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2. Petrusbrief - Kapitel 1

2. Petrusbrief - Kapitel 1

(Leander van Eß)

Werth der christlichen Lehre. Früchte des Glaubens. Gewicht des Zeugnisses der vertrauten Begleiter Jesu, und der Weissagungen.

1 Simon Petrus, Diener und Apostel Jesu Christi, an die, welche durch die Gerechtigkeit unsers Gottes und Heilandes Jesu Christi zu dem mit uns gleich theuern Glauben gelangt sind.
2 Gnade und Friede reichlich über euch durch die Erkenntniß Gottes und Jesu, unsers Herrn!
3 Wie so Alles, was zum Leben und zu einem gottseligen Wandel dient, hat seine göttliche Macht und geschenkt, durch die Erkenntniß dessen, der uns durch Herrlichkeit und Macht berief,
4 wodurch uns die größten und köstlichsten Verheißungen geschenkt worden, damit ihr dadurch der göttlichen Natur theilhaftig werdet, wenn ihr den verderblichen Lüsten der Welt entsaget;
5 aber eben deßwegen wendet allen Fleiß an, und zeiget bei eurem Glauben Tugend, bei der Tugend Erkenntniß,
6 bei der Erkenntniß Selbstbeherrschung, bei der Selbstbeherrschung Geduld, bei der Geduld Frömmigkeit,
7 bei der Frömmigkeit Bruderliebe und bei der Bruderliebe Menschenliebe!
8 Denn wenn sich dieß, und zwar reichlich bei euch findet; so läßt es euch in der Erkenntniß unsers Herrn, Jesu Christi, nicht unthätig und fruchtlos seyn.
9 Bei wem aber jenes sich nicht vorfindet, der ist blind, kurzsichtig, und hat vergessen die Reinigung seiner früheren Sünden.
10 Darum, Brüder! beeifert euch um so mehr, euren Beruf und eure Erwählung durch gute Werke zu befestigen. Wenn ihr dieses thut, so werdet ihr nie sündigen.
11 Nur so wird euch der Eingang in das ewige Reich unsers Herrn und Heilandes, Jesu Christi, weit geöffnet werden.
12 Daher werde ich nie unterlassen, euch immer daran zu erinnern, wie wohl ihr es schon wisset, und fest seyd in dem Besitz der Wahrheit.
13 Denn ich halte es für Pflicht, so lange ich diese Hütte bewohne, euch durch Erinnerung zu wecken;
14 da ich weiß, daß ich meine Hütte bald verlassen muß, wie auch unser Herr, Jesus Christus, mit geoffenbaret hat.
15 Ich will deßhalb unablässig dafür sorgen, daß ihr nach meinem Scheiden euch daran erinnern könnet.
16 Gewiß nicht schlau ersonnenen Mährchen folgten wir, als wir euch die Kraft und Erscheinung unsers Herrn, Jesu Christi, bekannt machten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Herrlichkeit.
17 Denn, als er von Gott dem Vater Ehre und Preis empfing; da bei jener höchstherrlichen Verklärung über ihm die Stimme herabtönte: Dieß ist mein lieber Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe; diesen höret!
18 hörten auch wir diese Stimme vom Himmel erschallen; indem wir mit ihm auf dem heiligen Berge waren.
19 Und wir haben noch ein festeres prophetisches Wort, und ihr thut wohl, wenn ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das am dunkeln Orte leuchtet, bis der Tag anbricht, und der Morgenstern aufgeht in eurem Herzen.
20 Vor Allem wisset, daß jede Weissagung der Schrift nicht aus eigener Auslegung geschieht;
21 denn nicht nach eines Menschen Willkür wurde die Weissagung einst gegeben; sondern aus Eingebung des heiligen Geistes haben jene gottgeheiligten Männer gesprochen.

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