Blumhardt, Christoph - Andachten zur Apostelgeschichte

Blumhardt, Christoph - Andachten zur Apostelgeschichte

Apostelgeschichte 10, 38.

“Jesus ist umhergezogen und hat wohlgetan und gesund gemacht; denn Gott war mit Ihm.“

Der HErr JEsus hat, wenn Unglückliche kamen, nicht viele Umstände gebraucht, um zu helfen, - ein Wort, und die Hilfe war da, zum Beweis, daß der lebendige Gott mit Ihm war. Er hat sich auch nicht vornehm irgendwohin zurückgezogen, um zu warten, bis die Leute kämen und Hülfe begehrten; sondern Er ist umhergezogen und hat sich allen Jammernden und Elenden, mochten sie am Leib oder an der Seele leiden, präsentirt, und gerufen: „Kommet her, ihr Mühseligen und Beladenen, Ich will euch erquicken.“ Es war Ihm also recht darum zu thun, denen, welchen Niemand mehr half, sich als einen helfenden Erretter darzubieten. Ist Er jetzt anderen Sinnes, daß Er es übel nehmen wollte, wenn Einer mit Seiner Not zu Ihm kommt? Sicher nicht; denn eben darum ist Er umhergezogen, und hat Er wohl gethan und gesund gemacht, damit allen nachfolgenden Geschlechtern ein Zutrauen zu Ihm verbliebe, und die armen Menschen für immer eine Hilfe wüßten, zu der sie sich wenden könnten. Seine Wunder sollten's beweisen, daß Gott für die Menschen zu finden ist, wenn sie Ihn suchen; und der HErr JEsus hat’s uns auch sollen mit Seinem Gehorsam und Opfer auswirken, daß uns geholfen würde in unsern Wehen und Trübsalen, wenn wir kämen. Will's uns aber Jemand ausreden mit den Wundern, als ob sie nicht geschehen wären, wie uns doch klar und überzeugend erzählt wird, so wollen wir uns unsern Glauben nicht nehmen lassen, und auch das noch dazu glauben, daß der HErr JEsus heute noch Wunder tun könne, und wohl tun werde, wenn Seine Zeit gekommen ist, auch wirklich tue, wenn es gleich weniger den Schein hat. Daß der Heiland immerhin auch jetzt viel Wunderbares tue, und auch jetzt noch umherziehe, wohl zu tun und gesund zu machen, wenn auch in unscheinbarerer Weise, das hast du, lieber Christ, bald erfahren, wenn dein Glaube ein wenig dran hin mag, und ernstlicher zu bitten wagt. Allerdings muß Er mit Seiner Kraft uns wieder näher kommen; und Er wird's noch einmal, damit wir's auch an uns erfahren, und nicht bloß aus der Schrift es wissen, daß Er der Mann ist, der in aller Schwachheit und Pein Hilfe zu leisten weiß, und auch das Schwerste, das uns droht, abwenden kann.

Mel.: Ach, was soll ich Sünder.

Gebt, ihr Sünder, Ihm die Herzen,
Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen,
Sagt, ihr Armen, Ihm die Noth.
Er kann alle Wunden heilen,
Reichtum weiß Er auszuteilen,
Leben schenkt Er statt dem Tod.

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