oder bringt auch an dich, lieber Christ, eine Frage die Frage: Wie lange kennst du den HErrn Jesum als deinen Heiland. Ach dass z. B. alle Konfirmanden antworten könnten: „seit meiner Konfirmation“. Freilich Er hat dich je und je geliebt und gekannt, Sein erster Advent war, als er zu dir kam in der heiligen Taufe; jedoch, wie lange bist du zum Bewusstsein deiner Taufe gekommen und hast dir angeeignet das Heil in Christo? Nun wenn ihr erlebt habt die Geschichte vom verlornen Sohn, wenn ihr überdrüssig geworden seid der Träber, die die Welt euch gab, wenn ihr es erlebt habt, dass Er ein Hirte ist, der das verlorne Schäflein sucht und auf Seine Achseln nimmt näher seid ihr dann der Erscheinung des HErrn gekommen, und wenn ihr's erfahrt Er kann und will mich selig machen, Er macht mich wahrhaftig selig schon hier und schenkt mir auch dann und wann etwas zu schmecken von der Wollust Seiner allerseligsten Nähe näher seid ihr dann der Erscheinung des HErrn gekommen und damit auch eurem jüngsten Tag. Ach lasst uns doch einmal dies Jahr das neue Kirchenjahr recht nüchtern ansehen! es könnte doch das letzte Gnadenjahr sein. Fragen wir uns - sind wir wirklich unserm seligsten Ereignis, einem seligen Abschied näher gekommen? Oder ist das Wort „Abschied“ dir noch schrecklich, | ||
| - | |||
| - | Wie benütze ich meine Zeit recht für die Ewigkeit? Zuerst soll ich darauf achten, dass St. Paulus es für nötig gehalten hat, an die Römer die, so weit wir wissen, etwa seit zwanzig Jahren in dem Glauben an den HErrn standen, an Leute, von deren Glauben man in der ganzen Welt sagte - zu schreiben: „die Stunde ist da, aufzustehen vom Schlafe“. Ach ja nicht bloß die törichten Jungfrauen, die nicht mit dem Bräutigam ins Himmelreich hinein kommen, weil es für sie zu spät geworden, nicht bloß die entschliefen, | ||
| - | |||
| - | Ihr kennt ja wohl die Geschichte, wie einst der Kirchenvater Augustinus im innersten Seelenkampfe eine singende Stimme als eines Engels Stimme vernahm, die ihm zurief: Nimm und lies, und wie er alsbald im Römerbrief auf die Schlussstelle unserer Epistel traf. „Da drang,“ schreibt er in seinen „Erkenntnissen“, | ||
| - | {{tag> | ||