Hofacker, Wilhelm - Am ersten Sonntag nach dem Erscheinungsfeste.

Hofacker, Wilhelm - Am ersten Sonntag nach dem Erscheinungsfeste.

Text Mark. 10, 13-16.

Und sie brachten Kindlein zu Ihm, daß Er sie anrührete. Die Jünger aber fuhren die an, die sie trugen. Da es aber Jesus sah, ward Er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: wer das Reich Gottes nicht empfänget als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und Er herzete sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

„Bringe sie her zu mir, daß ich sie segne!“ - so sprach einst der Erzvater Jakob zu seinem geliebten Sohne Joseph, als er, hochbetagt und lebenssatt aus seinem Sterbelager seinem nahen Ende entgegensah und seine Kinder zum letzten Segensgruß um ihn her versammelt waren. Joseph aber führte auf solches Geheiß seines Vaters seine beiden Söhne, die ihm in Aegypten geboren worden waren, Ephraim und Manasse, herzu, und der alte Großvater herzete und küssete sie und setzte sie feierlich zu ebenbürtigen Erben ein gleich seinen übrigen Kindern. Dem treuen Sohne Joseph aber that es unaussprechlich wohl, seine beiden Kinder durch die Hand des ehrwürdigen Vaters gesegnet zu wissen, und auch ihnen selbst, obgleich sie damals noch jung waren, mag es ein feierlicher Augenblick gewesen seyn, als die Hand des ergrauten Knechtes Gottes auf ihren Häuptern lag und, sie die erzväterliche Weihe zum Wandel in den Fußstapfen des gläubigen Abrahams auf Hoffnung der zukünftigen Verheißung erhielten. Dringt ja doch in solchen Stunden unsers Lebens jene heilige Gottesstimme an unser Ohr: ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort, darauf du stehest, ist heiliges Land! und auch unser Herz muß, von einem heiligen Schauer ergriffen, bei solchen Veranlassungen ausrufen: hier ist wahrlich Gottes Haus, hier ist die Pforte des Himmels!

Ein ähnlicher, nur viel großartigerer und bedeutsamerer Auftritt, in schöner neutestamentlicher Beleuchtung, begegnet uns in unserem heutigen Evangelium. Während dort im alten Bunde ein schlichter Erzvater, der auf den Trost Israels wartete, über seine Enkel seine Segenshand emporhebt, erhebt sie hier der König des Himmelreichs selbst, der der Zielpunkt alles Sehnens und Verlangens der Väter gewesen, und nun der Brunnquell alles Segens für alle Völker geworden ist. Während es sich dort im alten Bunde am Sterbelager des zur Heimfahrt sich rüstenden Jakob zugleich um ein irdisches Erbtheil handelte, das den beiden Söhnen Josephs feierlich und testamentarisch zugesichert werden sollte, handelt es sich hier um jenen geistlichen Segen in himmlischen Gütern, der durch Christum über uns und unsere Kinder kommen und das selige Erbtheil der Heiligen im Licht nach den Rechten neutestamentlicher Gnade uns zusichern soll. Ja, während dort nur Familiengenossen und Blutsverwandte den Zutritt hatten zum segnenden Großvater; - siehe, so sind hier nun alle Schranken gefallen, alle Scheidewände aufgehoben, und alle Kinder haben mit jener ersten Kinderschaar gleiche Rechte zum Hintritt vor den ewigen Segensfürsten und gleichen Antheil an dem Reichthum der Gnade und Barmherzigkeit, der in Christo nun aufgeschlossen ist.

Und eben dieß macht denn auch den Vorgang in unserem heutigen Evangelium für alle Eltern und Erzieher, denen Kinderseelen anvertraut sind, so trostreich und bedeutsam. Noch sind ja seit seiner Erhöhung auf den Thron der Majestät die Segensarme Jesu Christi nicht kürzer geworden; noch geht die Lockstimme des großen Hirten der Schafe durch alle Lande: „lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht!“ noch dürfen alle christliche Eltern ihre Kinder dem Heiland der Welt in der Fürbitte und durch Zucht und Vermahnung darbringen, und dessen gewiß seyn, daß seine Segen stets noch reichlich fließen, daß sein Friedensbund auch auf unsere Nachkommen sich vererbet und durch seine Gottesmacht auch ihre Seelen im Glauben bewahrt werden können zum ewigen Leben.

Lasset uns deßhalb von unserem Evangelium aus einige anregende und ermunternde Blicke thun auf den heiligen und aufgabereichen Erziehungs-Beruf, welcher gottesfürchtigen Eltern obliegt.

Wir fassen dabei in's Auge:

  1. die wichtigste Sorge, die ihr Herz erfüllen soll;
  2. die schwierigsten Hindernisse, die ihnen dabei in den Weg treten;
  3. die höchste Freude, der sie in Hoffnung Raum geben dürfen.

