Brousson, Claude - Gegen die Zauderer

Brousson, Claude - Gegen die Zauderer

… Der geringste Vorfall genügt, um die meisten Leute daran zu hindern, die heiligen Versammlungen aufzusuchen. Sie möchten gern, daß Gott sein Evangelium so predigen ließe, wie es ihrer Bequemlichkeit paßt; sonst wagen sie es nicht, aus ihrem Haus zu gehen, um sein Wort zu hören und ihm den geforderten Dienst zu leisten. Die geringste Drohung, die man ihnen zukommen läßt, man werde sie ins Gefängnis stecken oder ihnen einige Soldaten senden, damit sie einen Teil ihres Brotes essen und einen Teil ihres Weines trinken, läßt sie aufs Neue ihren Heiland verleugnen.

Ihr feigen und untreuen Christen, was hättet ihr wohl in den Anfängen des Christentums getan, als man die Gläubigen den wilden Tieren zum Fraß vorwarf oder als man ihre Leiber mit eisernen Zacken zerriß oder sie noch alle anderen Martern erdulden ließ, die nur die Hölle ersinnen konnte? Was hättet ihr in den Anfängen der Reformation getan, als man die Bekenner der Wahrheit lebendig verbrannte? … Ihr feigen und untreuen Christen, ihr wollt also nicht den Fußstapfen dieser edlen Gläubigen folgen, die so große Übel erduldeten, um Gott die Ehre zu geben und um die köstliche Freiheit zu erringen oder zu behaupten, ihm zu dienen und seine heiligen Lobgesänge anzustimmen? Ach, rühmt euch doch nicht, das Volk Gottes zu sein, da es euch keine Herzenssache ist, was sein Ruhm und sein Dienst erfordert. Prahle doch nicht, die Nachkommen der Heiligen zu sein, da ihr nicht die Erben ihres Glaubens, ihres Eifers und ihrer Ausdauer seid.

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autoren/b/brousson/brousson_gegen_die_zauderer.txt · Zuletzt geändert: von aj