Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen der Seite angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorherige Überarbeitung | ||
| autoren:k:krummacher_g.d:predigt_14 [] – angelegt - Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | autoren:k:krummacher_g.d:predigt_14 [] (aktuell) – aj | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ======Krummacher, | + | ======Krummacher, |
| - | + | ||
| - | **Vierzehnte Predigt.** | + | |
| //Zehnte Lagerstätte: | //Zehnte Lagerstätte: | ||
| Zeile 7: | Zeile 5: | ||
| 4. Buch Mose 33,14.// | 4. Buch Mose 33,14.// | ||
| - | Es ist eine kleine, aber liebliche Geschichte aus der Zeit der Sündfluth, welche uns 1. B. Mos. 8,9 erzählt wird. Die Arche hatte sich endlich auf dem Gebürge | + | Es ist eine kleine, aber liebliche Geschichte aus der Zeit der Sündflut, welche uns 1. B. Mos. 8,9 erzählt wird. Die Arche hatte sich endlich auf dem Gebirge |
| - | Nahm sie zu sich in den Kasten. Das thut der himmlische Noah in vollem Maße alsdann, wenn er die gläubige Seele durch den Tod zu sich in den Himmel nimmt, wo sie ruht von aller ihrer Arbeit. Aber auch hienieden | + | Nahm sie zu sich in den Kasten. Das tut der himmlische Noah in vollem Maße alsdann, wenn er die gläubige Seele durch den Tod zu sich in den Himmel nimmt, wo sie ruht von aller ihrer Arbeit. Aber auch hienieden |
| - | So giebts | + | So gibts in der Wüste dieses Lebens auch angenehme Ruhepunkte, und von der Art war auch einigermaßen die 10te Lagerstätte der Kinder Israel, von welcher wir heute einiges zu bemerken gedenken. |
| - | Von Alus zogen sie aus und lagerten sich in Raphidim, daselbst hatte das Volk kein Wasser zu trinken. – Dies ist die 10te Lagerstätte und somit der vierte | + | Von Alus zogen sie aus und lagerten sich in Raphidim, daselbst hatte das Volk kein Wasser zu trinken. – Dies ist die 10te Lagerstätte und somit der vierte |
| - | Wir wissen schon – was die Lage dieser 10ten Lagerstätte betrifft – daß sie sich nach Canaan | + | Wir wissen schon – was die Lage dieser 10ten Lagerstätte betrifft – dass sie sich nach Kanaan |
| Aug’ empor! mein Herz nach oben! \\ | Aug’ empor! mein Herz nach oben! \\ | ||
| Zeile 23: | Zeile 21: | ||
| Ist nur, wo man Jesum sieht. | Ist nur, wo man Jesum sieht. | ||
| - | Die Schrift | + | Die Schrift |
| - | Raphidim war 3tens ein sehr angenehmes | + | Raphidim war 3tens ein sehr angenehmes |
| - | Dies Thal bekam mehr als einen Namen. Zuerst hieß es **Raphidim**; | + | Dies Tal bekam mehr als einen Namen. Zuerst hieß es **Raphidim**; |
| - | Sobald nun der Heilige Geist der Blinden Augen öffnet, dies zu sehen, und der Tauben Ohr, das zu hören, so bereitet sich ein lustiges | + | Sobald nun der Heilige Geist der Blinden Augen öffnet, dies zu sehen, und der Tauben Ohr, das zu hören, so bereitet sich ein lustiges |
| - | Ach, wer sollte den armen Kindern Israel dies Raphidim nicht von Herzen gönnen. Die schauerliche Wüste Sin war nicht Schuld | + | Ach, wer sollte den armen Kindern Israel dies Raphidim nicht von Herzen gönnen. Die schauerliche Wüste Sin war nicht schuld |
| - | Raphidim wird aber auch übersetzt: lasse Hände und derselben Heilung. Lasse Hände sind solche, welche, des Werk’s überdrüßig, dasselbe liegen lassen und aufgeben wollen. So war Israel hier des Reisens auch überdrüßig | + | Raphidim wird aber auch übersetzt: lasse Hände und derselben Heilung. Lasse Hände sind solche, welche, des Werks überdrüssig, dasselbe liegen lassen und aufgeben wollen. So war Israel hier des Reisens auch überdrüssig |
| - | Das Verhalten der Kinder Israel machte, | + | Das Verhalten der Kinder Israel machte, |
