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| - | 1. Korinther 15, 1-10. | ||
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| - | **Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, des Evangelii, das ich euch verkündigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch steht, durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch verkündigt habe, so ihr es behalten habt, es wäre denn, dass ihr es umsonst geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, dass Christus gestorben sei für unsere Sünden nach der Schrift; und dass er begraben sei, und dass er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen; danach ist er gesehen worden von mehr denn fünfhundert Brüdern auf einmal, derer noch viele leben, etliche aber sind entschlafen; | ||
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| - | Geliebte Gemeinde! Nachdem ich eine Weile eurer beraubt gewesen bin, nach dem Angesicht, nicht nach dem Herzen, und nun zum ersten Male wieder euch grüße und mit dem Evangelium zu euch komme, wünsche ich herzlich, dass das Erkennungswort der Braut im Hohenliede: „Das ist die Stimme meines Freundes!“ sich in euch regen möge. Als ich am vorigen Mittwoch Abend in Triglaff in Pommern eine Bibelstunde hielt, welcher manche alte in unvergesslichen Segenstagen mir noch Verbundene beiwohnten, wie rauschte es da durch die Versammlung, | ||
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| - | Soll es denn hier so tot, so taub und stumm bleiben, wenn die Stimme eures Freundes in dem euch wohlbekannten Tone an eure Herzen greift? Soll es dahin kommen, dass wir den Augen Jesu Tränen auspressen, anstatt uns in Tränen der Buße zu baden? Es drückt mich manche Last, viel Herzweh eines Seelsorgers am heutigen Tage. Mir ist bange, aber verzagen will ich nicht. Es sind doch noch solche unter euch, welche die Stimme ihres Vaters in Christo verstehen und ihr das Herz nicht verschließen wollen. Und siehe, der heutige Gnadensonntag mit seinen beiden Texten hilft mir zum freudigen Auftun des Mundes. Der Zöllner im Evangelium mit seinem Beichtseufzer: | ||
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| - | Der Anlass zum Schreiben des ganzen hochberühmten fünfzehnten Kapitels im ersten Korinther Briefe war eine Irrlehre, die sich zunächst nur leise regte, die aber die Gemeinde in Korinth zu verwirren drohte. Es redeten nämlich einige mit hohen und klugen Worten davon: die Auferstehung der Toten sei schon geschehen, die Auferstehung des Fleisches aber sei nichts. Dagegen nun erhebt sich der Apostel mit aller Gewalt und sagt in unserem Kapitel, dass die, die dies eine Stück von der Auferstehung leugneten, alles damit leugneten und keinen Gott hätten. Denn, meine Lieben, die christliche Wahrheit ist stücklich nicht zu haben; wie Luther auch sagt: wir haben Ihn, den HErrn Christum in allen Stücken ganz und Er wird in jedem einzelnen Artikel, den wir glauben, entweder ganz angenommen oder ganz geleugnet. „Ich erinnere euch aber, lieben Brüder, des Evangelii, das ich euch verkündigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch steht“. Der Apostel will, dass sie sich auf alles besinnen sollten, was er sie gelehrt hat und spricht da zu ihnen aus seinem Christenherzen, | ||
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| - | Was hat Paulus nun selbst von diesem Evangelium gehabt und was ist Evangelium? Meine Geliebten! es sind alle die alten Bundeswahrheiten und Verheißungen, | ||
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| - | Und nun lasst uns noch in den zweiten Teil unsres Textes eingehen. Was hatte das Evangelium an Paulus? Was will es auch an uns haben? Nun Geliebte! Der HErr Jesus, des Evangeliums Inbegriff, hatte an Paulus einen Gewonnenen, Einen, der Alles an dies Eine setzte, dem HErrn Jesu wiederum Seelen zu gewinnen. Das war sein Lohn, seine Krone, sein Ruhm! Einen Gewonnenen! | ||
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| - | Als er hier im Text so aufzählt, von wem allen der HErr gesehen worden ist nach Seiner Auferstehung, | ||
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| - | O, lieber Christ, fasse doch Mut, wenn du mit deiner Kunstfertigkeit in Selbstbespiegelung, | ||
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