Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen der Seite angezeigt.
| autoren:e:eckbert:meditationen [] – created - external edit 127.0.0.1 | autoren:e:eckbert:meditationen [] (aktuell) – aj | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | ======Eckbert - Meditationen ====== | + | ====== Eckbert - Meditationen |
| - | Jesu Christe, du ewiger König, mit dir will ich reden! Es macht die Liebe mich kühn, dich anzureden, mich das Geschöpf deiner Hand, das sich sehnt nach deiner Lieblichkeit und das von ganzem Herzen nach deiner Nähe verlangt. Wie lange soll ich eine Abwesenheit ertragen und warten auf die Erscheinung deines Angesichts? Wie lange soll ich dir nach seufzen, wie lange sollen meine Augen dir nachweinen? Du liebewerther | + | Jesu Christe, du ewiger König, mit dir will ich reden! Es macht die Liebe mich kühn, dich anzureden, mich das Geschöpf deiner Hand, das sich sehnt nach deiner Lieblichkeit und das von ganzem Herzen nach deiner Nähe verlangt. Wie lange soll ich eine Abwesenheit ertragen und warten auf die Erscheinung deines Angesichts? Wie lange soll ich dir nach seufzen, wie lange sollen meine Augen dir nachweinen? Du liebewerter |
| - | O wie selig, wie herrlich, wie heilig, wie mit allen Kräften zu erstreben ist jener Ort göttlicher Wonne, der Ort der ewigen Freuden. Mein Auge hat noch nicht durchgeschaut, | + | O wie selig, wie herrlich, wie heilig, wie mit allen Kräften zu erstreben ist jener Ort göttlicher Wonne, der Ort der ewigen Freuden. Mein Auge hat noch nicht durchgeschaut, |
| - | Was habe ich doch für ein Theil im Himmel? Was habe ich für einen Schatz droben in der Himmelskammer? | + | Was habe ich doch für ein Teil im Himmel? Was habe ich für einen Schatz droben in der Himmelskammer? |
| - | Von dir hat jegliche | + | Von dir hat jegliche |
| - | Unter allen Metallen hast du das Gold mit kostbarer Schönheit und sonderlichen Vorzügen begabt, und doch, o Herr, was hat es irgend für eine Gleiche mit deiner über alle Schätzung und über alles Maaß erhabenen Klarheit, in welche die Engel gelüstet zu schauen? Das Werk deiner Hände ist allerlei köstlich Gestein, gar lieblich zu schauen, Sarder und Topas, Jaspis und Chrysolith, Onyx und Beryll, Saphir und Karfunkel und Smaragd; und doch, im Vergleichung mit dir, was sind sie mehr, denn arme Splitter? Mein König, wie hoch und hehr bist du zu lieben! Deiner Finger Werk sind die lebendigen und unsterblichen Kleinodien, mit denen du, weiser Baumeister, im Anbeginn der Welt die himmlische Wohnung herrlich hat ausgeziert zu Lobe und zu Ehren des Vaters. | + | Unter allen Metallen hast du das Gold mit kostbarer Schönheit und sonderlichen Vorzügen begabt, und doch, o Herr, was hat es irgend für eine Gleiche mit deiner über alle Schätzung und über alles Maß erhabenen Klarheit, in welche die Engel gelüstet zu schauen? Das Werk deiner Hände ist allerlei köstlich Gestein, gar lieblich zu schauen, Sarder und Topas, Jaspis und Chrysolith, Onyx und Beryll, Saphir und Karfunkel und Smaragd; und doch, im Vergleichung mit dir, was sind sie mehr, denn arme Splitter? Mein König, wie hoch und hehr bist du zu lieben! Deiner Finger Werk sind die lebendigen und unsterblichen Kleinodien, mit denen du, weiser Baumeister, im Anbeginn der Welt die himmlische Wohnung herrlich hat ausgeziert zu Lobe und zu Ehren des Vaters. |
| - | Dein Werk sind die Tausende und aber Tausende, die, des Vaters | + | Dein Werk sind die Tausende und aber Tausende, die, des Vaters |
