Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen der Seite angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorherige Überarbeitung | ||
| autoren:k:krummacher_g.d:predigt_21 [] – angelegt - Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | autoren:k:krummacher_g.d:predigt_21 [] (aktuell) – aj | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ======Krummacher, | + | ======Krummacher, |
| - | + | ||
| - | **Ein und zwanzigste Predigt.** | + | |
| //Zwölfte Lagerstätte: | //Zwölfte Lagerstätte: | ||
| Zeile 7: | Zeile 5: | ||
| **4 Buch Mosis 11,4-6.** | **4 Buch Mosis 11,4-6.** | ||
| - | Die Kinder Israel sind gelagert in Tabeera, der zwölften Lagerstätte, | + | Die Kinder Israel sind gelagert in Tabeera, der zwölften Lagerstätte, |
| - | + | ||
| - | Das Volk ist verstimmt. Es murrt, es klagt, es weint. Es hat kein Belieben mehr an der ganzen Sache. Worüber ist es denn so unzufrieden? | + | |
| - | Plagende, unzeitige Gedanken kamen dazu. Die armen Leute waren in dürrer Wüste, wo es heulet. Zu essen fiel da nichts vor, als was vom Himmel sich täglich und nur für einen Tag auf sie herabsenkte, | + | Das Volk ist verstimmt. Es murrt, es klagt, es weint. Es hat kein Belieben mehr an der ganzen Sache. Worüber ist es denn so unzufrieden? |
| - | Auch die Kinder Israel stellten eine Vergleichung an. Aber was für eine! In dieser Sandwüste erinnern | + | Plagende, unzeitige Gedanken kamen dazu. Die armen Leute waren in dürrer Wüste, wo es heulet. Zu essen fiel da nichts vor, als was vom Himmel sich täglich und nur für einen Tag auf sie herabsenkte, |
| - | Laßt uns nicht ungerecht gegen sie sein, sondern gestehen, daß es eine nicht gering Versuchung war, worin ihr Fleisch und Blut sie führte. An sich lag ja auch nichts Sündliches darin, daß sie jetzt gerne die Melonen aufgelesen hätten, die sie in Egypten vielleicht mit Füßen traten und die Fische als Leckerbissen betrachteten, | + | Auch die Kinder Israel stellten |
| - | Das war nun aber vollends erbärmlich, daß den unartigen Leuten sogar das theure Manna widerwärtig wurde, daß sie auch sagten: unsere Seele ist matt, denn wir sehen nichts | + | Lasst uns nicht ungerecht gegen sie sein, sondern gestehen, dass es eine nicht gering Versuchung war, worin ihr Fleisch und Blut sie führte. An sich lag ja auch nichts |
| - | Mit dem Manna hatte es auch eine eigene Bewandniß, vorzüglich die, daß es sich ausschließlich nur vom Freitag auf den Sonnabend hielt, an allen andern Tagen aber sich auf den folgenden Morgen durchaus | + | Das war nun aber vollends erbärmlich, |
| - | Die göttlichen Gebote allein sind nun nicht im Stande, die menschliche Natur, die einen harten, widerstrebenden Stein verglichen wird, weich, biegsam und handelbar zu machen. Ja im Gegentheil bringen dieselben eben ihre Widerspenstigkeit zum Vorschein. So erkannten | + | Mit dem Manna hatte es auch eine eigene Bewandtnis, vorzüglich |
| - | Ueberhaupt kann das Christen-Leben, | + | Die göttlichen Gebote allein sind nun nicht im Stande, die menschliche |
| - | Die Betrübniß Israels artete sogar in einen Widerwillen gegen Gott aus und in Trotz. Nach dem 78. Ps. fragten | + | Überhaupt kann das Christen-Leben, |
| + | Die Betrübnis Israels artete sogar in einen Widerwillen gegen Gott aus und in Trotz. Nach dem 78. Ps. fragten sie nicht nur: wer will uns Fleisch geben, sondern forderten ihn in ungläubigem Trotz heraus, sagend: ja, sollte Gott wohl einen Tisch bereiten können in der Wüste? Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, dass Wasser flossen, aber wie kann er seinem Volke Fleisch geben? Das waren ja gottlose Gedanken und abscheuliche Äußerungen, | ||
| + | {{tag> | ||