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| - | ======Baur, Wilhelm - Jesus Christus, unsere Versöhnung - Sonntag Judica.====== | ||
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| - | Ach, was du Herr erduldet, \\ | ||
| - | Ist alles meine Last, \\ | ||
| - | Ich hab' es selbst verschuldet, | ||
| - | Was du getragen hast. \\ | ||
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| - | Schau her, hier steh ich Armer\\ | ||
| - | Der Zorn verdienet hat,\\ | ||
| - | Gib mir, o mein Erbarmer,\\ | ||
| - | Den Anblick deiner Gnad! Amen. | ||
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| - | Geliebte im Herrn! Von der Versöhnung der Welt mit Gott, die Gott selber in Christo gestiftet, hab ich vor acht Tagen gesprochen. Nachdem der Mensch gegen den heiligen Gott, der doch lauter Liebe ist, sich durch die Sünde empört was sollte geschehen? Gott hätte sich selbst aufgegeben, er wäre der Heilige nicht geblieben, wenn er die Menschen in der Sünde gelassen und nicht eine Sühne gesucht hätte. Gott hätte die Menschen aufgegeben, er wäre die Liebe nicht geblieben, wenn er den Menschen ihre Sünde zugerechnet und sie durch den ewigen Tod hätte bezahlen lassen. Da hat die Liebe einen Weg gefunden, auf welchem Gott der Heilige blieb, aber die Menschen mit ihm versöhnt werden konnten. Gott stellte in seiner Liebe den Sohn Gottes, welcher der Liebe zu Willen war, selbst als Sühnopfer dar, und Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit ihm selber. Er hat den der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir würden in ihm die Gerechtigkeit, | ||
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| - | Höchster Priester, der du dich \\ | ||
| - | Selbst geopfert hast für mich; \\ | ||
| - | Lass doch, bitt' ich, auch auf Erden \\ | ||
| - | Noch mein Herz dein Opfer werden. \\ | ||
| - | Denn die Liebe nimmt nichts an, \\ | ||
| - | Was du Liebe nicht getan; \\ | ||
| - | Was durch deine Hand nicht gehet, \\ | ||
| - | Wird zu Gott auch nicht erhöhet. | ||
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| - | Text: Hebr. 9,11-15.\\ | ||
| - | **Christus aber ist gekommen, dass er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebaut ist; auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, sondern er ist durch sein eigenes Blut einmal in das Heilige eingegangen, | ||
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| - | Der Brief an die Hebräer, meine lieben Freunde, ist wahrscheinlich an solche Christen aus dem Volk Israel geschrieben, | ||
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| - | Die Herrlichkeit des Hohenpriesters Jesu Christi, in der Vollkommenheit des Opfers, das er bringt, des Wandels, den er wirkt und des Erbes, das er verschafft. | ||
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| - | =====I.===== | ||
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| - | Die Herrlichkeit des Hohenpriesters Jesu Christi sehen wir zuerst in der Vollkommenheit des Opfers, das er gebracht. Davon zeugt unser Schriftwort: | ||
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| - | Sein Leiden aber war zugleich ein Tun. Es kam nicht über ihn wider seinen Willen. Mit völliger Klarheit der Erkenntnis, mit ruhiger Festigkeit des Willens hat er es auf sich genommen. Der Vater sendete, aber der Sohn ging. Der Vater legte auf, und der Sohn sprach: Ich wills gern tragen! Der Versucher zeigte ihm einen andern Weg: Er ging den des Kreuzes. Seine Lieben hielten ihn zurück, er ging den Kreuzesweg weiter. Das Volk wollte ihn zum Könige machen, da entwich er. Die Häscher wollten ihn greifen, da sprach er: Ich bins! Es gehörte freilich zu seinem Leiden, weil es die Sünde der Menschen sühnen sollte, das Zittern und Zagen und das Gefühl der Gottverlassenheit, | ||
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| - | =====II.===== | ||
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| - | Die Herrlichkeit des Hohenpriesters Jesu Christi sehen wir ferner in dem vollkommenen Wandel, den er bei uns wirkt. Es ist ein gewichtiges Wort, das wir in unserer Epistel lesen: Denn so der Ochsen und der Böcke Blut, und die Asche von der Kuh gesprengt, heiligt die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit; wie vielmehr wird das Blut Christi, der sich selbst, ohne allen Wandel, durch den heiligen Geist, Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott? Reinigung des Gewissens von den toten Werken zum Dienst des lebendigen Gottes das wäre also die Frucht, welche aus dem Opfer Jesu Christi reifen soll, da hätten wir unsers Wandels Ausgang, Fortgang und Ziel. Der Ausgang ist die Reinigung unseres Gewissens. Das Gewissen ist die Stelle in dem Menschen, da die Stimme Gottes gehört und beantwortet wird, da der Mensch sich mit Gott am unmittelbarsten berührt. Darum ist jede Reinigung, welche nicht ins Gewissen hinabreicht, | ||
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| - | =====III.===== | ||
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| - | Die Herrlichkeit des Hohenpriesters Jesu Christi sehen wir endlich in dem vollkommenen Erbe, das er uns erwirbt. Lasst uns noch einmal in unser Schriftwort sehen, was von diesem Erbe darin gesagt ist. Christus aber ist gekommen, dass er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebaut ist. Darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf dass durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen, | ||
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