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| - | ======Römheld, | ||
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| - | =====Micha===== | ||
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| - | **Mein Volk, gedenke doch daran, wie der HErr euch alles Gute getan hat!**\\ | ||
| - | (Micha 6,5.) | ||
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| - | Wohlan denn, wenn ihr Sein Volk seid, so lasst nicht zu, dass Sich Gott vergeblich an euer Herz wende! Beweist, dass ihr ein Herz für Ihn habt und dass Gottes Vaterworte und Seine Vatergaben einen Widerhall in euren Herzen finden. Gebt Gott die Ehre! Beweist dies durch ein dankbares Herz, durch dankbare Tat! Insbesondere bitte und ermahne ich euch: bei allen Gaben, die ihr täglich aus der diesjährigen Ernte genießet, vergesst das Tischgebet nicht! Und vergesst auch Seiner Armen nicht! Das Tischgebet darf bei keiner der ordentlichen Mahlzeiten fehlen, und die Armen müssens auch inne werden, dass uns Gott eine Fülle von Erntegaben beschert hat. Meine Lieben, wenn die diesjährige Ernte und unser heutiges Erntefest uns dem Herzen des lebendigen Gottes näher bringen, wenn uns beim Blick auf die große Menge und Mannigfaltigkeit der Erntegaben eine dankbare Rührung erfasst, wenn die Empfindung in uns zum Durchbruch und zur Herrschaft gelangt: HErr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die Du an mir getan hast! dann haben wir von der irdischen Ernte einen bleibenden Gewinn, einen unvergänglichen Segen! Amen. (C. J. Römheld). | ||
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| - | =====Matthäusevangelium===== | ||
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| - | **Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.**\\ | ||
| - | (Matth. 13, | ||
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| - | Ich nehme an, ihr habt einen Acker, der euch lieb und wertvoll ist, den ihr vielleicht mit sauer verdientem Geld erworben habt. Diesen Acker düngt ihr, ihr pflügt ihn, besät ihn mit gutem, ausgesuchtem Weizen und eggt den Samen unter. Dann befehlt ihr eure Arbeit, Saat und den Acker in Gottes Hand und gebt euch der frohen Hoffnung hin, eine reichliche Ernte davon zu bekommen. Aber was geschieht? Ja, das ist ein Schandstreich, | ||
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| - | =====Lukasevangelium===== | ||
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| - | **Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.**\\ | ||
| - | (Luk. 16, | ||
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| - | O dass doch alle sich an diesem Mann ein warnendes Beispiel nähmen! Er war kein Mörder, kein Dieb, kein Ehebrecher, kein Betrüger, kein Trunkenbold und überhaupt kein Verbrecher. Er war im Gegenteil ein angesehener, | ||
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| - | O Herrlichkeit der Erden,\\ | ||
| - | Dich mag und will ich nicht, \\ | ||
| - | Mein Geist will himmlisch werden \\ | ||
| - | Und ist dahin gericht' | ||
| - | Wo JEsus wird geschauet; \\ | ||
| - | Da sehn ich mich hinein, \\ | ||
| - | Wo JEsus Hütten bauet,\\ | ||
| - | Denn da ist's gut zu sein. | ||
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| - | Amen. | ||
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| - | =====Johannesevangelium===== | ||
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| - | **Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde?**\\ | ||
| - | (Joh. 3, 12.) | ||
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| - | So spricht der HErr zu Nikodemus: Und nun führt Er ihn tiefer in des Glaubens Geheimnisse hinein, in den ganzen Erlösungsrat Gottes, in Sein versöhnendes Beiden, in Seine Himmelfahrt und das Gericht. Damit hatte Nikodemus genug gehört, um ein Leben lang und die ganze Ewigkeit darüber nachzudenken und daran verstehen zu lernen. Und er dachte darüber nach und wurde immer fester im Glauben, und der Zug zu JEsu wurde immer nachhaltiger und stärker. Als endlich auf Golgatha Gott die Welt mit ihm selber versöhnte, da stand Nikodemus auch unter dem Kreuz und er fand in JEsu endlich die Ruhe und den Frieden, welche die Welt nimmer geben kann. | ||