| - | Dein Werk ist es, daß die Seraphim glühen, die Cherubim leuchten, die Thronen richten. Du unser Gott, du bist das Feuer, das brennt ohne zu verzehren, und durch deiner Gottheit unmittelbare Nähe wird ganz mit dem Feuer der Liebe erfüllt und mit flammendem Schimmer wie mit einem Kleide | + | Dein Werk ist es, dass die Seraphim glühen, die Cherubim leuchten, die Thronen richten. Du unser Gott, du bist das Feuer, das brennt ohne zu verzehren, und durch deiner Gottheit unmittelbare Nähe wird ganz mit dem Feuer der Liebe erfüllt und mit flammendem Schimmer wie mit einem Kleide |
| - | Du unser Gott, du bist das wahre Licht, und von dir empfangen die Berge das Licht für dein Volk; die Schätze der Weisheit und der Erkenntniß, die in dir verborgen liegen, | + | Du unser Gott, du bist das wahre Licht, und von dir empfangen die Berge das Licht für dein Volk; die Schätze der Weisheit und der Erkenntnis, die in dir verborgen liegen, |
| - | Du König aller Könige, du Richter aller Richter, groß und erschrecklich | + | Du König aller Könige, du Richter aller Richter, groß und erschrecklich |
| - | Du Herr bist der Herrscher, dich betet an die heilige Hoheit der Herrschaften, | + | Du Herr bist der Herrscher, dich betet an die heilige Hoheit der Herrschaften, |
| - | Dein, du Kraft des Vaters, sind alle die wunderbaren seligen Kräfte, durch deren Dienst es geschieht, | + | Dein, du Kraft des Vaters, sind alle die wunderbaren seligen Kräfte, durch deren Dienst es geschieht, |
| - | Aber auch jene liebenswürdige Unschuld der seligen Engel, ist sie nicht das Werk deiner Finger, du Weisheit Gottes? Woher hast du sie geschmückt gleichsam mit unvergänglichem Gewande an jenem Tage, da du sie schufest | + | Aber auch jene liebenswürdige Unschuld der seligen Engel, ist sie nicht das Werk deiner Finger, du Weisheit Gottes? Woher hast du sie geschmückt gleichsam mit unvergänglichem Gewande an jenem Tage, da du sie schufst |
| - | Also, lieber Vater, trägst du Sorge auch für uns, die wir noch ferne sind; wenn aber wir, das letzte | + | Also, lieber Vater, trägst du Sorge auch für uns, die wir noch ferne sind; wenn aber wir, das letzte |
| - | Wenn ich, du eingeborener Gottessohn, aufmerksamen Geistes alle die Werke deiner Kraft betrachte, so überfällt mich stummes Staunen, weil du in ihnen auf allerlei Weise überaus glorreich erscheint. Aber sind sie auch sehr groß und schön und gut, so sind sie doch im Vergleich mit dir nur wie eitel nichts zu achten. Du bist der Schöpfer und Regent Himmels und der Erde und all ihrer Herrlichkeit, | + | Wenn ich, du eingeborener Gottessohn, aufmerksamen Geistes alle die Werke deiner Kraft betrachte, so überfällt mich stummes Staunen, weil du in ihnen auf allerlei Weise überaus glorreich erscheint. Aber sind sie auch sehr groß und schön und gut, so sind sie doch im Vergleich mit dir nur wie eitel nichts zu achten. Du bist der Schöpfer und Regent Himmels und der Erde und all ihrer Herrlichkeit, |
| - | Und du, mein Herr, wirst mir im Himmel behalten, als der Lohn deines Knechtes, du selbst der Geber und die Gabe des Heiles, das meine Seele von dir erwartet. Und was wohl wollte ich auf Erden von dir, als dich allein? Was hielt ich für besser und liebenswürdiger als dich, so daß ich mein Herz von dir gewendet hätte, irgend etwas in der Welt zu begehren ohne dich? Wehe mir Armen! Warum doch habe ich in meinem ganzen Leben etwas anderes geliebt und begehrt als Jesum Christum, meinen Herrn? Warum habe ich zu irgend einer Zeit verschoben und unterlassen dich, o Jesu, in mein Herz hineinzunehmen, | + | Und du, mein Herr, wirst mir im Himmel behalten, als der Lohn deines Knechtes, du selbst der Geber und die Gabe des Heiles, das meine Seele von dir erwartet. Und was wohl wollte ich auf Erden von dir, als dich allein? Was hielt ich für besser und liebenswürdiger als dich, so dass ich mein Herz von dir gewendet hätte, irgend etwas in der Welt zu begehren ohne dich? Wehe mir Armen! Warum doch habe ich in meinem ganzen Leben etwas anderes geliebt und begehrt als Jesum Christum, meinen Herrn? Warum habe ich zu irgend einer Zeit verschoben und unterlassen dich, o Jesu, in mein Herz hineinzunehmen, |
