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| =====1. Mose 17,7 ===== | =====1. Mose 17,7 ===== | ||
| - | „**Ich will aufrichten Meinen Bund zwischen Mir und dir und deinem Samen nach dir bei ihren Nachkommen, | + | „**Ich will aufrichten Meinen Bund zwischen Mir und dir und deinem Samen nach dir bei ihren Nachkommen, |
| - | Mit Abraham spricht hier Gott zur Zeit der Einführung der Beschneidung in seiner Familie. Da ist es gar lieblich und tröstlich, | + | Mit Abraham spricht hier Gott zur Zeit der Einführung der Beschneidung in seiner Familie. Da ist es gar lieblich und tröstlich, |
| - | Wir sind berechtigt, solchem auch für uns und unsre Kinder eine Bedeutung zu geben, | + | Wir sind berechtigt, solchem auch für uns und unsre Kinder eine Bedeutung zu geben, |
| - | Die Verheißung wird auch gleich in Vollzug gesetzt, weil alsbald alle Glieder des Hauses Abrahams, auch seine Knechte, in den Bund der Beschneidung eintraten, ohne daß an ihnen hinsichtlich der Würdigkeit viel herumgefragt wurde. | + | Die Verheißung wird auch gleich in Vollzug gesetzt, weil alsbald alle Glieder des Hauses Abrahams, auch seine Knechte, in den Bund der Beschneidung eintraten, ohne dass an ihnen hinsichtlich der Würdigkeit viel herumgefragt wurde. |
| Sollten wir daraus nicht auch einen Trost für unsre Kinder und Kindeskinder entnehmen dürfen? Und sollten wir wirklich Bedenken haben, unsern Kindern, wenn sie kaum geboren sind, das „Bundeszeichen“ der heiligen Taufe zukommen zu lassen? Ach, wie ist doch Gott so viel freundlicher, | Sollten wir daraus nicht auch einen Trost für unsre Kinder und Kindeskinder entnehmen dürfen? Und sollten wir wirklich Bedenken haben, unsern Kindern, wenn sie kaum geboren sind, das „Bundeszeichen“ der heiligen Taufe zukommen zu lassen? Ach, wie ist doch Gott so viel freundlicher, | ||
| - | Nehmen wir's also als einen Trost hin, daß Gott unsrer auch in unsern Kindern und Nachkommen gedenkt! Freilich ist's nicht so gemeint, | + | Nehmen wir's also als einen Trost hin, dass Gott unsrer auch in unsern Kindern und Nachkommen gedenkt! Freilich ist's nicht so gemeint, |
| - | Sind wir denn etwa für unsre Kinder ängstlich, so dürfen wir's fest glauben, | + | Sind wir denn etwa für unsre Kinder ängstlich, so dürfen wir's fest glauben, |
| ===== 1. Mose 18, 14===== | ===== 1. Mose 18, 14===== | ||
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| **a. Losung; „Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?“ ** | **a. Losung; „Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?“ ** | ||
| - | Obiges Wort ist zu Abraham gesprochen, dem ein Sohn in seinem und der Sarah hohem Alter angekündigt wurde. Sarah, die hinter der Hütte stand, lächelte, wie wenn sie gedacht hätte, die Fremden, die gekommen waren, wollten nur etwas zum Scherz sahen, oder sahen sie etwas Unvernünftiges. Da kam es denn zu der Rede des Engels: „Sollte dem HErrn etwas unmöglich sein?“ Verwandt damit ist das, daß Maria, 2000 Jahre später, es nicht recht glauben konnte, | + | Obiges Wort ist zu Abraham gesprochen, dem ein Sohn in seinem und der Sarah hohem Alter angekündigt wurde. Sarah, die hinter der Hütte stand, lächelte, wie wenn sie gedacht hätte, die Fremden, die gekommen waren, wollten nur etwas zum Scherz sahen, oder sahen sie etwas Unvernünftiges. Da kam es denn zu der Rede des Engels: „Sollte dem HErrn etwas unmöglich sein?“ Verwandt damit ist das, dass Maria, 2000 Jahre später, es nicht recht glauben konnte, |