I.

Fragen wir nach der wichtigsten Sorge, welche gottesfürchtigen Eltern im gewichtigen Erziehungsberufe obliegt, so antwortet unser heutiges Evangelium auf die sprechendste und einleuchtendste Weise. Die frommen Mütter, die in demselben vor unser Auge treten, mit ihren Kindern auf den Armen, zu Christo eilend, damit Er dieselben anrühre und segne, - sie stehen da als nachahmungswürdige, hellleuchtende Muster einer tiefen und heiligen Elternliebe, die für die Kinder das Beste erwählt und das Rechte trifft. Ihre Einsicht in die Wege Gottes war wahrscheinlich noch sehr gering, ihre Begriffe vom Himmelreich ohne Zweifel noch sehr dürftig, vielleicht mit manchen irdischen und fleischlichen Zusätzen vermischt, und auch über das, was sie jetzt thaten im Drang eines mehr unbewußt sie beherrschenden Glaubenstriebs, hätten sie keine klare und bündige Rechenschaft zu geben vermocht: - aber dennoch griffen sie in ihrer Herzenseinfalt nach demjenigen Mittel, wodurch sie ihren Kindern in der That und Wahrheit das höchste und dauerndste Gut, den besten und bleibendsten Segen zuzuwenden vermochten. Sie brachten sie zu Jesu; sie stellten sie seiner gnadenreichen Liebe dar; sie legten die Lämmer in den Schooß des guten Hirten und waren der gewissen und festen Zuversicht, daß dieß an ihren Kindern nicht vergeblich seyn, sondern ebendamit ihnen ein Kleinod zugetheilt werden würde, das als die beste Ausstattung und das schönste Angebinde ihnen auf ihrer Lebensreise unverkümmert und ungeraubt verbleiben müsse. Und haben sie sich wohl hierin nur einem frommen Aberglauben hingegeben, der nichts weiter gewesen wäre, als eine schöne Täuschung ohne Wahrheit und wirklichen Gehalt? Nimmermehr! Denn was der HErr segnet, das ist ja gesegnet ewiglich. Wem Er die Hände auflegt, auf de n strömen die Segenskräfte seiner sich selbst mittheilenden Liebe, seines wahrhaftigen Lebens und Friedens über, also daß dadurch das Schwache gekräftigt, das Blöde ermuthigt, die Gebrechen geheilt, und die Mängel erstattet werden. Deßwegen bleibt es auch der oberste Grundsatz im christlichen Erziehungsgeschäfte, die Kinder zu Jesu zu führen, Ihm sie darzustellen, in seine heilige Nähe sie zu bringen und darin zu erhalten, damit sie unter seinen Augen aufwachsen, im Element seiner Liebe erstarken, die Friedensluft seines Geistes einathmen und von Anfang an Pflanzen seiner Gerechtigkeit werden, die im heiteren und wohlthätigen Sonnenschein seiner Gnade und Wahrheit gedeihen und den schönen Schmuck unvergänglichen Lebens an sich tragen. Hierauf allein beruht Heil und Segen beim verantwortungsreichen Erziehungsgeschäfte. Sonst ist alle unsere Mühe und Sorge vergeblich, aller Aufwand, alle Bildung, alle Kunst, ja das Schönste und Beste eitel. Und wird auch das Kind mit allen Reizen geschmückt, mit allen Kunstfertigkeiten ausgerüstet, mit allen Bildungsmitteln bereichert, so ist das doch nur eine hohle oberflächliche Tünche, ohne Kraft und Wahrheit und Leben; es fehlet die Hauptsache, es fehlet die Krone, der Segen, die heiligende Weihe.

