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Sprüche - Kapitel 17

Sprüche - Kapitel 17

(Leander van Eß)

Verschiedene wohlthätige Aeußerungen und Folgen der Weisheit, und nachtheilige der Thorheit im menschlichen Leben, besonders bei Streit und Zanksucht. Von der Mäßigung der Zunge.

1 Besser ist ein Stück trocknes Brod, und Ruhe dabei, als ein Haus voll des Geschlachteten, wo Zank ist.
2 Ein kluger Knecht herrscht über einen thörichten Sohn; und mit den Brüdern wird er theilen das Erbe.
3 Der Schmelztiegel ist für's Silber, und der Schmelzofen für's Gold; aber der die Herzen prüft ist Jehova.
4 Der Böse hascht arge Lippen auf; der Falsche horcht auf heillose Zunge.
5 Wer den Armen spottet, höhnt seinen Schöpfer; wer sich des Unglücks freuet, bleibt nicht ungestraft.
6 Die Krone der Alten sind Kindeskinder; und der Ruhm der Kinder ihre Väter.
7 Dem Gecke steht das Großmaul nicht, viel weniger dem Edelen das Lügenmaul.
8 Ein Edelstein ist das Geschenk in den Augen seines Besitzers; überall wohin es sich wendet, macht es Glück.
9 Wer Vergehen deckt, erwirbt sich Liebe; wer aber an die Sache wieder erinnert, entzweiet Freunde.
10 Ein Verweis macht bei dem Verständigen mehr Eindruck, als hundert Streiche bei dem Thoren.
11 Nur Empörung sucht der Böse; aber ein schrecklicher Bote wird gegen ihn gesendet.
12 Mag eine, der Jungen beraubte, Bärin Jemand begegnen, nur nicht ein Narr in seiner Narrheit.
13 Wer Böses für das Gute vergilt, von dessen Hause wird nie das Böse weichen.
14 Gewässer läßt los, wer Streit beginnt; darum, ehe es zum Ausbruch kommt, laß ab vom Streite!
15 Wer den Bösen freispricht, und den Gerechten verdammt, sind beide gleich ein Greuel vor Jehova.
16 Wozu doch Geldwerth in der Hand des Thoren? Weisheit zu kaufen? Es fehlt ja der Verstand!
17 Wer unwandelbar liebt, der ist ein Freund; ein Bruder wird er in der Noth.
18 Verstandlos ist wer Handschlag gibt, wer sich verbürgt für seinen Freund.
19 Wer Entzweiung liebt, liebt Zank; wer sein Thor zu hoch bauet, sucht den Sturz.
20 Wer verdorbenen Herzens ist, findet kein Glück; und wer sich dreht mit seiner Zunge, der stürzt in Unglück.
21 Wer einen Thoren zeugt, hat Verdruß an ihm; und keine Freude wird haben der Vater eines Thoren.
22 Ein frohes Herz ist wohlthuend für die Genesung; aber ein verzagtes Gemüth dörrt das Gebein aus.
23 Bestechung aus dem Busen nimmt der Böse, um zu beugen den Rechtsgang.
24 Vor Augen liegt dem Verständigen die Weisheit; aber dem Blicke des Thoren am Ende der Erde.
25 Gram für seinen Vater ist ein thörichter Sohn; und Kummer für die, die ihn geboren.
26 Gar arg wäre es, den Gerechten zu strafen, zu schlagen die Edlen um der Rechtlichkeit willen.
27 Wer seine Worte mäßigen kann, besitzt Weisheit; wer ruhigen Geistes ist, ist ein Mann von Verstand.
28 Selbst der Thor, wenn er schwiege, würde für weise gehalten; und für klug, wenn er seine Lippen schlöße.

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