Harms, Ludwig - Der Psalter - Der 15. Psalm

Harms, Ludwig - Der Psalter - Der 15. Psalm

David fängt diesen Psalm an mit der Frage: HErr, wer wird wohnen in Deiner Hütte? Wer wird bleiben auf Deinem heiligen Berge? Wornach fragt er da? Nach nichts anderm als: HErr, wer ist denn wirklich ein wahrer Christ? und wer ist als ein solcher zu erkennen? Denn in der Hütte Gottes und auf dem Berge Gottes wohnen und bleiben nur die wahren Christen; und nur diese wahren Christen sind rechte Glieder der christlichen Kirche. Die Kirche heißt hier auf Erden die streitende und droben im Himmel die triumphirende. Weil nun die wahren Christen dem HErrn in der streitenden Kirche gedient haben, so sollen sie auch mit Ihm herrschen in der triumphirenden. Es sind also die wahren Glieder der Einen streitenden und triumphirenden Kirche, die uns im 15. Psalm geschildert werden. Wer gehört zur Kirche des HErrn? Ich kann es euch mit einem Worte sagen, meine Lieben: nur die Gläubigen. Sie sind es, die hier in der Hütte Gottes wohnen und die dort auf dem Berge Gottes bleiben. Aber den Glauben dieser Gläubigen kannst du nicht sehen, denn der Glaube ist etwas Innerliches und Unsichtbares; darum müssen die Gläubigen, wenn man sie als solche erkennen soll, sich als Gläubige erweisen. So wird uns im Nachfolgenden geschildert, woran man die wahren Gläubigen, die Glieder der Kirche erkennen kann, und wodurch man sie unterscheidet von den falschen Gläubigen, die keine Glieder der Kirche sind. Sehen wir es doch allenthalben, daß ein guter Apfelbaum sich als ein solcher erweiset dadurch, daß er gute Aepfel trägt. So erweiset sich der gläubige Christ als ein solcher durch Darbringung der Glaubensfrüchte. Darum sagt unser HErr Jesus ausdrücklich: Ein jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt, ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen und ein guter Baum keine faule. Ein wahrhaft frommer und gläubiger Christ bringt gute Früchte aus dem guten Schatze seines Herzens; ein Heuchler aber, ein Namenchrist, der wohl den Namen hat, daß er lebe und doch todt ist, bringt arge Früchte aus dem argen Schatze seines Herzens. So merke dir: Die wahren Mitglieder der streitenden und triumphirenden Kirche sind die Gläubigen, und diese Gläubigen erkennt man an ihrem Wandel, an ihrem Thun und Lassen. Diesen Wandel der Gläubigen schildert David nun im Folgenden. Aber warum schildert er den Wandel der Gläubigen so sorgfältig und genau? Das thut er aus dem Grunde: wir sollen hinein schauen als in einen Spiegel, damit wir unsere Gestalt recht erkennen, damit wir uns prüfen können, ob sich diese Glaubensfrüchte bei uns finden oder nicht. Es ist dieser Psalm also ein Probirstein, woran wir erkennen können, ob wir zu den wahren Gläubigen, oder zu den Heuchlern gehören. So höret denn aufmerksam zu, wie die Gläubigen geschildert werden: Wer ohne Wandel einher geht, und recht thut, und redet die Wahrheit von Herzen; das ist das erste Stück. Der Prophet Elias sagte zu dem Volke Israel auf dem Berge Karmel: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? ist der HErr Gott, so banget Ihm an, ist aber Baal Gott, so hanget dem an; aber das verfluchte Hinken auf beiden Seiten laßt nach 1. Kön. 18, 21. Seht auf beiden Seiten hinken, das heißt mit Wandel einhergehen. Heute sich vor Gott beugen und morgen vor dem Teufel, heute fromm sein und zum Abendmahl gehn und morgen dem Teufel dienen mit Sauf- und Tanzgelagen, das