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| - | ======Krummacher, | + | ======Krummacher, |
| - | **Neunzehnte Predigt.** | + | //Elfte Lagerstätte: |
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| - | //Eilfte | + | |
| Fortsetzung. | Fortsetzung. | ||
| //2 Buch Mosis 34,1-9.// | //2 Buch Mosis 34,1-9.// | ||
| - | Laßt uns einen Rückblick werfen auf die Reise, die wir in Gesellschaft Israels in den diesjährigen Frühpredigten gemacht haben. Für eine kurze Zeit in Elim gelagert, wo 12 Wasserbrunnen uns mit ihrem crystallhellen | + | Lasst uns einen Rückblick werfen auf die Reise, die wir in Gesellschaft Israels in den diesjährigen Frühpredigten gemacht haben. Für eine kurze Zeit in Elim gelagert, wo 12 Wasserbrunnen uns mit ihrem kristallhellen |
| - | Es ist nun ongefähr ein Jahr, daß sich die Kinder Israel am Berge und in der Wüste Sinai aufgehalten haben. Es wird Zeit, daß sie weiter zieh’n. Sie haben sich aber unwürdig gemacht, daß der Herr sich an ihre Spitze stelle. Doch Moses läßt nicht nach, bis er ihm volle Begnadigung ausgewirkt hat, welche in den vorgelesenen Worten in ihrem höchsten Glanze hervorbricht wie die Morgenröthe, | ||
| - | Neulich erwähnten wir der kühnen Bitte Mosis an Gott: laß mich deine Herrlichkeit sehen. | + | Es ist nun ongefähr ein Jahr, dass sich die Kinder Israel am Berge und in der Wüste Sinai aufgehalten haben. Es wird Zeit, dass sie weiter zieh’n. Sie haben sich aber unwürdig gemacht, dass der Herr sich an ihre Spitze stelle. Doch Moses lässt nicht nach, bis er ihm volle Begnadigung ausgewirkt hat, welche in den vorgelesenen Worten in ihrem höchsten Glanze hervorbricht |
| - | Sein Begehren: laß mich deine Herrlichkeit sehen, ward ihm vorläufig bewilligt. Ich will, hieß es, vor deinem Angesichte her, alle meine Güte gehen laßen | + | Neulich erwähnten wir der kühnen Bitte Mosis an Gott: lass mich deine Herrlichkeit sehen. Es lag bei ihm eine Begierde zum Grunde, wie sie schon vor ihm bei verschiedenen Gläubigen kräftig emporgelodert |
| - | Der Herr fügt eine Einschränkung bei. Moses soll ihn nur von hinten | + | Sein Begehren: lass mich deine Herrlichkeit |
| - | Gott bestimmte den Ort, wo er ihm die erbetene Gnade erweisen wollte – den Berg Sinai; die Zeit: des andern Morgens früh: die Weise: ich will alle meine Güte vor deinem Angesichte her gehen lassen und will lassen predigen des Herrn Namen vor dir. Alle meine Güte, meine Gutheit, denjenigen, in welchem alle meine Fülle wesentlich wohnt. Niemand, so erklärte Jesus, ist gut, als der einige Gott – und fragte den reichen Jüngling: warum nennest du mich gut? Nicht, als wollte er diese Benennung von sich weisen und als ihm nicht gebührend ablehnen, sondern | + | Der Herr fügt eine Einschränkung bei. Moses soll ihn nur von hinten sehen, nicht sein Angesicht, sondern |
| - | Der gnadenvollen Offenbarung Gottes ging nun eine Vorbereitung von Seiten Mosis vorher. Dieselbe bestand darin, daß er zwei steinerne Tafeln hieb, welche Gott selbst beschreiben | + | Gott bestimmte den Ort, wo er ihm die erbetene Gnade erweisen |
| - | Nach diesen Vorbereitungen stieg Moses Morgens ganz früh auf den Berg, an den ihm angewiesenen Ort und wurde hier einer ungemein gnädigen | + | Der gnadenvollen |
| - | Und von großer Gnade und Treue oder Wahrheit. So redet auch Johannes: das Gesetz ist durch Mosen gegeben, aber die Gnade und Wahrheit ist durch Jesum Christum worden. Mit Recht preiset der Herr seine Gnade als groß und viel. Groß ist sie schon deswegen, weil es die Gnade Gottes ist, die größer | + | Nach diesen Vorbereitungen stieg Moses morgens ganz früh auf den Berg, an den ihm angewiesenen Ort und wurde hier einer ungemein gnädigen Offenbarung der Herrlichkeit Gottes gewürdigt, wobei er jedoch mehr zu hören als zu sehen bekam, wie er uns solches treulich aufgezeichnet hat. Die Offenbarung selbst geschah also: der Herr kam in einer Wolke hernieder und trat zu Mose und rief den Namen des Herrn, indem er im Vorübergehen ausrief: Herr, Herr Gott! barmherzig und gnädig und geduldig und von großer |
| - | Der Gnade bewahret | + | Und von großer |
| - | Diese Gnade offenbart sich besonders darin, daß sie Missethat, Uebertretung und Sünde vergibt. Ein herrliches Wort, der begangenen schweren Sünde des Volks gegenüber. Ein vergebender Gott! welche Herrlichkeit! Was sollte aus uns werden, wenn’s nicht also wäre? Er vergibt Sünden von allen Arten, in aller Größe | + | Der Gnade bewahrt viel Tausenden. Der da bewahrt, heißt auf Hebräisch: Nozer. Dies ist, wider den Gebrauch |
| - | So ließ Moses nicht nach und zog nicht eher vom Sinai weg, bis er der völligen Versöhnung, Begnadigung | + | Diese Gnade offenbart sich besonders darin, dass sie Missetat, Übertretung |
| - | Da fiel Mose eilend zur Erde nieder | + | So ließ Moses nicht nach und zog nicht eher vom Sinai weg, bis er der völligen Versöhnung, |
| - | Und was könnten wir besseres | + | Da fiel Mose eilend zur Erde nieder |
| + | Und was könnten wir besseres und schicklicheres tun, als mit Mose niederfallen, | ||
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