| - | Das aber, daß bei Gott alle Dinge möglich sind, hat der HErr JEsus selbst durch Sein ganzes Tun bewiesen, um unsrem Glauben eine ganz neue Richtung zu geben. Er hat Dinge getan, bei welchen für uns lauter Unmöglichkeit im Hintergrunde ist. Man denke nur an eines der großen Wunder, die der HErr getan hat. Man denke an die Verwandlung des Wassers in Wein, an die Vermehrung des Brods und der Fische unter Seinen Händen, an die Auferweckung Lazari, - lauter Wunder, welche in vieler Klugen Kopf heute nicht mehr hineinwollen. Aber der HErr hat da recht klar gezeigt, | + | Das aber, dass bei Gott alle Dinge möglich sind, hat der HErr JEsus selbst durch Sein ganzes Tun bewiesen, um unsrem Glauben eine ganz neue Richtung zu geben. Er hat Dinge getan, bei welchen für uns lauter Unmöglichkeit im Hintergrunde ist. Man denke nur an eines der großen Wunder, die der HErr getan hat. Man denke an die Verwandlung des Wassers in Wein, an die Vermehrung des Brods und der Fische unter Seinen Händen, an die Auferweckung Lazari, - lauter Wunder, welche in vieler Klugen Kopf heute nicht mehr hineinwollen. Aber der HErr hat da recht klar gezeigt, |
| - | Zusatz: Denken wir über das zu Anfang Gesagte ein wenig weiter nach, so muß es vorerst eine Unmöglichkeit gewesen sein, aus dem nächsten besten Sohne Abrahams, wie er eben geboren würde, ein Volk Gottes zu machen, in welchem der Abrahamsglaube, | + | Zusatz: Denken wir über das zu Anfang Gesagte ein wenig weiter nach, so muss es vorerst eine Unmöglichkeit gewesen sein, aus dem nächsten besten Sohne Abrahams, wie er eben geboren würde, ein Volk Gottes zu machen, in welchem der Abrahamsglaube, |
| - | Nicht nur das Angeführte, | + | Nicht nur das Angeführte, |
| **Mel. Allein Gott in der Höh' | **Mel. Allein Gott in der Höh' | ||
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| „**Zu derselbigen Zeit redete Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, | „**Zu derselbigen Zeit redete Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, | ||
| - | Wir werden mit diesem Spruch an eine Geschichte erinnert, die uns lehrt, wie der Segen der Freunde Gottes auch andern - selbst solchen, die von Gott ferne stehen - erkennbar wird. Gott weiß die Seinen, die Ihm vertrauen und die in lebendiger Gemeinschaft mit Ihm stehen, wunderbar zu segnen und so, daß jedermann staunt. Da kann es vorkommen, | + | Wir werden mit diesem Spruch an eine Geschichte erinnert, die uns lehrt, wie der Segen der Freunde Gottes auch andern - selbst solchen, die von Gott ferne stehen - erkennbar wird. Gott weiß die Seinen, die Ihm vertrauen und die in lebendiger Gemeinschaft mit Ihm stehen, wunderbar zu segnen und so, dass jedermann staunt. Da kann es vorkommen, |
| So weiß der HErr Seine Kinder, wenn sie Ihm treu und redlich dienen, vor jedermanns Augen zu segnen. Und es erweckt auch in Fernerstehenden eine Lust, in eine freundschaftliche Verbindung mit solchen Gesegneten zu kommen - wie wenn sie auch etwas von dem Segen abschöpfen wollten, den sie da erblicken. Denn der König Abimelech kam mit seinem Feldhauptmann nur darum zu Abraham, weil er einen Bund mit ihm machen wollte. Freilich empfand er auch dem Abraham gegenüber, den sein Gott so sehr segnete, eine gewisse Ohnmacht, die ihn fürchten ließ, Abraham werde ihm wohl einmal mit seinem Geschlecht über den Kopf wachsen. | So weiß der HErr Seine Kinder, wenn sie Ihm treu und redlich dienen, vor jedermanns Augen zu segnen. Und es erweckt auch in Fernerstehenden eine Lust, in eine freundschaftliche Verbindung mit solchen Gesegneten zu kommen - wie wenn sie auch etwas von dem Segen abschöpfen wollten, den sie da erblicken. Denn der König Abimelech kam mit seinem Feldhauptmann nur darum zu Abraham, weil er einen Bund mit ihm machen wollte. Freilich empfand er auch dem Abraham gegenüber, den sein Gott so sehr segnete, eine gewisse Ohnmacht, die ihn fürchten ließ, Abraham werde ihm wohl einmal mit seinem Geschlecht über den Kopf wachsen. | ||