Hier verweile ein wenig, Elternherz, und prüfe dich, auf was du in deiner bisherigen Erziehung gesäet hast, auf das Fleisch oder auf den Geist? für wen du dein Kind bisher erzogen hast, für den HErrn oder für die Welt? welches Augenmerk dich in seiner Behandlung geleitet hat, die Zeit oder die Ewigkeit? Du willst deinem Kinde eine sorgenfreie Zukunft sichern, es soll nicht arm, nicht hülflos dastehen in der Welt, wenn du einmal die Augen schließen wirst, daher deine Arbeit, deine Mühe, deine Sorge, dein Schweiß, deine Anstrengung, auf die du dir vielleicht so viel zu gut thust, - aber hast du dich auch wohl schon für dein Kind ebenso eifrig gemüht um den geistlichen Segen in himmlischen Gütern, wie du dich für dasselbe mühtest um den leiblichen Segen in irdischen Gütern? Du gehst darauf aus, Geld und Gut zusammenzubringen, um deinem Kinde einst ein tüchtiges Erbstück zurückzulassen, bist du wohl auch schon ebenso eifrig gewesen, durch priesterliche Fürbitte deinem Kinde die rechten, unentreißbaren Segenskapitalien anzulegen, die, der Hand des himmlischen Pflegers anvertraut, ihm ewige Zinsen tragen werden? Besinne dich, prüfe dich! - Oder du willst deinem Kinde eine seinem Stande und künftigen Berufe angemessene Erziehung geben; du lässest es deßwegen an keiner Sorgfalt und an keinem Aufwand fehlen; du scheust kein Opfer, um es recht geschickt und brauchbar zu machen für den ausgedehnteren oder beschränkteren Wirkungskreis, in dem es einst sich bewegen soll, - frage dich doch, ob dir deines Kindes himmlischer Beruf ebenso sehr am Herzen liegt, und ob du wohl ebenso eifrig daran arbeitest, um in ihm ein Gefäß der Gnade zu erblicken, das dem HErrn zu seinem Dienste geschickt und brauchbar ist, und den Namen seines großen Meisters freudig an der Stirne trägt? - Oder du gibst dir Mühe, deinem Kinde feinere Weltbildung anzueignen, damit nichts Rohes oder Plumpes an ihm zum Vorschein komme, damit es in allen Lebensverhältnissen mit Leichtigkeit sich bewegen könne, mit Gewandtheit und Schmiegsamkeit, mit kluger Berechnungskunst und besonnenem Takte sich zu benehmen wisse, vielleicht sogar den Ruhm höherer gewinnender Unterhaltungsgabe sich erwerbe, - hast du aber bei dem Allem vielleicht nicht die Hauptsache vergessen? Du willst dein Kind bilden, und bildest es doch nicht nach dem Urbild aller Vollkommenheit, nach dem Ebenbilde Gottes selbst, wie es uns im Sohn der ewigen Liebe lebendig und heilig vor die Seele tritt, da Er doch der Liebenswürdigste ist unter allen Menschenkindern und wir allein durch Ihn und in Ihm auf die rechte Art Gott gefällig und den Menschen werth werden? Warum gräbst du Brunnen, die löchericht sind, und an der rechten Quelle gehst' du vorüber? - Oder du gehst endlich darauf aus, deinem Kinde ein warmes Gefühl für Recht und Menschenwürde, edle Lebensgrundsätze und einen lebendigen Abscheu gegen alles Gemeine und Niedrige einzuflößen, damit es von den Verführungskünsten der Welt unbefleckt bleibe und vom Pfad der Tugend und strengen Rechtlichkeit keinen Finger breit weiche, - aber frage dich doch, ob auch der Boden gesund ist, auf dem solche Pflanzen zur Reife kommen sollen. Du weckest deines Kindes Selbstgefühl und raubst ihm daneben den Schmuck der Einfalt; du nährst seinen Stolz und entziehst ihm daneben das nöthige Mißtrauen gegen das eigene so leicht verführbare Herz; du verweisest es auf seine eigene Kraft und entführst es dadurch dem, der es allein stark macht, Christo; du bauest einen Thurm, der dem Sturm des Lebens trotzen soll, und sein Fundament ruht auf Sand, statt auf ewigem Gottesgrund. Ist's da ein Wunder, wenn du am Ende die bittere Frucht deiner eigenen Werke essen mußt, und du höchstens die Welt mit einem Helden des Hochmuths beschenkst, der dir selber über den Kopf hinausgewachsen ist, oder dir einen verschrobenen Sklaven der Selbstsucht erziehst, der vielleicht unter blendendem und glänzendem Schein sein eigenes Ich auf den Thron erhebt, und seine ganze Umgebung gerne vor sich auf den Knieen sieht? Wahrlich, wo der HErr nicht das Haus baut, da mühen sich die Arbeiter umsonst; wenn Jesus nicht das Fundament bei deiner Erziehung bleibt, so führst du zwar vielleicht ein niedliches Kartenhaus auf, aber zu spät wirst du es inne werden, daß auch hierin kein Mensch ungestraft einen andern Grund legen kann als den, der bereits gelegt ist.

Suche Jesum und sein Licht,
Alles Andere hilft dir nicht!

Doch du fragst: wie mache ich das? wie soll, wie kann ich bei meiner Kinder-Erziehung auf Christum bauen und das gute Theil erwählen, das die Verheißung eines bleibenden Segens in sich schließt? Die frommen Mütter im Evangelium sagen es dir. „Sie brachten ihre Kindlein zu Jesu.“ Darin liegt Dreierlei. Die kleineren trugen sie; die größeren führten sie zu Jesu, und was die Hauptsache bleibt – sie giengen selber mit. Das ist der einfachste Schlüssel zum Geheimniß einer gottseligen Kinder-Erziehung.