ist ein Hinken auf beiden Seiten. Ohne Wandel einher gehen, das heißt, aufrichtig, lauter und rein, und zwar morgen ebenso wie heute, und übermorgen ebenso wie morgen auf dem schmalen Wege wandeln, nicht hier hin und dort hin biegen und das Ziel aus den Augen verlieren; denn es ist ein köstliches Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade Ebr. 13, 9. Ja es ist ein köstliches Ding, gewisse Tritte zu thun und nicht zu straucheln als ein Lahmer. Das ist bei dem Gläubigen möglich, weil sein Herz fest geworden ist durch die Gnade. Nun kann er feste und gewisse Tritte thun, nun kann er ohne Wandel einhergehen, nun braucht er nicht heute fromm und morgen gottlos zu sein, oder bei den Frommen fromm und bei den Verkehrten verkehrt, oder bei den Gläubigen ein Beter und bei den Ungläubigen ein Hans Narr. Ferner: und wer recht thut. Ein solcher Mensch, dessen Herz recht ist vor Gott, der durch den Glauben Vergebung der Sünden empfangen hat von Gott, dem ist nichts greulicher als die Sünde. Wo er eine Sünde sieht, da ists ihm, als ob er eine giftige Schlange sähe; und wie ein Mensch schaudert und bebt vor einer giftigen Schlange, so schaudert und bebt er vor der Sünde. Darum ist sein eifrigstes Bestreben, recht zu thun, er will lieber sterben, als mit Wissen und Willen eine Sünde ausüben; und dabei ist ihm das einerlei, ob die Sünde groß oder klein erscheint, Sünde ist Sünde, und die Sünde ist ihm ein Greul. Seht diese heilige Gewissenhaftigkeit, in keine Sünde mit Wissen -und Willen zu willigen, allenthalben dem Worte Gottes gehorsam zu sein, das ist das Kennzeichen der wahren Christen. Bei allen, die den wahren Glauben nicht haben, findet ihr diese heilige Gewissenhaftigkeit nicht; solche Leute pflegen zu sagen, wenn sie etwas thun, was nicht recht ist- Darum bekümmern sich solche große Geister nicht, wie wir sind, darüber gehen wir hin mit den Füßen, das ist uns zu kleinlich. Merkt euch, das ist das Takelvolk unter den Christen. Wer bist du, daß du dich über Gott und Seine Gebote erheben kannst. Hat Gott dir das erlaubt? Bist du ein wahrer Christ, so hassest du jede Sünde, du kannst nicht der Sünde dienen, die den Sohn Gottes an das Kreuz gebracht bar. Und dabei ist Niemand demüthiger als du, der du mit aller Macht gegen die Sünde kämpfst, denn du mußt einsehn, daß du trotz des angestrengtesten Strebens und Ringens nach Heiligkeit, doch die Heiligkeit, die Gott fordert, nicht erlangen kannst, und daß du täglich Gott bitten mußt um Vergebung deiner vielen Sünden. Dadurch wirst du immer kleiner und geringer in deinen Augen, immer ernster in der Heiligung und immer gewissenhafter im Wandel. Unter dem großen Heere der Sünden giebt es aber Eine, die dem Christen ganz besonders ein Greul ist, das ist die Lüge. Warum? Weil unser HErr Jesus zu den lügenhasten Juden, die bei Ihm standen, gesagt hat: Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr thun. Derselbe ist ein Mörder von Anfang, und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lügen redet, so redet er von seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner, und ein Vater derselben Joh. 8, 44. Der Vater der Lüge ist der Teufel, und jeder Mensch, der lügt, ist ein Teufelskind. Das ist der Grund, warum ein Christ die Lüge haßt und warum er die kleinste Abschweifung von der Wahrheit aus ganzem Herzen meidet. Was er nun selbst thut, das verlangt und erwartet er auch von seinen Mitchristen. Darum