| - | Gott meines Lebens, wie eitel habe ich zugebracht, wie fruchtlos entschwand mir meine Zeit, die du mir gabst, | + | Gott meines Lebens, wie eitel habe ich zugebracht, wie fruchtlos entschwand mir meine Zeit, die du mir gabst, |
| - | Lieber Vater, der du voller Geduld bist und Langmuth, laß nicht also ergehen, sondern | + | Lieber Vater, der du voller Geduld bist und Langmut, lass nicht also ergehen, sondern |
| - | Darum müsse jetzt nun mein ganzes Herz und all sein Verlangen erglühen und ausbrechen gegen Jesum, meinen Herrn. Wohlauf mein Herz! Bislang hast du lange genug gezögert; eile, dahin du willst; suche, den du suchst. Du suchst Jesum von Nazareth, den Gekreuzigten? | + | Darum müsse jetzt nun mein ganzes Herz und all sein Verlangen erglühen und ausbrechen gegen Jesum, meinen Herrn. Wohlauf mein Herz! Bislang hast du lange genug gezögert; eile, dahin du willst; suche, den du suchst. Du suchst Jesum von Nazareth, den Gekreuzigten? |
| - | Wo aber ist denn der Geliebte Gottes? Er wohnt unter dem Schirm des Höchsten und keine Plage wird zu einer Hütte sich nahen; durch seine eigne Kraft ist er aufgefahren in den Himmel und hat alle Hoheit der Engel unter sich gelassen, er sitzt auf dem Throne der höchsten Herrlichkeit zur Rechten des Vaters, mit dem er gleich einig und gleichen Wesens ist, umgürtet mit göttlichem | + | Wo aber ist denn der Geliebte Gottes? Er wohnt unter dem Schirm des Höchsten und keine Plage wird zu einer Hütte sich nahen; durch seine eigne Kraft ist er aufgefahren in den Himmel und hat alle Hoheit der Engel unter sich gelassen, er sitzt auf dem Throne der höchsten Herrlichkeit zur Rechten des Vaters, mit dem er gleich einig und gleichen Wesens ist, umgürtet mit göttlichem |
| - | Dort beten ihn an alle Engel Gottes und die ganze Menge der Bürger des himmlischen Zion. Aller Herzen freuen sich einmüthiglich | + | Dort beten ihn an alle Engel Gottes und die ganze Menge der Bürger des himmlischen Zion. Aller Herzen freuen sich einmütiglich |
| - | Frohlocket | + | Frohlockt |
| - | Freuet | + | Freut euch in dem großen Propheten, ihr Propheten, ihr Männer der Wahrheit, weil ihr alles wunderbar und herrlich erfüllt sieht, was ihr von ihm im heiligen Geist verkündigt habt, und durch ihn wahrhaftig erfunden seid in aller eurer Rede. |
| - | Freuet | + | Freut euch in Jesu, eurem Herrn und Meister, ihr ruhmreichen Hochgestalten des Himmels, ihr seligen Apostel. |
| - | Denn siehe, den ihr einst mitten unter euch Hunger, Durst, Müdigkeit und allerlei ähnliche Schwachheit des Fleisches ertragen | + | Denn siehe, den ihr einst mitten unter euch Hunger, Durst, Müdigkeit und allerlei ähnliche Schwachheit des Fleisches ertragen |
| - | Freuet | + | Freut euch in Jesu, dem Fürsten und Führer eurer streitbaren |
| - | Freuet | + | Freut euch in Jesu, dem Lehrer |