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| - | Glauben ohne Seh'n, \\ | ||
| - | Lässt im Leiblichen \\ | ||
| - | Jede Menschensorte gelten, \\ | ||
| - | Aber Herzensglauben selten; \\ | ||
| - | Denn der Klügler Zunft \\ | ||
| - | Hält' | ||
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| - | JEsu, sei gepreist, \\ | ||
| - | Dass durch Deinen Geist, \\ | ||
| - | An dem Opfer für die Sünden \\ | ||
| - | Wahren Glauben anzuzünden, | ||
| - | Du stets warst bemüht, \\ | ||
| - | Wie's auch noch geschieht. | ||
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| - | Lob und Dank sei Dir, \\ | ||
| - | Dass durch Dich in mir \\ | ||
| - | Solche Fünklein auch entstunden, \\ | ||
| - | Und dass nun aus Deinen Wunden \\ | ||
| - | Meines Glaubens Licht \\ | ||
| - | Nahrung nicht gebricht! | ||
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| - | Amen. | ||
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| - | **Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei Mir gewesen.**\\ | ||
| - | (Joh. 15,27.) | ||
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| - | Das Zeugnis von dem HErrn JEsu Christo hat in dieser Welt etwas zu bestellen. Es wird abgelegt durch Worte, durch den Wandel, durch Leiden, durch Hingeben von Genuss und Ehre, durch Aufopfern von Hab und Gut, von Freiheit und Leben. Und das hatte der Heiland den Seinen schon vor dem Karfreitag vorausgesagt: | ||
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| - | **Aber Ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, dass Ich hingehe. Denn so Ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch. So Ich aber hingehe, will ich Ihn zu euch senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen, um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht.**\\ | ||
| - | (Joh. 16,7-8.) | ||
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| - | Der heilige Geist wird die Welt strafen! Das ist ja schrecklich! Nein, meine Lieben, das ist nicht schrecklich, | ||
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| - | Er kommt zum Weltgerichte, | ||
| - | Zum Fluch dem, der ihm flucht, \\ | ||
| - | Mit Gnad' und süßem Lichte \\ | ||
| - | Dem, der Ihn bittend sucht. | ||
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| - | Amen. | ||
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| - | **Und ihr habt auch nun Traurigkeit; | ||
| - | (Joh. 16,22.) | ||
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| - | Wenn die Mutter das Kind geboren hat, dann denkt sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, dass der Mensch zur Welt geboren ist. Und wenn der gläubige Christ hindurchgedrungen ist in die selige neue Welt, dann wird Gott abwischen alle Tränen von seinen Augen, und er vergisst die schweren und heißen Kämpfe, die er sein irdisches Leben lang hatte, um der Freude willen, dass er nun Den auf dem Throne Gottes erblickt, mit dem er und um dessen willen er hier gelitten und gestritten hatte. Dann ist die Verheißung des HErrn Jesu erfüllt: Ich will euch wieder sehen und euer Herz soll sich freuen und eure Freude soll niemand von euch nehmen! - Brüder und Schwestern, habt ihr den Mut, diesen Kampf mit euch selbst und mit der Welt zu kämpfen? Habt ihr den Mut, diese Geburtsnöten durchzumachen? | ||
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| - | Er will dir den Tröster senden, \\ | ||
| - | Willst du ihn empfangen nicht? \\ | ||
| - | Er will all' Dein Elend wenden, \\ | ||
| - | Siehst du nicht Sein Angesicht? \\ | ||
| - | Ach! noch ist ja Zeit zur Buße, \\ | ||
| - | Laufe Ihm geschwind nur nach; \\ | ||
| - | Falle bittend Ihm zu Fuße, \\ | ||
| - | Er heilt alles Ungemach! | ||
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| - | Amen. | ||