Die kleineren Kinder trugen sie zum HErrn. Mach' es auch so! Denn auch das kleinste Kind, auch der unmündige Säugling, ja selbst das ungeborne Menschengebilde, das noch unter dem Mutterherzen in Bewußtlosigkeit schlummert, kann von treuen und frommen Eltern auf die Arme des Glaubens genommen, in brünstiger Fürbitte zum Weltheilande getragen, Ihm geheiligt, zum unentreißbaren Eigenthum Ihm übergeben, in seine gnadenreich segnenden, allmächtig bewahrenden Jesus-Hände gelegt werden. Denn Er, der holde Kinderfreund, ist uns und unsern Kindern allenthalben nahe, und wenn gleich der Himmel sein Stuhl und Herrlichkeit sein Gewand ist: so verschmäht Er es doch nicht, den Thron seiner heiligen und kräftigen Nähe in unseren Hütten aufzuschlagen und die Flügel seiner Gnade auch über die zarten Küchlein unschuldiger Kinder-Seelen auszubreiten, wenn Er nur darum gebeten wird. O, wenn die Eltern diese heilige und schöne Liebespflicht der Fürbitte für ihre Kinder früher, fleißiger und brünstiger zu üben sich angelegen seyn ließen, wie manche Seufzer und bittere Thränen der späteren Jahre ihres Lebens könnten sie sich oft ersparen, und wie ganz andere Erfahrungen von dem auch in Kinderherzen schon wirkenden Geist der Gnade und der Herrlichkeit würden sie machen! Ja, wie könnten sie, als Mitarbeiter Gottes, Erziehungsfreuden genießen, die sie mit Anbetung und Dank schon hienieden erfüllen, und alle Sorge und Mühe ihnen reichlich belohnen müßten. Denn des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Nicht als Spielzeug zur Kurzweil und Belustigung sollst du dein unmündiges Kind betrachten und behandeln, sondern seine Ewigkeitsbestimmung und seine Ewigkeitsbedürfnisse im Auge behalten und daran denken, daß feine Engel allezeit das Angesicht des Vaters sehen, und auch du berufen bist, Engelsdienst schon frühe an ihm zu thun dadurch, daß du es auf priesterlichem Herzen trägst, im Glauben und Gebet es vertrittst, und fleißig es dem HErrn darstellst, damit Er den Samen der Wiedergeburt, die Keime des ewigen Lebens in seine Seele lege, in der Gnade der heiligen Taufe es stärke und bewahre, kraft derselben der ihm inwohnenden Verderbniß der Sünde steure und einen Menschen Gottes aus ihm bilde, der vollkommen sei, zu jedem guten Werk geschickt. Denn auch aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge will Er ein Lob zurichten Seinem heiligen Namen.

Aber neben dem Priesteramte sollen dann auch gottesfürchtige Eltern des Erzieheramtes warten, sobald der Kinder Verstand erwacht, und der Geist zu freierer Thätigkeit sich entwickelt. Ihre Erzieher im edleren Sinne des Worts aber sind sie nur dann, wenn sie sie auferziehen in der Zucht und Vermahnung zum HErrn und lebendige Wegweiser auf Christum für sie werden. Gibt es ja doch keine heiligere Pflicht und kein schöneres Vorrecht christlicher Eltern, als ihre Ander dem Heiland, dem sie ja schon durch das Sakrament der Taufe geheiligt und einverleibt worden sind, in der That und Wahrheit nun zuzuführen durch das lebendige Wort ihres Mundes, Jesum, den Liebenswürdigsten, ihnen recht groß und theuer und lieb zu machen, Sein heiliges und holdseliges Bild ihnen vor die Seele zu malen, und so das Band der Liebe und der Gemeinschaft zwischen Ihm, dem guten Hirten, und diesen zarten Lämmern Seiner Heerde immer fester zu knüpfen. Ach! wie begierig sind gewöhnlich gutgeartete Kinder, ehe ihr Geschmack verdorben und ihre Sinne vereitelt und zerstreut sind, nach der lautern Milch des Evangeliums! wie dankbar und aufmerksam sind Ne, wenn man ihnen eine ansprechende, ihrem Verständniß zugängliche Geschichte vom Heiland und andern Männern Gottes mittheilt! ja wie hören sie dieselbe einfache Erzählung, wenn man sie auch öfters wiederholt, dennoch mit immer steigender Wißbegierde und Theilnahme, und wie lebt sich ihr Geist gerne hinein in die heilige Gedankenwelt, die Jesum zur Sonne und die Höhen des Himmels zum Hintergrund hat. Wahrlich da können von treuer Vater- und Mutterhand Saatkörner des ewigen Lebens ausgestreut werden, die ihre Frucht bringen zu ihrer Zeit, die der Leichtsinn des Jünglings- und Jungfrauenalters zwar verschütten und verdecken kann, aber doch nicht ganz zu ertödten und auszureißen vermag. Denn wenn auch manches noch an den Weg fällt, wo es bald wieder verwischt wird, so fällt doch anderes auf ein gutes Land, von dem man eine gute Erndte zu hoffen berechtigt ist. O wie Vieles ließe sich in dem Kindszimmer schon für den HErrn wirken, wenn Lust und Liebe dazu vorhanden wäre und die Eltern täglich vom Geiste der Wahrheit sich ihr Ohr öffnen ließen wie Jünger, um, was Johannes dem Volke Israel war, ihren Kindern zu seyn, Vorläufer des HErrn, die auf Ihn, den Heiligen Gottes, weisen.

