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Galater - Kapitel 1

Galater - Kapitel 1

(Leander van Eß)

Gruß des Apostels. Ernste Erklärung über das göttliche Ansehen des Evangeliums und seines Apostel-Amtes, gegen Irrlehrer, die auf Beobachtung Mosaischer Gebräuche bestanden.

1 Paulus, Apostel, nicht von Menschen, noch durch einen Menschen, sondern durch Jesum Christum und Gott, den Vater, der ihn von den Todten erweckt hat,
2 und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Galatien.
3 Gnade euch und Friede von Gott, dem Vater und unserm Herrn, Jesu Christo,
4 der sich selbst für unsere Sünden dahin gegeben, um uns von der gegenwärtigen argen Welt zu erlösen, nach dem Willen Gottes und unsers Vaters,
5 der in alle Ewigkeit gepriesen sey! Amen.
6 Es wundert mich, daß ihr euch so bald habt abwenden lassen von dem, der euch zur Gnade Christi berufen, zu einem andern Evangelium;
7 da es doch kein anderes gibt; nur das Etliche sind, die euch irre machen und das Evangelium Christi zu verfälschen trachten.
8 Aber wenn auch wir, oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium vorträgt, als wir euch vorgetragen, der sey verflucht!
9 Wie wir so eben gesagt, so sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium vorträgt, als ihr empfangen, der sey verflucht!
10 Suche ich nun noch die Gunst der Menschen, oder Gottes? Suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich den Menschen gefallen wollte; so wäre ich Christi Diener nicht.
11 Ich bezeuge es euch, Brüder! das von mir verkündigte Evangelium ist nicht Menschen-Werk;
12 denn ich habe es nicht von Menschen empfangen, noch erlernet, sondern durch Offenbarung Jesu Christi.
13 Denn ihr habet ja wohl von meinem ehemaligen Betragen im Judenthume gehört, daß ich die Gemeinde Gottes auf's Aergste verfolgte, und sie zu zerstören suchte.
14 Und ich übertraf im Judenthume Viele meiner Zeitgenossen in meiner Nation; und war ein heftiger Eiferer für meine väterlichen Satzungen.
15 Als es aber Gott, der mich von Mutterleibe an ausgesondert, und durch seine Gnade berufen, wohlgefiel,
16 seinen Sohn mir zu offenbaren, damit ich ihn unter den Heiden verkündigte; ging ich von dem Augenblick an nicht mit Fleisch und Blut zu Rathe;
17 ging auch nicht nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich reisete nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück.
18 Erst drei Jahre nachher begab ich mich nach Jerusalem, um Petrus zu besuchen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm;
19 von den andern Aposteln aber sah ich keinen, außer Jakobus, den Bruder des Herrn.
20 (Was ich euch schreibe, siehe! bei Gott, ich lüge nicht!
21 Nachher kam ich in die Gegenden von Syrien und Cilicien;
22 unbekannt von Person war ich den Christengemeinden in Judäa.
23 Nur gehört hatten sie: „der uns einst verfolgte, verkündigt jetzt eben den Glauben, den er einst zu vertilgen suchte.“
24 Und sie priesen um meinetwillen Gott.

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