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Zacharias - Kapitel 1

Zacharias - Kapitel 1

(Leander van Eß)

Ermahnung an die aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Juden, nicht wieder den verkehrten Weg ihrer Vorfahren zu betreten; sondern sich treu an Jehova zu halten. Zwei Gesichte, das eine von einem Reiter auf einem rothen Pferde, und das andere von vier Hörnern, und Deutung derselben.

1 Im achten Monate, im zweiten Jahre des Darius, geschah der Ausspruch Jehova's an den Propheten Zacharias, den Sohn Berechia's, des Söhnes Iddo's, indem er sprach:
2 Sehr erzürnt ist Jehova über eure Väter;
3 doch sprich zu ihnen: So spricht Jehova, des Weltalls Gott: Kehret um zu mir, spricht Jehova, des Weltalls Gott, so werde ich wieder zu euch umkehren, spricht Jehova, des Weltalls Gott.
4 Seyd nicht wie eure Väter, welchen die vorigen Propheten zuriefen, und sagten: So spricht Jehova, des Weltalls Gott: Kehret doch zurück von euren bösen Wegen, und von euren bösen Handlungen! Sie hörten aber nicht, und merkten nicht auf mich, spricht Jehova.
5 Eure Väter, wo sind sie? Und die Propheten, werden sie ewig leben?
6 Doch meine Worte, und meine Satzungen, die ich meinen Dienern, den Propheten, aufgetragen, sind sie nicht bei euren Vätern eingetroffen, so daß sie umkehrten, und sprachen: So wie Jehova, des Weltalls Gott, uns zu thun gedachte, nach unsern Wegen, und nach unseren Handlungen, so hat er an uns gethan?
7 Am vier und zwanzigsten Tage des eilften Monats, welcher ist der Monat Schebat, im zweiten Jahre des Darius, geschah der Ausspruch Jehova's an den Propheten Zacharias, den Sohn Berechia's, des Sohnes Iddo's, indem er sprach:
8 Ich sah des Nachts, und siehe, ein Mann ritt auf einem rothen Pferde, und er hielt unter Myrthen, die in der Tiefe waren, und hinter ihm waren rothe, scheckige und weiße Pferde.
9 Und ich sprach: Mein Herr! was sind diese? Und der Engel, der mit mir redete, antwortete mir: Ich will dir zeigen, was diese sind.
10 Und es redete der Mann, der unter den Myrthen hielt, und sprach: Dieß sind solche, die Jehova gesandt hat, das Land zu durchziehen.
11 Und sie redeten zu dem Engel Jehova's, der unter den Myrthen stand, und sprachen: Wir sind in dem Lande herumgezogen, und siehe! das ganze Land ist bewohnt und ruhig.
12 Dann redete der Engel Jehova's, und sprach: Jehova, Gott des Weltalls! wie lange willst du dich nicht erbarmen über Jerusalem, und über die Städte Juda's, über welche du schon siebenzig Jahre gezürnet hast?
13 Und Jehova antwortete dem Engel, der mit ihm redete, in guten Worten, in tröstlichen Worten.
14 Dann sprach der Engel, der mit mir redete, zu mir: Rufe, und sprich: So spricht Jehova, des Weltalls Gott: Ich eifere mit großem Eifer für Jerusalem, und Zion;
15 und zürne mit großem Zorne über die Völker, die jetzt im Glücke leben. Denn ich zürnte nur ein wenig; sie aber halfen zum Verderben.
16 Deßwegen spricht Jehova also: Erbarmen will ich wieder zeigen Jerusalem; mein Haus soll in ihr wieder aufgebauet werden, spricht Jehova, der Weltenherr; und die Meßschnur soll über Jerusalem gezogen werden.
17 Ferner rufe, und sprich: So spricht Jehova, der Weltenherrscher: Meine Städte sollen wieder Ueberfluß am Guten haben; und Jehova wird Zion wieder trösten, und Jerusalem wieder auserwählen.
18 Und ich erhob meine Augen, und sah; und siehe! vier Hörner.
19 Und ich sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Was sind diese? Und er antwortete mir: Dieses sind die Hörner, welche Juda, Israel, und Jerusalem zerstreuet haben.
20 Und Jehova zeigte mit vier Schmiede.
21 Und ich sprach: Was zu thun sind diese gekommen? Und er antwortete und sprach: Jenes sind die Hörner, die Juda zerstreuet haben, so daß Niemand sein Haupt erheben konnte; und diese sind gekommen, jene zu erschrecken, und die Hörner jener Völker abzuschlagen, die das Horn gegen das Land Juda erhoben, um es zu zerstreuen.

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