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Ezechiel - Kapitel 44

Ezechiel - Kapitel 44

(Leander van Eß)

Vorschriften für die Priester.

1 Und er führte mich zurück zu dem Thore des äußeren Heiligthums, das gegen Morgen gerichtet ist; es war aber verschlossen.
2 Da sprach Jehova zu mir: Dieses Thor soll verschlossen bleiben; es soll nicht geöffnet werden, und Niemand soll durch dasselbe gehen; weil Jehova, der Gott Israels, durch dasselbe eingezogen ist; darum soll es verschlossen bleiben.
3 Was den Fürsten betrifft, so soll er, weil er Fürst ist, in demselben sitzen dürfen, um vor Jehova das Brod zu essen; den Weg von der Halle des Thores soll er herkommen, und auf demselben Wege wieder hinausgehen.
4 Und er führte mich den Weg zum nördlichen Thore vor das Haus. Und ich blickte hin, und siehe! es erfüllte die Herrlichkeit Jehova's das Haus Jehova's; und ich fiel auf mein Angesicht.
5 Da sprach Jehova zu mir: Menschensohn! Gib wohl acht! sehe mit deinen Augen, und höre mit deinen Ohren Alles, was ich zu dir reden werde von allen Einrichtungen des Hauses Jehova's, und von allen seinen Vorschriften; und gib wohl acht auf den Eingang des Tempels, auf alle Ausgänge des Heiligthums;
6 und sage zu den Widerspenstigen, zu denen vom Hause Israels: So spricht der Herr Jehova: Es sind eurer Gräuelthaten zu viel, ihr vom Hause Israels!
7 indem ihr fremde Leute, die unbeschnitten sind an der Seele, und unbeschnitten am Leibe, hereinführet, daß sie in meinem Heiligthume sind, mein Haus entweihen, wenn ihr mein Brod, Fett und Blut darbringet, so daß ihr meinen Bund brechet durch alle eure Gräuel.
8 Und ihr haltet die Wache meiner Heiligthümer nicht; sondern bestellet Andere, die für euch die Wache thun müssen in meinem Heiligthume.
9 So spricht der Herr Jehova: Kein Fremder, der unbeschnitten ist an der Seele, und unbeschnitten am Leibe, soll mein Heiligthum betreten, kein Fremder, der unter den Söhnen Israels ist;
10 sondern die Leviten, die sich weit von mir entfernten, da Israel sich verirrte, die von mir weg zu ihren Schandgötzen hinirrten, sollen ihre Schuld tragen,
11 und in meinem Heiligthum die Wachen an den Thoren des Hauses halten, und den Dienst versehen im Hause. Sie sollen die Brandopfer, und andere Opfer für das Volk schlachten, und vor ihnen stehen, um ihnen zu dienen.
12 Weil sie ihnen gedient haben vor ihren Schandgötzen, und dem Hause Israels ein Anstoß zur Sünde geworden sind; darum habe ich meine Hand wider sie aufgehoben, spricht der Herr Jehova; und sie sollen ihre Schuld tragen.
13 Und sie sollen sich mir nicht nahen, um mir Priesterdienste zu thun, noch sich nahen irgend einem meiner Heiligthümer, oder dem Allerheiligsten; sondern sie sollen ihre Schande tragen, und ihre Gräuelthaten, die sie verübt haben.
14 Und ich habe sie zu Hütern des Hauses bestimmt, und zu allen Diensten desselben, und zu Allem, was darin geschehen muß.
15 Aber die Priester, die Leviten, die Söhne Zadok's, welche Wache gehalten für mein Heiligthum, als die Söhne Israels sich von mir verirrten, diese sollen sich mir nahen, um mir zu dienen, und vor meinem Angesicht stehen, um mir Fett und Blut darzubringen, spricht der Herr Jehova.
16 Diese sollen hineingehen in mein Heiligthum, und sich meinem Tisch nahen, um mir zu dienen, und den Dienst vor mir verrichten
17 Und wann sie in die Thore des inneren Vorhofes kommen, sollen sie leinene Kleider anziehen, und nichts von Wolle tragen während ihres Dienstes in den Thoren des inneren Vorhofes, und im Inneren.
18 Ein Schmuck von Leinwand soll auf ihrem Haupte seyn, und leinene Beinkleider sollen um ihre Lenden seyn; sie sollen sich nicht gürten wegen des Schweißes.
19 Wann sie aber in den äußeren Vorhof hinausgehen, in den äußeren Vorhof zum Volke; sollen sie ihre Kleider, wenn sie ihren Dienst verrichten, ausziehen, und in die Zimmer des Heiligthums legen, und andere Kleider anziehen, damit sie nicht das Volk durch ihre Kleider heiligen.
20 Und ihr Haupt sollen sie nicht scheren, aber auch nicht das Haar herabhängen lassen; sondern es kurz abstumpfen am Haupte.
21 Auch sollen die Priester keinen Wein trinken, wann sie in den innern Vorhof gehen wollen.
22 Und sie sollen keine Wittwe, noch Geschiedene sich zur Frau nehmen; sondern Jungfrauen vom Samen des Hauses Israels, oder eine Wittwe, welche eine Priesterswittwe ist, dürfen sie nehmen.
23 Und sie sollen mein Volk den Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen lehren, und sollen es kennen lehren den Unterschied zwischen dem Reinen, und dem Unreinen.
24 Und in Streitsachen sollen sie stehen zum Richten nach meinen Gesetzen, und Recht sprechen; meine Gesetze und meine Satzungen sollen sie an allen meinen Festen beobachten, und meine Sabbathe heiligen.
25 Und zu keinem todten Menschen sollen sie gehen wegen der Verunreinigung; aber bei dem Vater, und bei der Mutter, und bei dem Sohne, und bei der Tochter, bei dem Bruder, und bei der Schwester, die noch keinen Mann gehabt hat, dürfen sie sich verunreinigen.
26 Nach seiner Reinigung aber soll man ihm noch sieben Tage zuzählen.
27 Und an dem Tage, wo er in das Heiligthum, in den inneren Vorhof geht, um den Dienst im Heiligthum zu verrichten, soll er ein Sündopfer für sich darbringen, spricht der Herr Jehova.
28 Auch sollen sie ein Eigenthum haben; ich will ihr Eigenthum seyn; und ihr sollet ihnen keine Besitzung in Israel geben. Ich bin ihre Besitzung.
29 Sie sollen Speisopfer, und Sündopfer, und Schuldopfer essen; und alles Geweihete in Israel soll ihnen gehören.
30 Und die Erstlinge aller Frühfrüchte aller Art, und alle Hebopfer aller Art von allen euren Hebopfern sollen den Priestern gehören; und die Erstlinge eures Backwerks sollet ihr den Priestern geben, um Segen auf euer Haus niederzusenken.
31 Alles Gefallene und Zerrissene von Vögeln, und von Thieren, sollen die Priester nicht essen.

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