| - | Wer aber unter den Seligen wird reichere Freude haben, als du, Maria, jungfräulichste Jungfrau, Gebenedeiete unter den Weibern, du Rose voll himmlischer Anmuth. In deinem Jesu freue dich hoch und hehr; denn denselbigen, den du als Mensch geboren und an deinen Brüsten genährt hat, den betest du nun an, mit den Engeln und allen Bürgern | + | Freut euch in Jesu, dem Reinen, der eure Reinheit heiligte, ihr, die ihr reines Herzens wart und nun den Engeln gleich geworden seid; denn siehe, den ihr liebtet, den ihr ersehntet, nach dem ihr in glühendem Verlangen begehrtet, um dessen Liebe willen ihr alle Herrlichkeit der Welt verachtetet, den Sohn des allerhöchsten Königs, den schaut ihr nun, den umfangt ihr nun, in seiner reinen Liebe ruht ihr nun und keine List des Bösewichtes kann ihn von euch losreißen. |
| - | Freue dich, selige | + | Wer aber unter den Seligen wird reichere Freude haben, als du, Maria, jungfräulichste Jungfrau, Gebenedeite unter den Weibern, du Rose voll himmlischer Anmut. In deinem Jesu freue dich hoch und hehr; denn denselbigen, |
| - | Freude über Freude müsse erfüllen die ganze Heerschaar der Heiligen, das himmlische Jerusalem, das unser aller Mutter ist; feire fröhliche und unaufhörliche Feste im Anschauen Jesu Christi deines Friedefürsten, deines Befreiers. | + | Freue dich, selige Maria; denn den du sahst am Holze hangen, den siehst du nun in großer Herrlichkeit im Himmel regieren; du sieht alle Hoheit derer, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, sich vor seiner Majestät beugen und alle Macht seiner Feinde zerscheitert. |
| - | Und nun, liebe Seele, mit allem Eifer, dess du fähig bist, schwinge dich aufwärts und mische dich unter die heiligen Tausende, die sich freuen im Herrn Jesus. Dorthin fahre auf auf dem Wagen des Glaubens und der Hoffnung, dort verweile ohne Aufhören durch die Gluth deiner Liebe, wo Christus | + | Freude über Freude müsse erfüllen |
| - | O Jesu, wer dich nicht liebt, der sei Anathema; wer dich nicht liebt, der Seele müsse bittrer Leiden voll sein. Deine Liebe, o Herr, ist treulich | + | Und nun, liebe Seele, mit allem Eifer, des du fähig bist, schwinge dich aufwärts |
| - | Wie an verborgenen Schatze | + | O Jesu, wer dich nicht liebt, |
| - | O Jesu, lebendig s Brot, köstliche Traube, lieblicher Wein, sanftes Lamm, starker Löwe, arglose Taube, schneller Adler, Morgenstern, | + | Wie am verborgenen Schatz der glückliche Besitzer sich erfreut, und wie an der Liebe des einzigen Kindes die Mutter sich ergötzt, so ist Freude und liebliche Ergötzung in deiner Liebe, o Jesu, für eine Seele, die dich umfasst. O Jesu, du bist dem, der dich liebt, süß wie Honig, lieblich wie Milch, schmackreich wie starker Wein; allerlei kostbare Speise ergötzt nicht so sehr den Gaumen derer, die davon kosten, als deine Liebe die Seele derer, die dein genießen. |
| - | Herr Jesu Christe, du bist mein Gott und meines Herzens | + | Herr Jesu Christe, du bist mein Gott und meines Herzens |
| - | Die Gluth deiner Liebe müsse fremdes Feuer, das Feuer, das deine Feinde verzehrt, fern halten von mir; sie müsse meine Seele zu ihrem Schöpfer erheben, und, so weit das sein kann, sie in dein göttlich Licht einstecken. Herr Jesu, alle, die dich lieben, müssen erfüllt werden mit deinen Segnungen, alle, die dir nacheilen, müssen im Himmel angeschrieben stehen und unter dem Schatten deiner Flügel Friede finden für ewig. Dir aber, eingeborner Gottessohn, mit dem ewigen Vater und dem heiligen | + | Die Glut deiner Liebe müsse fremdes Feuer, das Feuer, das deine Feinde verzehrt, fern halten von mir; sie müsse meine Seele zu ihrem Schöpfer erheben, und, so weit das sein kann, sie in dein göttlich Licht einstecken. Herr Jesu, alle, die dich lieben, müssen erfüllt werden mit deinen Segnungen, alle, die dir nacheilen, müssen im Himmel angeschrieben stehen und unter dem Schatten deiner Flügel Friede finden für ewig. Dir aber, eingeborner Gottessohn, mit dem ewigen Vater und dem heiligen |
| Quellen: [[verzeichnisse: | Quellen: [[verzeichnisse: | ||