| - | Man denke sich aber in die Verhältnisse hinein, in welchen Abraham sich befand: Er war von ferne hergekommen in ein ihm ganz fremdes Land, weil Gott ihn dahin gerufen hatte. Er kam mit viel Gesinde und Herden, der wichtigsten Habe der damaligen Zeit. Anfangs konnte er denken, Gott rufe ihn in ein Land, das ziemlich unbewohnt wäre und in dem er sich mit leichter Mühe nach allen Seiten ausbreiten könnte. Aber als er kam, fand er das Land bevölkert von verschiedenen Völkerschaften. Wie bange mag es ihm da geworden sein, zumal er mit seinen Herden nicht immer am gleichen Ort sein konnte! Wie leicht konnte doch in rohen Leuten das Gelüste entstehen, Raubversuche zu machen oder Mordpläne zu fassen, um sich seiner Habe zu versichern! Aber ungefährdet konnte er im Lande bleiben, wie später Isaak und Jakob - was allein schon davon zeugte, | + | Man denke sich aber in die Verhältnisse hinein, in welchen Abraham sich befand: Er war von ferne hergekommen in ein ihm ganz fremdes Land, weil Gott ihn dahin gerufen hatte. Er kam mit viel Gesinde und Herden, der wichtigsten Habe der damaligen Zeit. Anfangs konnte er denken, Gott rufe ihn in ein Land, das ziemlich unbewohnt wäre und in dem er sich mit leichter Mühe nach allen Seiten ausbreiten könnte. Aber als er kam, fand er das Land bevölkert von verschiedenen Völkerschaften. Wie bange mag es ihm da geworden sein, zumal er mit seinen Herden nicht immer am gleichen Ort sein konnte! Wie leicht konnte doch in rohen Leuten das Gelüste entstehen, Raubversuche zu machen oder Mordpläne zu fassen, um sich seiner Habe zu versichern! Aber ungefährdet konnte er im Lande bleiben, wie später Isaak und Jakob - was allein schon davon zeugte, |
| - | So war Abraham selbst mit dem Segen, den er erfuhr, ein „Licht unter den Heiden“. Und der HErr weiß Seinem Namen Ehre zu verschaffen, | + | So war Abraham selbst mit dem Segen, den er erfuhr, ein „Licht unter den Heiden“. Und der HErr weiß Seinem Namen Ehre zu verschaffen, |
| - | Wie viel Gewinn nach innen und außen kann doch der haben, der gottselig ist und die Furcht Gottes nicht aus den Augen läßt | + | Wie viel Gewinn nach innen und außen kann doch der haben, der gottselig ist und die Furcht Gottes nicht aus den Augen lässt |
| =====1. Mose 21,22 ===== | =====1. Mose 21,22 ===== | ||
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| Fassen wir mit wenigem zusammen, was uns der Besuch Abimelechs bei Abraham zu beherzigen gibt. Merken wir denn | Fassen wir mit wenigem zusammen, was uns der Besuch Abimelechs bei Abraham zu beherzigen gibt. Merken wir denn | ||
| - | - nach dem bereits Gesagten: wie gut wir's haben, wenn wir durch Glauben und Gehorsam Gottes Lieblinge geworden sind! Da kann Er es mit uns auf allerlei Weise - wenn auch nicht gerade vor Augen glänzend, doch allezeit - so machen, | + | - nach dem bereits Gesagten: wie gut wir's haben, wenn wir durch Glauben und Gehorsam Gottes Lieblinge geworden sind! Da kann Er es mit uns auf allerlei Weise - wenn auch nicht gerade vor Augen glänzend, doch allezeit - so machen, |
| - wie wir uns, dem Abimelech gleich, zu Gesegneten herzumachen sollten, weil wir von ihrer Gemeinschaft und Liebe nur gewinnen können. Gott mag es nicht gefallen, wenn wir uns kalt und herzlos oder gar neidisch ihnen ferne stellen; | - wie wir uns, dem Abimelech gleich, zu Gesegneten herzumachen sollten, weil wir von ihrer Gemeinschaft und Liebe nur gewinnen können. Gott mag es nicht gefallen, wenn wir uns kalt und herzlos oder gar neidisch ihnen ferne stellen; | ||
| - | - wie wir solche, die sich uns liebend nähern wollen, wie Abimelech dem Abraham, nicht gleichgültig und hölzern oder gar lieblos und abstoßend, sondern mit zuvorkommender Liebe aufnehmen sollen. Wir dürfen uns nicht davon abhalten lassen, selbst wenn sie viel zu wünschen übrig lassen, wie auch Abraham den Abimelech zuerst strafen | + | - wie wir solche, die sich uns liebend nähern wollen, wie Abimelech dem Abraham, nicht gleichgültig und hölzern oder gar lieblos und abstoßend, sondern mit zuvorkommender Liebe aufnehmen sollen. Wir dürfen uns nicht davon abhalten lassen, selbst wenn sie viel zu wünschen übrig lassen, wie auch Abraham den Abimelech zuerst strafen |