verliert er auch alsobald das Vertrauen zu einem Menschen, wenn er merkt, daß derselbe mit Lügen umgeht oder nur die halbe Wahrheit spricht. Die rechten Gläubigen reden die Wahrheit von Herzen, nicht weil das Gesetz sie dazu zwingt, sondern weil sie die Wahrheit lieben und die Lüge hassen. Du kannst einem Christen sagen, er solle nicht bestraft werden, wenn er einmal lügen wolle, er wird dir antworten: Ich mag nicht lügen, denn ich mag nicht ein Teufelskind sein. Du kannst ihm alle Güter der Erde anbieten, um ihn dadurch zu einer Lüge zu bewegen, er will lieber arm bleiben und nichts haben, als lügen. Du kannst ihm drohen mit Feuer und Schwert, er will lieber sterben, als die kleinste Unwahrheit sagen. - Ferner: Wer mit seiner Zunge nicht verleumdet, und seinem Nächsten kein Arges thut, und seinen Nächsten nicht schmähet. Ist euch wohl bekannt das unruhige Uebel voll tödtlichen Gifts? ist euch wohl bekannt das kleine Feuer, welches einen ganzen Wald anzündet? ist euch wohl bekannt das kleine Glied, das eine ganze Welt voll Ungerechtigkeit in sich hat? ist euch wohl bekannt die greuliche Quelle, da aus einem Munde süß und sauer quillt? kennt ihr das greuliche Glied, damit man das eine Mal Gott den Vater lobt und das andere Mal dem Menschen, der nach Gottes Ebenbilde geschaffen ist, flucht? Das ist die Zunge, die die ganze Welt anzündet, nachdem sie von der Hölle entzündet ist! Das ist die Zunge, mit der mehr Unheil angerichtet wird, als mit Fäusten, Schwertern und Kanonen! Das ist die Zunge, die viele von euch noch gebrauchen zum Dienst des Teufels, die viele von euch noch nicht bändigen' können und wollen, die viele von euch noch gebrauchen zum Beißen und Fressen, zum Sticheln und Stacheln. Was, gehört ihr zu den Gotteskindern? Nein, denn ihr verleumdet und schmähet den Nächsten, und darum gehört ihr nicht zu den Kindern Gottes, wohl aber zu den Kindern des Teufels, zu der Lügenschaar, die in der Welt herrscht. Redest du Lügen von deinem Nächsten, vielleicht gar hinter seinem Rücken, so merke, das ist erbärmlich und feige von dir. Das ist nicht schwer, Böses hinter dem Rücken des Nächsten reden, daß er es nicht hört und folglich sich nicht vertheidigen kann. Wer bist du denn, daß du einen fremden Knecht richtest? Weißt du Böses von ihm, sag es ihm ins Gesicht, das ist besser. Wenn du mit Schwertern und Knüppeln über deinen Nächsten herfällst, das ist lange nicht so schlimm, als wenn er ein Opfer deiner Zunge wird. Also dem Nächsten sollst du kein Arges thun, weder mit der Zunge, noch mit der Hand, du sollst ihn nicht verleumden, nicht betrügen, nicht bestehlen. - Weiter, nun kommen aber merkwürdige Worte: Wer die Gottlosen nichts achtet, sondern ehrt die Gottesfürchtigen; wer seinem Nächsten schwört und hält es. Bist du ein frommer Christ, hast du den HErrn, deinen Gott wirklich lieb, so ist es nicht möglich, daß du den Gottlosen lieben und mit ihm Umgang haben kannst. Du mußt deine Frömmigkeit dadurch beweisen, oder vielmehr, sie muß sich von selbst dadurch beweisen, daß du nichts zu schaffen hast mit den Gottlosen. Der Christ, der es bei einem Gottlosen aushalten kann, muß selbst ein Gottloser sein. Ich sollte es aushalten können bei einem Kirchen- und Abendmahlsverächter, von dem ich weiß, daß sein Fuß nie in die Kirche tritt, daß er nie zum heiligen Abendmahl kommt? mit dem sollte ich auf du und du stehn? mit dem sollte ich Umgang haben können? Ich kann keine