Eben hiezu aber kann nur Eines sie weise und tüchtig machen: wenn sie selber täglich mit ihren Kindern zu Christo kommen und fleißig Seine Gemeinschaft suchen. Täglich aus der Fülle Jesu Christi schöpfen Licht und Frieden, Kraft und Leben. Trost und Hoffnung, mit Ihm sein Tagewerk beginnen, mit Ihm es schließen, täglich sich wieder erneuern im Geiste des Gemüths, also daß der ganze Sinn und Wandel Zeugniß davon gibt, daß Sein Geist über uns ist, daß Seine Liebe im Herzen wohnt, daß Sein Wort unseres Fußes Leuchte bleibt, - das eben ist die tiefste Weisheit im heiligen Erziehungsgeschäfte. Sie besteht in nichts Größerem und Kleinerem, als sich selbst miterziehen zu lassen vom HErrn, wenn wir die rechten Erzieher der Unsrigen seyn und immer mehr werden wollen. Lernet von mir, hat der Heiland gesagt, und wahrlich auch in dieser Hinsicht lernt man bei Ihm nicht aus. Wollen wir den Willen unserer Kinder in das Joch unterwürfigen Gehorsams beugen, soll ihr Trotz gebrochen und ihre Unbotmäßigkeit gedämpft werden, - nun dann ist es doch vor Allem billig, daß wir zuerst das sanfte Joch Christi auf uns nehmen und unfern Sinn und Wandel unter die heilsame Zucht Seines Geistes schmiegen. Wollen wir die Wächter über die Herzen unserer Kinder seyn, damit keine Unart und Sünde bei ihnen Eingang finde und keine verderbliche Gewohnheit ihre Jugend vergifte, nun dann ist es doch billig, daß der Hüter Israels auch an unserem Herzen strenge Wache halte, damit wir nicht andern predigen und selbst verwerflich werden. Nur in dem Maaße, als wir selbst als lenksame Kinder dem Vater der Barmherzigkeit uns darstellen, können wir verlangen, daß auch unsere Kinder die Zucht und Vermahnung unseres Mundes annehmen und in unserer Stimme Gottes Stimme anerkennen. Denn auch hier gilt das große Wort des HErrn: trachtet ihr zuerst nach dem Reiche Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch das Uebrige von selbst zufallen!

II.

Die erste und wichtigste Sorge gottesfürchtiger Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder haben wir hiemit kennen gelernt. Aber oftmals werden ihre frömmsten Wünsche nicht erreicht, ihre treuesten Bemühungen doch nicht mit dem entsprechenden Erfolge gekrönt. Es gibt Hindernisse und Schwierigkeiten, die ihnen in den Weg treten und Alles zu vereiteln und zu zernichten drohen.

Erging es ja doch auch jenen Frauen in unserem Evangelium so, die das Beste für ihre Kinder suchten und im Drang der treuesten Mutterliebe dem HErrn sie zuzuführen im Begriffe waren. In mißverstandenem Eifer traten ihnen die Jünger entgegen, um sie von Jesu zurückzuhalten und ihnen den Durchgang zu Ihm zu versperren. Sie dachten wohl: was soll Jesus mit den Unmündigen? Wenn wir, Seine Vertrauten, manchmal das Wort Seines Mundes nicht fassen, wie sollen dann Kinder ihn verstehen? verstehen sie Ihn aber nicht, wozu sie dann in Seine Nähe bringen? Sie achteten es für eine thörichte Zudringlichkeit der Frauen, die ohne Grund und Nutzen den HErrn belästigen und in Seinen heiligen Reden Ihn unterbrechen wollen, traten hemmend dazwischen und fuhren die an, die sie trugen.