| // Zusatz 17 - zu 1. Mose 21,22 Gebrauch der Losungen // | // Zusatz 17 - zu 1. Mose 21,22 Gebrauch der Losungen // | ||
| Zeile 67: | Zeile 67: | ||
| In der oben benützten Losung der Brüdergemeine stehen nur die Worte: „Gott ist mit dir in allem, das du tust“ - ohne Andeutung, wer die Worte sage und wie sie in dem Zusammenhang zu nehmen sind. | In der oben benützten Losung der Brüdergemeine stehen nur die Worte: „Gott ist mit dir in allem, das du tust“ - ohne Andeutung, wer die Worte sage und wie sie in dem Zusammenhang zu nehmen sind. | ||
| - | Es ist aber bei der Lesung so gestellter Losungen große Vorsicht nötig, weil sie für solche verführerisch sind, die gerne die Losungen dazu benützen, den Willen Gottes in Diesem und Jenem, das sie unter den Händen haben, zu erfahren. Diese können - und das ist's, wovor sie zu warnen sind - versucht werden, auch den obigen Spruch, den doch nur ein heidnischer König sagt, als einen Gottesspruch zu nehmen, der ihnen unfehlbar sagen würde, | + | Es ist aber bei der Lesung so gestellter Losungen große Vorsicht nötig, weil sie für solche verführerisch sind, die gerne die Losungen dazu benützen, den Willen Gottes in Diesem und Jenem, das sie unter den Händen haben, zu erfahren. Diese können - und das ist's, wovor sie zu warnen sind - versucht werden, auch den obigen Spruch, den doch nur ein heidnischer König sagt, als einen Gottesspruch zu nehmen, der ihnen unfehlbar sagen würde, |
| - | Besonders gefährlich können so die Sprüche der Losungen werden, wenn man sie sich geflissentlich - um gleichsam Gott um Rat zu fragen - durchs Los zieht. Weil bei solchen Versuchen, sich des Willens Gottes zu versichern, doch eigentlich stets eine unrechte Stimmung zugrunde liegt - indem man zu einer solchen Fragerei durch gar nichts von Gott selbst in Seinem Wort ermächtigt ist und so den schweigenden Gott gleichsam zum Sprechen nötigen will -, so kann es wohl geschehen, | + | Besonders gefährlich können so die Sprüche der Losungen werden, wenn man sie sich geflissentlich - um gleichsam Gott um Rat zu fragen - durchs Los zieht. Weil bei solchen Versuchen, sich des Willens Gottes zu versichern, doch eigentlich stets eine unrechte Stimmung zugrunde liegt - indem man zu einer solchen Fragerei durch gar nichts von Gott selbst in Seinem Wort ermächtigt ist und so den schweigenden Gott gleichsam zum Sprechen nötigen will -, so kann es wohl geschehen, |
| - | Auch davor hat man sich zu hüten, | + | Auch davor hat man sich zu hüten, |
| - | Lerne man doch alle Gottesworte nicht anders gebrauchen, als wie geschrieben steht (2. Tim. 4,16f.): „Alle Schrift von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, | + | Lerne man doch alle Gottesworte nicht anders gebrauchen, als wie geschrieben steht (2. Tim. 4,16f.): „Alle Schrift von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, |
| - | Immerhin mag ein Spruch zutreffen, und genau genommen, | + | Immerhin mag ein Spruch zutreffen, und genau genommen, |
| Möchte man doch allzeit nüchtern bleiben und sich aus der Einfalt nicht verrücken lassen! | Möchte man doch allzeit nüchtern bleiben und sich aus der Einfalt nicht verrücken lassen! | ||
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| **“Der HErr, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben.“** | **“Der HErr, vor dem ich wandle, wird seinen Engel mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben.“** | ||
| - | Abraham schickt seinen Knecht aus in die weite Welt, um seinem Sohne Isaak eine Frau holen zu lassen aus einem andern Geschlecht, als das der Kanaaniter um ihn her gewesen ist, weil das eben heidnische, abgöttische Leute waren, und Abraham auch in seinen Kindern dem wahren Gott dienen will. Einen Oberknecht, oder eigentlich, wie es war, Obersklaven, | + | Abraham schickt seinen Knecht aus in die weite Welt, um seinem Sohne Isaak eine Frau holen zu lassen aus einem andern Geschlecht, als das der Kanaaniter um ihn her gewesen ist, weil das eben heidnische, abgöttische Leute waren, und Abraham auch in seinen Kindern dem wahren Gott dienen will. Einen Oberknecht, oder eigentlich, wie es war, Obersklaven, |