| - | Doch die Kinder Israel hatten hier kein natürliches Wasser, dessen man doch für dies leibliche Leben so wenig entbehren kann, als des Wassers des Heiligen Geistes für das geistliche und ewige Leben. Warum ließ Gott es ihnen denn wohl daran mangeln und sie diesen Mangel auf eine nachdrückliche Weise fühlen? – Weil er ein wunderbarer Gott ist, der die Seinen bald so, bald anders führt; weil sie sich selbst sollten kennen lernen, weil sie gründlich | + | Doch die Kinder Israel hatten hier kein natürliches Wasser, dessen man doch für dies leibliche Leben so wenig entbehren kann, als des Wassers des Heiligen Geistes für das geistliche und ewige Leben. Warum ließ Gott es ihnen denn wohl daran mangeln und sie diesen Mangel auf eine nachdrückliche Weise fühlen? – Weil er ein wunderbarer Gott ist, der die Seinen bald so, bald anders führt; weil sie sich selbst sollten kennen lernen, weil sie gründlich |
| - | Wie benahm sich denn das Volk in dieser | + | Wie benahm sich denn das Volk in dieser |
| - | Sie ließen es auch dabei nicht, nur wider Mosen zu murren, sondern sie vergriffen sich an Gott selbst, indem sie fragten: ist Gott unter uns oder nicht? Sie fragten dies nicht mit einem bekümmerten Herzen, etwa wie Gideon, als er sagte: ist der Herr mit uns, warum ist uns denn solches alles widerfahren? | + | Sie ließen es auch dabei nicht, nur wider Mosen zu murren, sondern sie vergriffen sich an Gott selbst, indem sie fragten: ist Gott unter uns oder nicht? Sie fragten dies nicht mit einem bekümmerten Herzen, etwa wie Gideon, als er sagte: ist der Herr mit uns, warum ist uns denn solches alles widerfahren? |
| - | So kläglich, so sündlich und strafbar benahm sich das Volk. So kläglich benimmt sich überhaupt der natürliche Mensch. Nur Moses benahm sich in dieser | + | So kläglich, so sündlich und strafbar benahm sich das Volk. So kläglich benimmt sich überhaupt der natürliche Mensch. Nur Moses benahm sich in dieser |
| - | So war es recht. Ist jemand in der Noth, so mache er’s auch so. Wo sind wir geistlicher Weise anders, als in einer Wüste, und was bedürfen wir mehr, als des Wassers, das aus dem Felsen Christo fließt, wodurch die Wüste in ein Raphidim, in einen Lustgarten umgewandelt wird, ohne welches sie aber nichts als ähnliche Dornen trägt, wie wir sie an dem jüdischen und am christlichen Volke und an uns selbst wahrnehmen. Um dies Wasser | + | So war es recht. Ist jemand in der Not, so mache er’s auch so. Wo sind wir geistlicher Weise anders, als in einer Wüste, und was bedürfen wir mehr, als des Wassers, das aus dem Felsen Christo fließt, wodurch die Wüste in ein Raphidim, in einen Lustgarten umgewandelt wird, ohne welches sie aber nichts als ähnliche Dornen trägt, wie wir sie an dem jüdischen und am christlichen Volke und an uns selbst wahrnehmen. Um dies Wasser |
| - | Der Herr half. Wie? das laßt uns, so Er will, nächstens erwägen. Gott hilft seinem Volke und erbarmet sich seines Erbes. Dein Erbe, das dürre ist, erquickest du mit einem gnädigen Regen. | + | Der Herr half. Wie? das lasst uns, so Er will, nächstens erwägen. Gott hilft seinem Volke und erbarmet sich seines Erbes. Dein Erbe, das dürre ist, erquickest du mit einem gnädigen Regen. |
| Wenn ich traurig sitze\\ | Wenn ich traurig sitze\\ | ||
| In Versuchungs-Hitze, | In Versuchungs-Hitze, | ||
| Tröster, tröste mich. \\ | Tröster, tröste mich. \\ | ||
| - | Laß die Ströme fließen, \\ | + | Lass die Ströme fließen, \\ |
| In mein Herz sich gießen\\ | In mein Herz sich gießen\\ | ||
| Stets und mildiglich, \\ | Stets und mildiglich, \\ | ||
| Zeile 59: | Zeile 57: | ||
| Amen! | Amen! | ||
| + | {{tag> | ||