Wie oft hat sich wohl schon derselbe Auftritt, nur unter andern Verhältnissen, wiederholt, vielleicht sogar vor unfern eigenen Augen und in Mitten der christlichen Gemeinde? Hat nicht die Verschiedenheit in den Erziehungsgrundsätzen schon oftmals in friedliche Familien den Zankapfel der Mißstimmung geworfen, also daß darob ein Gatte den andern angefahren hat? Da ist etwa in einem Hause der eine Gatte für Christum gewonnen und zum lebendigen Glauben an Ihn gebracht. Wie ist's dann so natürlich, daß er keinen sehnlicheren Wunsch kennt, als die Kinder so frühe als möglich dem Heiland zuzuführen und mit Ihm, dem guten Hirten, bekannt zu machen? Der andere dagegen ist vom Unverstand des Zeitgeistes verblendet, achtet das lebendige Christenthum für Schwärmerei, das Wort vom Kreuz für ein Ammenmährlein, und kann es uns dann wundern, wenn er niederreißt, was der andere gebaut, ausreutet, was der andere gepflanzt hat? Die Mutter huldigt etwa in Beziehung auf sich und ihre Kinder der apostolischen Anweisung: euer Schmuck soll nicht auswendig seyn mit Haarflechten und Goldumhängen und Kleideranlegen, sondern der verborgene Mensch des Herzens mit stillem und sanftem Geist, das ist köstlich vor Gott; - der Vater aber liebt das eitle und prunkende Gesellschaftsleben, stößt Gattin und Kinder in Kreise und Verbindungen hinein, wo man wenig gewinnt, aber oft viel verliert, sich zerstreut, aber nichts sammelt, und ist damit nicht der Anstoß zu Zerwürfnissen gegeben, die oft den Kindern nicht einmal verborgen bleiben? ja werden da nicht oft Verderbens-Saaten ausgestreut, deren traurige Früchte, erst später oft zur Reife gelangen?

Aber gesetzt auch, beide Ehegatten seien in der Hauptsache Eines Sinnes und lassen das Wort Christi reichlich unter sich wohnen, und trachten, sich selber selig zu machen und die, die Gott ihnen anvertraut hat, können nicht auch da noch Schwierigkeiten ihnen aufstoßen, die das schwere christliche Erziehungsgeschäft ihnen doppelt erschweren und ihre Seele mit Trauer und Ratlosigkeit erfüllen? Da ist etwa eine Schule, die statt Glauben Unglauben und Zweifel, statt Bescheidenheit und Demuth aufgeklärte Gutwisserei in die Herzen ihrer Zöglinge pflanzt; und doch steht es nicht in der Eltern Macht, ihre Kinder ihr vorzuenthalten. Da ist etwa das Beispiel weltlich gesinnter und leichtsinniger Hausgenossen, das schädlich und verderblich auf das kindliche Gemüth wirkt, und doch sehen die Eltern keinen Ausweg, um diese Verderbens-Einflüsse ganz abzuschneiden. Oder vielleicht nähren sie am eigenen Tische einen Lämmergeier, der das Herz ihres Kindes ihnen stiehlt, mit den Klauen der Verführung es umfaßt und als unglückliches, zu spät gewarntes und zu spät enttäuschtes Schlachtopfer in einen tiefen Abgrund schleudert. Wie viele Elternthränen gibt es, die im Stillen geweint, wie viele Elternsorgen, die im Verborgenen dem HErrn geklagt werden!

Der größeste und gefährlichste Feind aber erhebt sich nicht selten im Kindesherzen selbst, ein Feind, der zuweilen der elterlichen Vermahnung die Spitze zu bieten, ihrer Strenge Trotz und ihrer Milde und Liebe Gleichgültigkeit entgegenzustellen droht. Da ist oft ein Eigensinn, der gegen Bitten, Ermahnungen, ja sogar gegen Zucht und Strafe taub und unempfindlich ist; da ist oft eine Zügellosigkeit, die keinen Zaum und kein Gebiß mehr dulden, keine Schranke mehr anerkennen will; da ist oft eine Flatterhaftigkeit, die auf keinen Punkt fest und ungetheilt sich richten, keiner geordneten und anhaltenden Thätigkeit sich unterziehen will; da ist oft ein Weltsinn, der nur an Eitelm sich ergötzt, am Tand sich weidet, in der Zerstreuung sich ergeht, und dagegen mit Ekel und Sattheit vom Wort des Lebens sich wendet und dem Strahl des ewigen Lichts mit Verdruß und Widerwillen auszuweichen sucht; da ist manchmal Anlage zur Unredlichkeit und zu tückischer Heuchelei, die vom Lügengeist sich umstricken läßt und 'krumme Wege zu gehen bemüht ist; da ist endlich oft ein Widerspruchsgeist, der Herz und Ohr der Ermahnung verschließt und sich vielleicht sogar gegen den Geist der Wahrheit selber zu verhärten Gefahr läuft.

