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| - | ======Ahlfeld, | ||
| - | **Zu der Zeit kam Johannes, der Täufer, und predigte in der Wüste des jüdischen Landes, und sprach: Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.**\\ | ||
| - | (Matth. 3,1.2. ) | ||
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| - | Wo Gott ein Neues macht, da räumt er zuvor auf unter dem Alten. Wenn der Frühling kommen soll, räumt er auf unter dem alten Eis und Schnee. Er räumt auf auf dem Feld, denn die dürren Stoppeln müssen zuvor verwesen. Auf den Wiesen muss das alte Gras verwelken, und auf den Bäumen bricht er die dürren Zacken durch die Frühlingsstürme weg. Anders macht er es in dem Menschengeschlecht auch nicht. Er pflüget ein Neues. Er will sein heiliges Samenkorn nicht unter die Hecken und Dornen werfen. Der Herr konnte nicht kommen, ohne dass ein Johannes voranging und in dem Herzen des Volkes aufräumte. Er musste erst mit der scharfen Axt des Gesetzes die alten Dornen abhauen. Auch heute noch muss Johannes vorangehen, wenn Christus bei dir einziehen soll. Der Herr kann dir nicht zum Segen kommen im heiligen Abendmahl, wenn dir nicht das Gesetz deine Sünde aufgedeckt und in dem armen Herzen Klarheit gemacht hat. Siehe, so kann er auch bei dir nicht einziehen zum heiligen Christfest, wenn Johannes nicht vorangegangen ist. Da ist keine Weihnachtsfeier, | ||
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| - | O treuer Heiland, gib Gnade, dass wir recht angetan hinkommen vor deinen Herold Johannes. Behüte uns, dass wir nicht vornehm vor dem treuen Gesetzesprediger hintreten, als ob seine Predigt für uns überflüssig sei. Behüte uns, dass wir nicht denken: Wir haben Christum, was brauchen wir da Johannes? Wir haben den freundlichen Heiland, was brauchen wir den harten Mann? Wo wir an einem Tag das Gesetz nicht fühlen mit seinen Drohungen und mit seinem Gericht, da haben wir auch dich nicht recht. So erbarme dich unser, dass wir uns erst in der Wüste holen das zerbrochene und zerschlagene Herz, damit wir dann auch an deiner Wiege singen können: „Meine Seele erhebe den Herrn und mein Geist freue sich Gottes meines Heilandes. Du hast angesehen das Elend deines Knechts, und hast seine Seele errettet von den Ketten des Todes, dir sei Preis und Dank und Anbetung in Ewigkeit!“ Amen. (Fr. Ahlfeld) | ||
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| - | **Er ist der, von dem der Prophet Jesajas gesagt hat: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste, bereitet dem Herrn den Weg und macht richtig seine Steige.**\\ | ||
| - | (Matth. 3,3.) | ||
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| - | Als Predigtstätte hatte sich Johannes die Wüste erwählt. Warum denn diese? Warum predigte er denn nicht in der Nähe von Jerusalem oder etwa in einem Palmenhain bei Jericho? Konnte er denn dem Volk nicht ein Wenig entgegenkommen, | ||
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| - | Lieber himmlischer Vater. Es ist heute Rüsttag auf den Sonntag, da gibt's zu rüsten und zu reinigen im Hause. Es sind aber auch Rüsttage auf dein Kommen im Sohne; das lass uns in aller äußeren Arbeit, in allen Welt- und Geschäftsgedanken nicht vergessen. Gib uns stille Stunden, wo wir unser Herz reinigen und rüsten. In seinen Sünden, seiner Decke, gleicht es der Wüste ohne Quell, ohne Schatten. Unsere Schuld brennt darin wie glühend Feuer. Doch du kannst dies Feuer löschen mit dem Blute Christi, du gießt Ströme auf die Wüste. Dein Tau ist wie der Tau des grünen Feldes. Der Durstige kann zur Quelle kommen. Lass deinen Gnadenstrom auch in meiner Herzenswüste fließen und lass es davon grünen und blühen, dass wenn du kommst du grüne Auen findest und richtige Steige. Amen. (Fr. Ahlfeld) | ||
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| - | **Denn ich sage euch wahrlich: Bis dass Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe, noch ein Tittel vom Gesetz, bis dass es Alles geschehe.**\\ | ||
| - | (Matth. 5,18.) | ||
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| - | Seht diesen gewaltigen Gegensatz. Auf der einen Seite steht das große, ungemessene Weltgebäude, | ||
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| - | Wenn sich denn dies i mit seinem Tippelchen vor dem ganzen Weltgebäude nicht zu fürchten hat, wenn es den Kampf mit ihm aufnehmen kann: dann hat sich sicher die Schrift auch nicht vor ihren Klugen Richtern zu fürchten, welche sie ganz auflösen, welche Christum, ihre Seele, herausnehmen, | ||
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| - | Herr, unser Gott, habe Dank für dein teures Wort, diese einzige feste Insel mitten in dem wogenden Meer des menschlichen Irrtums. Ach Herr, was hätten wir denn, wenn wir dein Wort nicht hätten? Aus einer Meinung und Vermutung würden wir der andern in die Arme geworfen. Unser Heil wäre verborgen und ungewiss, und der Weg dahin noch ungewisser. Aber du hast dich unserer erbarmt. Du hast auf die Klippe den Leuchtturm gebaut, der immer gleichen Schein gibt, und der uns deutlich die Straße nach der seligen Heimat zeigt. In deinem Lichte sehen wir das Licht. Nun gib uns nur Demut und Glauben, dass wir solches Licht auch für dein Licht nehmen, uns desselben freuen, und durch die tausend Irrlichter aus dem Pfuhl der Welt nicht irre machen lassen und endlich in Kraft dieses Lichtes als die Kinder des Lichtes auch im Lichte wandeln. Amen. (Fr. Ahlfeld) | ||
