Inhaltsverzeichnis

Arndt, Friedrich - 47. Andachten zum 2. Korintherbrief

2. Korinther 1.

Wie im Alten Testament das Buch des Propheten Jeremias und mehrere Psalmen, so läßt uns im Neuen Testament keine Schrift so sehr einen Blick thun in das Herz des Apostels Paulus, in seine innern Kämpfe und Leiden, in die wechselnden Stimmungen seines Gemüths unter der Verkündigung des Wortes Gottes, in die zarte Gemeinschaft der Liebe, die ihn mit seinen Gemeinden verband, als dieser zweite Brief an die Korinther. Er beginnt denselben mit einem Danke gegen Gott für seine Errettung aus Todesgefahr; sodann vertheidigt er sich gegen den Vorwurf seiner Gegner in Korinth, er habe im ersten Briefe versprochen gehabt, bald nach Korinth zu kommen, habe aber sein Versprechen nicht erfüllt, sei also ein unzuverlässiger Mann, der wohl zu drohen und zu versprechen, aber nicht zu halten pflege; Paulus versichert ihnen, daß er mit derselben Lauterkeit und Wahrheit, die in Christo selbst ist, auch sein Amt zu führen stets bemüht sei, und schließt: „Der Sohn Gottes, Jesus Christus, war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in Ihm; denn alle Gottesverheißungen sind Ja in Ihm und sind Amen in Ihm, Gott zu Lobe durch uns.“ – Schäme dich denn, ungläubiges Herz! Du zagest, wenn nicht gleich Alles geschieht, was geschehen soll, und klagest Gott der Unzuverlässigkeit gerade eben so an, wie die Korinther den Paulus. Aber das hat ja der Herr nie verheißen, daß deine Zeit auch seine Zeit sein soll. Nur dazu spricht Er Ja und Amen, daß es gewiß geschehen soll. Weißt du nicht, daß vor Ihm tausend Jahre sind wie ein Tag? Laß dir also nicht die Zeit lang werden. Viel aufgeschobene Verheißungen häufen meine Freuden auf die Ewigkeit. Die Zeit, die ich ihrer Erfüllung hier entbehren muß, ist vor Gott noch nicht so lang wie eine Minute. Kann ich denn nicht eine Minute warten, da mein Gott so oft auf mich warten muß? Wohl, ich will das thun und fröhlich sein über meiner Hoffnung. Möchte ich doch auch immer in allem, was ich rede und denke, Ja und Amen sein! Vergib mir, mein Heiland, daß es nicht so ist, und schenke mir ein redlich, ehrlich Herz gegen Dich und meinen Nächsten. Amen.

2. Korinther 2.

In diesem Kapitel sehen wir, aus welcher Gesinnung christliche Strafreden herfließen sollen. Ein ächter Seelenhirt weint erst für sich allein, ehe er Anderer Thränen weckt, und behält stets mehr Schmerzen in sich, als er Anderen verursacht. Welch eine Liebe des Apostels zu seinen Gemeinden! Und wie ungerecht und unverantwortlich die fortgesetzte Feindschaft der falschen Apostel, welche zu Korinth Eingang gefunden hatten!

O heiliger und anbetungswürdiger Gott, vor dessen Angesicht die Engel selbst nicht rein sind und die Heiligsten auf Erden je und je ihre Sünden haben bekennen müssen, wie es auch die Leute in Korinth zu Pauli Zeit gethan haben, siehe, ich komme nicht, mit Dir zu rechten; denn was sollte ich Dir antworten können? Ich komme nicht, meine Fehler zu entschuldigen; denn es ist Alles bloß und entdeckt vor Deinen Augen. Ich komme in kindlicher Aufrichtigkeit, mein Herz vor Dir offen darzulegen. Ich klage mich selbst an, daß mich mein Gewissen nicht einst verklage in Deinem Gerichte. Ach Gott, durchforsche mich und führe mich in die verborgensten Winkel meines Herzens, daß ich mit eröffneten Augen den Gräuel der Sünde möge erkennen. Schlage mit dem Hammer Deines Wortes mein hartes Herz, daß es gebeugt und bußfertig werde. Zermalme das Götzenbild der eingebildeten Gerechtigkeit, daß es wie Staub und Asche vor Dir liege. Mein Herz muß zerknirscht sein, wenn ich anders vor Dir will Gnade und Hülfe hoffen. Ach Gott, das Werk wird mir allein zu schwer, hilf Du es mir vollenden.