Solche Entdeckungen und Erfahrungen gehören zu den schwierigsten Aufgaben, die im Erziehungsgeschäfte zu lösen, zu den gewichtigsten Hindernissen, die zu beseitigen sind. Wie einst der Erzvater Jakob tief in den Staub gebeugt wurde durch die Herzenshärtigkeit, mit der seine Söhne in ihrem ungebrochenen Sinn göttliche und menschliche Gesetze zu Boden traten, wie der vielgeprüfte David die bittersten Wehmuthsthränen vergoß über das verlorene Kind, das die Fahne des Aufruhrs gegen den eigenen Vater schwang und mit Sturmeseile seinem zeitlichen und ewigen Verderben entgegeneilte; so geht auch jetzt noch zuweilen da und dort ein Elternherz seufzend und gebeugt dahin und ruft: mein Sohn, mein Sohn!

Hier ist dann Geduld und Glauben der Heiligen doppelt von Nöthen, und jene Hoffnung, die nicht zweifelt an dem, das man nicht stehet, und immer brünstiger an die Thüre der Gnade pocht, um die edelste Elternsorge in den Schooß Dessen auszuschütten, der die Schlüssel Davids hat und aufschließen kann auch da, wo wir keinen Zugang mehr finden können. Zu Seinen Füßen allein lernt man jene Weisheit, die Strenge und Sanftmut!) göttlich zu verpaaren weiß und im Wort der Ermahnung weder zu viel noch zu wenig thut, jene Liebe, die langmüthig ist und sich nicht erbittern läßt, jene Treue, die nicht müde wird und den rechten Zeitpunkt abwarten kann, jenen Glauben endlich, der unverdrossen der Stunde harrt, wo der HErr selbst am Kindesherzen die Eisrinde schmelzt, die Riegel des Todes und der Gleichgültigkeit bricht, den Trotz in den Staub wirft, die Sattheit in Hunger verwandelt und selbst eine verlorene Seele herumholt und wiederbringt aus aller Verirrung zur Reue, Buße und Bekehrung. Heil dem Elternherzen, das solche Proben besteht, im Flehen und Ringen nicht nachläßt, im Harren und Warten nicht müde wird, ob etwa durch Gottes Gnade bald der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe und der Dank- und Lobpsalm himmelwärts steigen dürfe: siehe, mein Kind war todt und lebet jetzt; es war verloren, aber sein Hirte hat es gefunden!

III.

Ermuthigend und stärkend zu solchen erfreulichen Hoffnungen im Erziehungsgeschäft ist der Ausgang unseres heutigen Evangeliums.

Jesus beobachtete mit sorgsamem Geiste die Hindernisse wohl, die den frommen Müttern sich in den Weg stellten, und Er wußte sie auch zu heben; Er öffnete ihnen mit Seinem Wort durch die Jünger hin- durch eine Gasse, so daß sie unangefochten mit ihren Kindern zu Ihm gelangen und für diese Seines himmlischen Segens theilhaftig werden konnten. Wie brünstig mag wohl ihr Herz Ihm gedankt haben, daß Er so freundlich auf die Verlegenheit, die die Jünger ihnen bereiteten, merkte, so bereitwillig ihr abhalf und ihnen einen so freien Zugang in Seine Nähe gestattete! Welche Beruhigung liegt aber auch für uns schon darin, daß wir stets einen offenen Zutritt haben zu Seinem hohepriesterlichen Herzen, so daß wir auch unsere Erziehungsfehler und Erziehungsversäumnisse Ihm bekennen, durch das Gebet uns in der Liebe, in der Weisheit und Geduld erneuern und alle Tage unsere Kinder von Ihm als neues Pfand Seiner Gnade dahinnehmen können! Und welche Freude erblüht einem frommen Elternherzen, wenn es am Kinde einen Zug des göttlichen Geistes, eine Offenheit und Empfänglichkeit für das Wort der Wahrheit, eine knospende Liebe zum Heiland, und einen gehorsamen, willigen Geist verspüren darf und sich Kennzeichen und Spuren davon zeigen, daß ein Gnadenwerk des großen Gottes in seiner Seele begonnen und der Kelch seines Gemüths dem Sonnenstrahl des ewigen Lichtes sich zugewendet hat!

Aber freilich, gewöhnlich bleibt es bei der Freude in Hoffnung, da noch viel Furcht und Zweifel mit unterläuft, auch unsere Mütter im Evangelium freuten sich zwar über den Segen Christi, der ihren Kindern zu Theil geworden war, aber vorerst nur in Hoffnung. Vor Augen hatten sie noch keine Frucht davon; aber sie waren der guten Zuversicht, daß, was Christi Hand als Segenskeim in ihrer Kinder zarte Seelen niedergelegt habe, aufgehen und sprossen und unter dem Walten Gottes zu einer Segensfrucht reifen werde für die Zeit und für die Ewigkeit. Wie denn auch die kirchliche, freilich unverbürgte Sage ihre Hoffnungen nicht zu Schanden werden läßt, indem sie sagt, Marcus, der nachmalige Apostelgehilfe, sei damals auch unter jener gesegneten Kinderschaar gewesen, und von ihm wissen wir ja, daß er als ein lebendiger Zeuge der segnenden Kraft Jesu Christi nachmals ein Pfeiler der Kirche des HErrn geworden.