| - | Aber ein kindlicher Knecht | + | Aber ein kindlicher Knecht |
| - | Die ganze Kunst des Lebens aber besteht darin, | + | Die ganze Kunst des Lebens aber besteht darin, |
| **Mel. Allein Gott in der Höh.** | **Mel. Allein Gott in der Höh.** | ||
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| Mir Licht und Kräfte geben. \\ | Mir Licht und Kräfte geben. \\ | ||
| Räum', | Räum', | ||
| - | Daß ich am Ziel Dich loben kann .\\ | + | Dass ich am Ziel Dich loben kann .\\ |
| hat mich wohl geführet!“ | hat mich wohl geführet!“ | ||
| ===== 1. Mose 45,5 ===== | ===== 1. Mose 45,5 ===== | ||
| - | „**Bekümmert euch nicht, | + | „**Bekümmert euch nicht, |
| - | Joseph ist's, der hier mit seinen Brüdern redet, da sie ihn endlich erkannten. Oft wird Joseph als ein Vorbild Christi genommen; und die dabei leitenden Gedanken reihen sich allerdings gut gerade an unsern Spruch an: Joseph ist von seinen eigenen Brüdern verkauft - der HErr Jesus von Seinem Volke, das Ihm als ein Volk von Brüdern galt, in die Hände der Heiden überantwortet worden. Der HErr Jesus ist nicht nur ins Elend, sondern auch ans Kreuz ausgeliefert worden und hätte Ursache gehabt, nicht nur denen, die Ihn überantworteten und töteten, zu zürnen, sondern dem ganzen Menschenstamm, | + | Joseph ist's, der hier mit seinen Brüdern redet, da sie ihn endlich erkannten. Oft wird Joseph als ein Vorbild Christi genommen; und die dabei leitenden Gedanken reihen sich allerdings gut gerade an unsern Spruch an: Joseph ist von seinen eigenen Brüdern verkauft - der HErr Jesus von Seinem Volke, das Ihm als ein Volk von Brüdern galt, in die Hände der Heiden überantwortet worden. Der HErr Jesus ist nicht nur ins Elend, sondern auch ans Kreuz ausgeliefert worden und hätte Ursache gehabt, nicht nur denen, die Ihn überantworteten und töteten, zu zürnen, sondern dem ganzen Menschenstamm, |
| Alles hat, wie bei Joseph so beim Heiland, Gott geschehen lassen, damit ihrer viele leben möchten, in dem einen Fall in dieser Welt, im andern Fall in jener Welt. | Alles hat, wie bei Joseph so beim Heiland, Gott geschehen lassen, damit ihrer viele leben möchten, in dem einen Fall in dieser Welt, im andern Fall in jener Welt. | ||
| - | Wie sich darum ein Joseph freut, | + | Wie sich darum ein Joseph freut, |
| - | Im Übrigen aber hat die ganze Sache auch wieder eine Bedeutung für unsre Denk- und Handlungsweise: | + | Im Übrigen aber hat die ganze Sache auch wieder eine Bedeutung für unsre Denk- und Handlungsweise: |
| - | Das sind freilich keine Gedanken nach der Welt Art, keine Gedanken, die der natürliche Mensch so leicht hat, der nur gleich lieber totschlagen als lebendig machen möchte. Das sind göttliche Gedanken! Wir sind aber keine rechten Christen, wenn wir von diesen Gedanken nicht etwas lernen, so daß wir uns viel gefallen lassen können - hoffend und wünschend, jeder Schlag, den uns ein andrer gibt, möchte dem, der ihn gibt, ein Gutes einbringen! | + | Das sind freilich keine Gedanken nach der Welt Art, keine Gedanken, die der natürliche Mensch so leicht hat, der nur gleich lieber totschlagen als lebendig machen möchte. Das sind göttliche Gedanken! Wir sind aber keine rechten Christen, wenn wir von diesen Gedanken nicht etwas lernen, so dass wir uns viel gefallen lassen können - hoffend und wünschend, jeder Schlag, den uns ein andrer gibt, möchte dem, der ihn gibt, ein Gutes einbringen! |
| Überlegen wir's und verstehen wir's! Aber ach, wie armselige Leute sind wir! | Überlegen wir's und verstehen wir's! Aber ach, wie armselige Leute sind wir! | ||