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Philipper - Kapitel 1

Philipper - Kapitel 1

(Leander van Eß)

Gruß des Apostels. Versicherung seines liebevollen Andenkens in täglichem Gebete und Danke für sie. Beruhigung ihres theilnehmenden Herzens über sein Schicksal. Wunsch und Hoffnung, für sie noch länger zu leben. Ermahnung zur Standhaftigkeit und besonders zur Eintracht und Demuth. Hinweisung auf Jesu Beispiel. Dringende Sorge für die Seligkeit. Empfehlung des Timotheus und Epaphroditus.

1 Paulus und Timotheus, Diener Jesu Christi, an alle Heiligen in Christo Jesu in Philippi, sammt den Bischöfen und Diakonen.
2 Gnade euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn, Jesu Christo!
3 Ich danke meinem Gott, so oft ich eurer gedenke,
4 allezeit in jedem meiner Gebete für euch Alle, - mit Freuden bete ich für euch! -
5 wegen eurer Theilnahme am Evangelium vom ersten Tage an bis jetzt.
6 Und ich bin davon überzeugt, daß der, welcher das gute Werk in euch angefangen, es vollenden wird, auf den Tag Jesu Christi hin.
7 Wie es denn gerecht von mir ist, so von euch Allen zu denken, weil ich euch im Herzen trage, in meinen Banden und bei der Vertheidigung und Behauptung des Evangeliums, und ihr Alle mit mir an der Gnade Theil nehmet.
8 Ja, Gott ist mein Zeuge, wie sehr ich euch Alle liebe im Herzen Jesu Christi.
9 Und das ist mein Gebet, daß eure Liebe mit Erkenntniß und mancherlei Erfahrung immer mehr zunehme;
10 um zu unterscheiden, was das Beste sey, damit ihr rein und tadellos seyd auf den Tag Christi,
11 reich an Früchten der Gerechtigkeit durch Jesum Christum, Gott zur Ehre und zum Preise!
12 Ich will aber euch in Kenntniß setzen, Brüder! daß meine Lage mehr zum Fortgang des Evangeliums gediehen,
13 so daß es in dem ganzen Lager der Leibwache und sonst überall, bekannt geworden, daß ich um Christi willen meine Bande trage;
14 und Mehrere der Brüder im Herrn, muthig gemacht durch meine Bande, desto entschlossener wagen, das Wort Gottes furchtlos zu verkündigen.
15 Einige verkünden zwar Christum mit Neid und Streitsucht; Andere aber auch mit Wohlwollen.
16 Diese von Liebe Beseelten sind überzeugt, daß ich zur Vertheidigung des Evangeliums bestimmt bin;
17 aber jene, von Streitsucht Getriebenen, verkündigen Christum in der unlauteren Absicht, meine Fesseln noch mehr zu erschweren.
18 Aber was thut's? Wird doch in jedem Falle, mag es zum Vorwand, oder mit Aufrichtigkeit geschehen, Christus verkündigt! das ist meine Freude, und wird meine Freude bleiben!
19 Denn ich weiß, daß dieses durch euer Gebet und durch Unterstützung des Geistes Jesu Christi mir zum Heil gereichen wird.
20 Und ich habe die zuversichtliche Hoffnung, daß ich in keinem Falle werde zu Schanden werden; sondern daß bei der größten Freimüthigkeit wie allezeit, auch jetzt, Christus verherrlicht werden wird an meinem Leibe, sey es durch Leben oder Tod.
21 Denn Christus ist mein Leben, und Sterben mein Gewinn.
22 Weil aber das Leben im Fleisch mir noch Früchte des Amtes gewährt; so weiß ich nicht, was ich vorziehen soll.
23 Ich werde von zwei Seiten gedrängt. Ich habe Lust abzuscheiden und bei Christo zu seyn, das wäre bei weitem das Bessere:
24 aber für euch ist es nöthiger, daß ich noch bleibe im Fleische.
25 Und in dieser Zuversicht weiß ich, daß ich bleiben und mit euch Allen zusammenbleiben werde, zu eures Glaubens Förderung und Freude;
26 damit ihr, bei meiner Rückkehr zu euch, meinetwegen euch Christi Jesu noch mehr rühmen könnet.
27 Euer Wandel sey nur der göttlichen Lehre Christi würdig, damit, ich mag kommen und euch sehen, oder abwesend seyn, ich von euch höre, daß ihr fest stehet in Einem Geiste, mit Einem Sinne gemeinschaftlich kämpfet für den Glauben an das Evangelium,
28 und euch in keinem Stücke von den Gegnern schrecken lasset. Das gereicht ihnen nun zum Verderben, euch aber, und zwar durch Gott, zum Heile;
29 weil es euch in Hinsicht auf Christus gnädig verliehen ist, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden;
30 indem ihr denselben Kampf zu bestehen habt, den ihr an mir sahet, und nun von mir höret.

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