Auch unsere Kinderwelt darf uns jedenfalls als ein schönes und vielversprechendes Hoffnungsgebiet erscheinen. Denn aus ihr erzieht sich ja der HErr Seine Gemeinde, die bis an's Ende der Tage nicht aussterben wird; aus ihr sollen Ihm Kinder geboren werden wie der Thau aus der Morgenröthe; aus ihr die lebendigen Steine gehauen werden, welche zusammengefügt zu einem heiligen Vau Seinen Namen auf die Zukunft vererben sollen. Wer hat oft eine Ahnung davon, was Gottes Segenskraft und Christi erziehender Geist aus einem unscheinbaren Kinde bilden kann, wenn es der Rath Seiner ewigen Liebe zu Seinem Dienst und zu Seiner Nachfolge ersehen hat? Ahnte wohl ein Gamaliel, da Saulus zu Seinen Füßen saß, um Worte- menschlicher, Weisheit zu hören, was für ein gesegnetes Rüstzeug Christus in diesem Jüngling sich erwählt habe? Ahnte wohl die treue Mutter Monica, als ihr Sohn Augustinus in der Wildniß der Welt umherschwärmte und den Taumelbecher der Lust trank und sie nur Thränen und Flehen für ihn zu opfern vermochte, ahnte sie wohl, daß der HErr in diesem verwilderten Sohn den größten Kirchenlehrer des Abendlandes sich ausersehen habe? Und jene Wittwe Cotta zu Eisenach, als Luther im Knabenalter vor ihren Fenstern sang und sie ihm Handreichung that mit ihrer Habe, ahnte sie wohl, daß sie den Reformator Deutschlands gespeist und gelabt habe? Gottes Weisheit ist es, das Kleine zu erwählen und das Verachtete groß zu machen, auf daß sich kein Fleisch rühme. Und wenn auch das geringste Loos auf Erden ihnen einst zu Theil wird, so sind sie doch Pflanzen Gottes, die zur Herrlichkeit reifen sollen. Unsere Kinderwelt bleibt ein Hoffnungsgebiet, das wir immer mehr im Lichte der Ewigkeit anschauen und mit erleuchteten Geistesaugen als die Saat der Kirche Christi mit Ehrerbietung betrachten müssen. Dann wird uns die Arbeit an unsern Kindern stets süßer, die Opfer, die wir ihnen bringen, stets leichter werden, und der HErr wird uns, wenn auch nicht mehr hienieden, gewiß aber drüben, die Frucht unserer Werke essen und den wunderbaren Rath Seiner Liebe auch an unsern Kindern anbeten lassen.

Darum, geliebte Eltern, Lehrer, Erzieher, Pfleger und Vormünder! greifet das Werk, das euch an der Kinderwelt aufgetragen ist, mit neuem Muthe und neuem Eifer an. Ihr seid Mitarbeiter Gottes an seinem vielversprechenden Ackerwerk; ihr streuet Saatkörner aus auf die Ewigkeit. Vergesset es nicht, daß ihr Rechenschaft geben müßt darüber, wie ihr unter euren Kindern gewandelt seid, und daß der HErr die Seelen einst von euch fordern wird, die Er euch übergeben hat. Kommet fleißig mit und für eure Kinder vor Christi Angesicht und stellet sie Ihm dar, damit Er sie segne und frühe an die Brust Seiner Liebe ziehe, und wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist, wenn sie in dem HErrn geschieht und zu Seines Namens Ehre!

Ihr geliebten Kinder aber, die ihr einen so leutseligen und freundlichen Heiland im Himmel habt, der gesagt hat: lasset die Kinder zu mir kommen! betrübet Ihn nicht durch Störrigkeit, durch Leichtsinn und Thorheit. Gedenket an euren Schöpfer in der Jugend und fliehet vor der Sünde als wie von einer Schlange, und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erkauft seid, sondern mit dem theuren Blute Christi, des unschuldigen und heiligen Lammes. Erleichtert euren Eltern das schwere Erziehungsgeschäft durch dankbare Liebe und willige Folgsamkeit, und ergebt euch Dem von ganzem Herzen, der euch geliebt und sich selbst für euch dargegeben hat, damit wir einst mit euch Freudigkeit haben und nicht zu Schanden werden vor Ihm am Tage Seiner herrlichen Zukunft! Amen.

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autoren/h/hofacker_w/hofacker_w_1_nach_epiphanias.txt · Last modified: 2023/05/07 14:01 by 127.0.0.1
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