Gemeinschaft mit ihm haben, ob er auch noch so reich und vornehm ist, ob er auch noch so schöne Gastereien giebt, ob er auch noch solch' einen blanken Rock anhat; was geht mich das alles an, ich kann nichts mit ihm zu thun haben. Passen zu einander Wolf und Schaf? können denn Wolf und Schaf aus einem Troge fressen? reimen sich denn Christus und Belial? können die Gemeinschaft mit einander haben? Ich muß den Gottlosen nichts achten. Fragt dich der Gottlose, der übrigens ein ganz rechtschaffner Mann vor der Welt sein kann: Warum meidest du mich? Warum kommst du nicht in mein Haus? so mußt du es ihm ins Gesicht sagen: Weil du ein Gottloser bist! und mit dem kann ich keine Gemeinschaft haben. Aber den Gottesfürchtigen muß ich ehren, denn unser Psalm sagt: Nur der ist ein Christ, der den Gottesfürchtigen ehrt. In meinem Verhältnis zu den Gottlosen und Gottesfürchtigen muß ich es zeigen: Die Gottlosen sind Gottes Feinde und darum auch meine Feinde, die Gottesfürchtigen sind Gottes Freunde und darum auch meine Freunde. Ich glaube an denselben Gott, an den die Gottesfürchtigen glauben, ich trete an denselben Altar, an den die Gottesfürchtigen treten, ob ihrem Glauben und Wandel auch noch etwas mangelt, meinem Glauben und Wandel mangelt noch viel mehr, das wird besser; mit mir soll es besser werden, mit ihnen wird es besser. In der Einen Hauptsache sind wir eins: Sie sind arme Sünder, ich auch; Sie glauben an den HErrn Jesum, ich auch; Sie lieben den HErrn Jesum, ich auch; Sie sind gottesfürchtig, ich auch. Dazu kommt weiter: wer seinem Nächsten schwört und hält es. Seht, meine Lieben, man sagt jetzt allenthalben, und es ist die Wahrheit, was man sagt: Treue und Redlichkeit find verschwunden von der Erde. Ja es ist leider so! Man macht die traurigsten Erfahrungen darin, daß man sich auf keinen verlassen kann. Besonders macht man in Geldsachen die Erfahrung, daß alle Menschen Lügner sind, und daß sie nur darauf ausgehn, ihr Geld zu vermehren. Obgleich nun den Menschen der Ruhm verloren gegangen ist: Ein Wort ein Mann, so ist in der Kirche des HErrn doch der Ort, wo du noch Treue und Redlichkeit finden kannst: Bei den rechten Gläubigen findest du sie. Da kannst du aber auch die Probe machen, welches rechte Gläubige sind und welches Heuchler sind; denn unter den sogenannten Gläubigen findet man auch noch viele Untreue und Unredliche. Es giebt Gläubige, die immer bereit sind, sich einen ungerechten Vortheil zu machen, die bereit sind, jederzeit ihr gegebenes Wort zu brechen, wenn es Vortheil bringt. Brauchst heute z. B. nur einmal mit einem Menschen zu reden, von dem du hundert Thaler leihen willst. Er sagt ja, die kannst du kriegen und sollst vier Prozent geben, den und den Tag magst du sie abholen. Aber unter der Zeit ist ein Anderer dagewesen und hat fünf Prozent Zinsen geboten, und dem hat er nun das Geld versprochen. Nun gehst du hin an dem bestimmten Tage und willst die hundert Thaler in Empfang nehmen, bekommst aber die Antwort: Du kannst sie nicht erhalten, was ich gestern versprochen habe, gilt heute nicht mehr. Der und der giebt mir fünf Prozent, willst du auch fünf oder gar sechs Prozent geben, so sollst du den Vorzug haben. Seht, so machen es die Leute, so haben sie die Schamlosigkeit, ihr eignes Wort mit Füßen zu treten. Leute, die ihr gegebenes Wort halten, wie es früher geschah, und ob es unsere Väter mit ihrem Leben bezahlen mußten, darnach fragten sie nicht, - giebt es