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| - | **Wer nun Eins von diesen kleinsten Geboten auflöst, und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich.**\\ | ||
| - | (Matth. 5,19.) | ||
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| - | Das Gesetz ist für die in dem Herrn Wiedergebornen eine Anweisung, wie sie zu seiner Ehre wandeln sollen. Da heißt es denn für uns: „Wir haben das Gesetz zu erfüllen!“ Es ist aber den Kindern Gottes kein Gesetz mehr, sondern es ist der gute und gnädige Wille ihres lieben Vaters im Himmel. Wir aber antworten in unserer Schwachheit: | ||
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| - | Herr Jesu Christe, du bist der, der da kommen soll. Wir wollen und können keines Andern warten. Durch deine gnädige Zukunft soll das Land der Gerechtigkeit voll werden wie Wasser, die das Meer bedecken. So komm denn, zeuch ein zu deinen Toren, sei meines Herzens Gast, Der du die ganze arme Erde nicht verschmähet hast, verschmähe auch diese arme Welt nicht. Erfülle unsere Herzen mit deinem köstlichsten Gut. Gib Gnade, dass wir dich im Glauben annehmen und in dir ergreifen die Gerechtigkeit, | ||
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| - | **Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe!**\\ | ||
| - | (Matth. 7, 15.) | ||
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| - | HErr JEsus Christus, erbarme Dich über uns, dass wir herauskommen aus allerlei Schein, Lüge und Heuchelei! Pflanze und gründe uns in die Wahrheit: denn wir sind Dein, und Du bist die Wahrheit. HErr, gib uns eine gründliche Erkenntnis unseres Heils, gib uns auch einen rechten Ernst, Dich zu bekennen und Dir nachzuwandeln! Befreie Du uns von Menschenknechtschaft! Lass uns nicht mehr abhängen von der Meinung, vom Wort und dem Augenwinken der Leute! Gib uns in Dir die gottselige, evangelische Freiheit und Klarheit, welche hindurchschaut durch die Maske, welche mit dem Schwert des Wortes den Nebel aller Lüge und Heuchelei durchschneidet und unbeirrt vor Deinem heiligen Angesicht ihren Gang geht! „Hüter, wird die Nacht der Sünden Nicht verschwinden? | ||
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| - | **Da sagte Er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, | ||
| - | (Matth. 8, | ||
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| - | Ist der HErr Jesus der Steuermann in unserem Lebensschifflein, | ||
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| - | „Du hast mir die Bahn gebrochen, \\ | ||
| - | Hast die Fluten überwunden, | ||
| - | Hast mich aus der Stürme Nacht \\ | ||
| - | Sicher an das Land gebracht! \\ | ||
| - | Preis sei Deiner Gnad und Macht!“ Amen. (Fr. Ahlfeld.) | ||
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| - | **Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig, | ||
| - | (Matth. 21,5.) | ||
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| - | Es ist ein eigener Königszug, den der heutige Sonntag uns vorstellt. Der Herr zieht von Jericho her nach Jerusalem. Es ist aber keine Gestalt noch Schöne, die uns gefallen hätte. Das Tier auf dem er einzieht ist ein geborgtes. Zwei Jünger müssen eine Eselin in Bethphage ablösen und zu ihm führen. So zieht er nicht ein auf prächtigem Königsrosse, | ||
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| - | Herr, barmherziger Heiland, wir danken dir, dass du in solcher Niedrigkeit zu uns kommst. Du hast deine Herrlichkeit verlassen um unsertwillen. In deinem Leiden willst du ja meine Sünde tilgen und meine Schuld tragen, darum wählst du die Dornenkrone statt der Ehrenkrone. Du willst unsern Glauben an dich wecken, darum kommst du nicht in Macht und Herrlichkeit, | ||
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| - | **Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Das Volk aber das vorging und nachfolgte schrie und sprach: Hosianna dem Sohne Davids; gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!**\\ | ||
| - | (Matth. 21,8 u. 9.) | ||
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| - | Gehe einmal in den Garten deines Herzens, da steht ein Palmenbaum mit hohem, schwanken Schaft, das ist dein Hochmut, deine Meinung von dir selbst, dein Stolz auf deine Tugend, auf deine Kunst, auf deine Güter. Da steig hinauf, brich ihm die Zweige ab, brich ihm die Krone aus, dass er nicht mehr wachsen kann. Und alles streue dem Herrn auf den Weg. Du trägst ein Staatskleid, | ||
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| - | Herr Jesu Christe! Kein Menschenname kann mir helfen: denn an allen Menschennamen klebt Sünde und Schuld. Keiner kann mir helfen der in seinem eigenen Namen kommt. Er muss kommen in Gottes Namen; an ihm, an ihm allein hab' ich gesündigt; von ihm, von ihm allein kommt auch die Gnade. Und du, Gottessohn, hast einen Namen, der über alle Namen ist. Du kommst im Namen dessen, der die Handschrift zerreißen kann, der das Wehe des Gesetzes hinwegnehmen kann. Hab Dank für dein so heißes Lieben, das dich zu mir herabgetrieben. Lass mich dies Lieben nicht vergessen in der Arbeit und Unruhe des Tages, dass diese Zeit eine stille Rüstzeit werde auf dein heiliges Kommen. Amen. (Fr. Ahlfeld) | ||