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| - | ======Krummacher, | + | ======Krummacher, |
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| - | **Fünf und dreißigste Predigt.** | + | |
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| **4. Buch Mosis 33,24.** | **4. Buch Mosis 33,24.** | ||
| - | Die zwanzigste Lagerstätte heißt **Harada**, und liegt unter allen Lagerstätten | + | Die zwanzigste Lagerstätte heißt **Harada**, und liegt unter allen Lagerstätten |
| - | Eine Erklärung dieser Lagerstätte finden wir in den Worten Christi, Jes. 50,10, wo er sagt: Wer ist unter euch, der den Herrn fürchtet, der der Stimme seines Knechts gehorchet, welcher im Finstern wandelt, und scheinet ihm nicht, der hoffe auf den Namen des Herrn und verlasse | + | Sie sind nahe bei Ägypten. David aber sagt: mein Leben ist nahe bei der **Hölle**! Welch ein Ausdruck! Aber überfiel nicht auch den Erzvater Abraham großer Schrecken? Sagt nicht Heman: ich leide deine Schrecken, dass ich schier verzage; und David: Angst der Hölle hat mich getroffen: und Hiob: die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet. Fürchterliche Ausdrücke! Hanna sagt: Er führt in die Hölle. – So richtet sich der Kompass in dem Schifflein der Auserwählten, wohl einmal ja so sehr der Hölle zu, wie er bei manchen Verworfenen auf den Himmel weist. Harada ist der äußerste Punkt rückwärts. Da siehts am elendesten |
| - | In diesen | + | Eine Erklärung dieser Lagerstätte finden wir in den Worten Christi, |
| - | Was gibt’s denn nun, das einem Menschen | + | In diesen Worten wird uns ein wahrer Christ |
| - | Was bedeutet | + | Was gibt’s |
| - | Im Finstern wandeln, heißt hier nicht, was es sonst wohl bezeichnet, gottlos sein, und mit Willen in der Sünde leben. Wie möchten solche zum Vertrauen | + | Was bedeutet denn wohl der Name der, auf diese folgenden Lagerstätte? |
| - | Was ist das denn für ein Zustand, worin sich diejenigen Gottesfürchtigen befinden, die im Finstern wandeln, weil es ihnen nicht scheint, oder weil sie kein Licht haben? Durch Licht wird alles offenbar | + | Im Finsteren wandeln, heißt hier nicht, was es sonst wohl bezeichnet, gottlos sein, und mit Willen in der Sünde leben. Wie möchten solche zum Vertrauen auf den Herrn ermuntert werden! Es heißt ausdrücklich: |
| - | Gott unterstützt häufig und gewöhnlich den Glauben durch ein dreifaches Licht. Erstlich, durch das unmittelbare Licht seines Angesichts. Laß leuchten dein Angesicht so genesen wir. Herr, sie werden | + | Was ist das denn für ein Zustand, worin sich diejenigen Gottesfürchtigen befinden, die im Finsteren |
| - | Gott unterstützt den Glauben | + | Gott unterstützt |
| - | Gewöhnlicher Weise unterstützt | + | Gott unterstützt den Glauben |
| - | Wir finden in unsern Worten nicht nur den Fall gesetzt, daß es einem Gottfürchtenden | + | Gewöhnlicher Weise unterstützt der Herr den Glauben durch das Licht seines Worts der Verheißung. Genießt der Gläubige auch grade nichts besonders Tröstliches und Erquickendes, so kann er dagegen eine solche Zuversicht erzeugende Einsicht in die göttlichen Verheißungen haben, die in Christo Jesu Ja und Amen sind, dass er jene Empfindung gegen dieses gutwillig entbehrt, da dies weit dauerhafter ist. Dies Licht kann ihm so nahe liegen, dass er auch anderen rät, es so zu machen, wie er, und auf das bloße Wort zu trauen. Der Weg ist ganz richtig. Was der Herr zusagt, hält er gewiss. Man kann sich fest darauf verlassen, mag sich auch ereignen, was da will. Haben wir ein Wort Gottes für uns, so gehe es, wie es will. Was Er verheißen hat, das kann, das will, das wird, das muss Er halten. Aber was fängt man mit den Verheißungen an, wenn man im Dunklen wandelt, und es einem nicht scheint? In der Nacht sieht man wohl die höchsten Bäume und Türme |
| - | Wer im Finstern wandelt, stößt sich überall. Wir sind im Düstern | + | Wir finden in unseren Worten nicht nur den Fall gesetzt, dass es einem Gottfürchtenden |
| - | Im Finstern zu wandeln, bringt leicht Schrecken zu wege, und gibt der Einbildungskraft Gelegenheit, sich allerlei Schreckbilder zu schaffen, wo auch nichts Wirkliches ist, und das Wirklich zu vergrößern. Großer Schrecken und Finsterniß wird 1. Mos. 15. als etwas genannt, das Abraham zugleich überfiel. Heman klagt in seiner Finsterniß, er leide die Schrecken Gottes, das er schier verzage. | + | Wer im Finsteren wandelt, stößt sich überall. Wir sind im Düsteren |
| - | In solch einen trübseligen Zustand können wahre Kinder Gottes gerathen, und darin eine Zeitlang, und sogar eine lange Zeit verharren, so daß ihr Leben nahe bei der Hölle, ja in derselben ist, wie Davids Ausdrücke davon lauten. Es ist aber der Mühe werth, ferner | + | Im Finsteren zu wandeln, bringt leicht Schrecken zu Wege, und gibt der Einbildungskraft Gelegenheit, sich allerlei Schreckbilder zu schaffen, wo auch nichts Wirkliches |
| - | Was den Geist Gottes als einen Urheber der Finsterniß seiner | + | In solch einen trübseligen Zustand können wahre Kinder |
| - | Ja, das nicht nur, sondern | + | Was den Geist Gottes als einen Urheber der Finsternis seiner Kinder anbetrifft, so sagt der Apostel Röm. 8,15. allerdings: ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet, sondern |
| - | Jedoch | + | Ja, das nicht nur, sondern er kann auch der Seele, |
| - | Seht! so sieht’s in Harada aus, und sehet daselbst Israel gelagert in der Nähe von Mizraim, dem Landes | + | Jedoch kann der Heilige Geist fortfahren, die Seele sogar mit dem ewigen Zorn zu bedrohen, besonders wenn sie den Herrn mit Sünden |
| - | Hilf uns, Herr, wie wir’s uns zu dir versehen, damit wir dich loben. Amen. | + | Seht! so sieht’s in Harada aus, und seht daselbst Israel gelagert in der Nähe von Mizraim, dem Landes des Beängstigers, |
| + | Hilf uns, Herr, wie wir’s uns zu dir versehen, damit wir dich loben. Amen. | ||
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