heut zu Tage selten. Aber nicht allein die Lüge, sondern auch der Meineid ist gang und gäbe geworden. Das kommt daher: Der Glaube ist verschwunden und der Unglaube führt das Regiment. Sagt mir, sind das Christen, die so ihr Wort brechen und mit der Lüge spielen? - Endlich: Wer sein Geld nicht auf Wucher giebt, und nimmt nicht Geschenke über den Unschuldigen. Wer das thut, der wird wohl bleiben. Im Alten Testamente sagt der HErr: Ich verbiete dir, daß du keinen Wucher treibest an den Kindern Israel, d. h. von denen, die aus Israel sind, sollst du keine Zinsen nehmen, aber von denen aus den Heiden kannst du Zinsen nehmen. Als das Christenthum in unserm deutschen Vaterlande eingeführt wurde, da war das Zinsennehmen nur bei den Heiden zu Hause, kein Christ nahm Zinsen von dem andern; wollte aber ein Christ Geld auf Zinsen leihen, so mußte er zu den Heiden gehen. Wie gesagt, kein Christ nahm Zinsen von dem andern, denn, hieß es, die Christen sind Brüder, und ein Bruder soll von dem andern keine Zinsen nehmen. So ist es eine lange Zeit, ganze 300 Jahre in der Christenheit gewesen, und Christen, die doch Zinsen nahmen, wurden Blutsauger und Wucherer genannt. Später ist es anders geworden, in allen christlichen Ländern wurde es erlaubt, Zinsen zu nehmen, aber billige, christliche Zinsen mußten es sein. Wer aber keine billige Zinsen nahm, der galt als ein Wucherer und Blutsauger. Es war eine Regel und Lebensordnung geworden: Willst du dein Geld andern Leuten leihen, so kann es dir Niemand verdenken, daß du von dem Gelde einen Ertrag nimmst, wie auch z. B. der Bauer einen Gewinn hat von seinem Acker und Vieh. Zinsen magst du meinetwegen nehmen, wenn das Geld dein Acker und Pflug ist, aber christliche, billige Zinsen müssen es sein. Wer es nicht so machte, der wurde vom Gesetz als ein Wucherer bestraft. Solcher Wucherer hat es immer gegeben und giebt es jetzt auch noch viele. Früher gab man für hundert Thaler drei, drei ein halb, oder höchstens vier Prozent Zinsen, das war der höchste Ertrag, den man haben konnte. Vier Prozent, gelten die jetzt noch? fünf, sechs, sieben Prozent werden verlangt, und dann für das Anschaffen auch noch zwei Prozent. Die wahren Gläubigen sind keine Wucherer und Blutsauger. Willst und kannst du deinem Nächsten durch Leihen oder Schenken helfen ohne Vergeltung, so thue es; willst du ihm aber auf längere Zeit dienen, indem du ihm Geld leihest, dafür du Zinsen nimmst, so thue es, denn dein Geld ist dein Acker und Pflug; aber merke dir: Billige Zinsen müssen es sein. Thust du das nicht, so kannst du nicht bleiben auf dem Berge und in der Hütte Gottes. Noch Eins: Wer nicht Geschenke nimmt über den Unschuldigen. Das thun wohl manche Richter. Solche nehmen Geschenke und lassen sich bestechen, daß sie den Unschuldigen unterdrücken. Wehe dem Richter, der das thut, denn er begeht eine rechte Teufelssünde. Gott hat ihn in sein Amt gesetzt, daß er ein gerechter Richter und Gottes Diener sein soll; nimmt er nun Geschenke und unterdrückt den Unschuldigen, so wird er ein ungerechter Richter und tritt in des Teufels Dienst. - Wer das nun thut, was wir eben im Psalm gehört haben, der wird wohnen in des HErrn Hütte, der wird bleiben auf dem Berge des HErrn. So prüfe dich denn, ob dein Glaube in diesen Stücken sich als echt erweiset, denn nur das ist der echte Glaube, der sich also erweiset, wie wir gehört haben. Amen.

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