Wohl sagt mir mein Herz, daß ich ein Sünder bin, der vielmehr Deiner Ungnade, als Deiner Liebe werth wäre. Da ich Dir hätte sollen mein Herz geben, habe ich von neuem wieder eingelassen die schnöden Sünden, die meinem Gewissen eine Wunde nach der andern schlagen. Dieses verwundete Herz, dieses verletzte Gewissen, bringe ich Dir in wahrer Reue dar. O treibe aus die Sündenschlangen, die mich quälen, und mache wieder gesund, was so sehr verletzt ist. Herr, gehe nicht mit mir in’s Gericht, sondern siehe an den Mittler des Bundes, Jesum Christum.

Laß Ihn von neuem knüpfen das Band der Liebe, daß die Gewalt der Hölle es nimmer wieder zerreiße. Ich habe Deinen Bund in meinen Mund genommen, und mich als Christ nach Deinem Namen genennet; aber wie habe ich den Bund und Namen verunehret! Ich weiß, was für Sünden wider mich zeugen; aber nicht alle kenne ich, die Dir, o Herzenskündiger, bewußt sind. Gerechter Gott, vergib mir Alles, was mir mein Gewissen sagt, ja auch alle verborgene Sünden. Ich gelobe Dir neue Aufrichtigkeit, erneute Besserung, erneute Bekehrung. Ich kenne meine Schwachheit; ich weiß aber auch, daß Du in mir Schwachen mächtig sein willst. Hast Du mir das Wollen gegeben, so gib auch das Vollbringen durch Jesum Christum, der allein ist aller bußfertigen Sünder Anker und Hoffnung, Trost und Hülfe, damit ich endlich auch och einmal ein Wohlgeruch Christi und durch seine Vermittelung und Gemeinschaft ein Dir wohlgefälliges Opfer werde. Amen.

2. Korinther 3.

In diesem Kapitel erläutert Paulus den Unterschied zwischen Gesetz und Evangelium, altem und neuem Testamente. Das Gesetz nennt er Buchstabe, weil es die Vorschrift äußerlich dem Menschen vorhält, ohne sein Herz zu ändern; das Evangelium Geist, weil durch die Versöhnung mit Gott ein lebendig und seligmachender Geist dem Menschen mitgetheilt wird. Das Gesetz tödtet; denn mit seinem strengen und ernsten: du sollst! und: du sollst nicht! bringt es nur unsern Tod, unsere Unfähigkeit zum Guten, zum Ausbruch und zur Offenbarung, und spricht das Todesurtheil aus über die, die es nicht halten und durch eigne Kraft nicht zu halten vermögen; das Evangelium aber oder die Freudenbotschaft von der Erlösung und Versöhnung durch Christum macht durch den heiligen Geist, den es mit sich bringt und einpflanzt, die todten Herzen geistlich lebendig. Dennoch besaß das Gesetz eine große Herrlichkeit, wie man schon an Moses Verklärung sehen konnte, wenn auch dieser Glanz erblich und verging: wie viel größer muß erst die Herrlichkeit des Evangelii sein, das den Menschen umgestaltet und erneuert, ihm Rechtfertigung vor Gott und ewiges Leben schenkt! Dort ist Sternen-, hier Sonnenglanz. Dort verhüllende Bilder, hier freie Geistesenthüllung. Dort Demüthigung, hier Erhebung. Beides müssen wir an uns selbst erfahren, sowohl den tödtenden Buchstaben des Gesetzes, als den lebendig machenden Geist des Evangeliums. In der Buße wird uns Gottes Gesetz ein tödtender Buchstabe, indem es unser Gewissen aufweckt, alle Sünden vor Augen stellt und um derselben willen Tod und Verdammniß androht; im Glauben wird uns das Evangelium zu lauter Geist und Leben. Darum fürchte ich als Christ den tödtenden Buchstaben des Gesetzes nicht mehr, sondern halte ihm entgegen den Geist des Evangeliums, der mir das geistliche und ewige Leben schenkt. Amen.

2. Korinther 4.

Sei denn geduldig, meine Seele, wenn dir der Herr eine Last auflegt, und trage dein Kreuz gern. Denn wenn du gleich täglich große Pein leiden, ja auch die Angst der Hölle in diesem Leben schmecken solltest: was wäre es doch gegen die ewige Herrlichkeit, worin du deinen Heiland schauen, und dich mit allen lieben Heiligen Gottes ewiglich freuen wirst? Ja, liebe Seele, unsere Trübsal, die da zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maaßen wichtige Herrlichkeit uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. So laß hergehen, was Gott über die verhängt, die Teufel mit ihren Anfechtungen, mit Hunger und Durst, mit Armuth und Elend, mit Mühseligkeit und Unruhe, mit Frost und Feuer, laß ängsten und verfolgen, laß höhnen und spotten, wer es nicht lassen kann. Und ob mein eigen Herz zaget und mein Gewissen mich naget; ob mein Fleisch voll Krankheit, meine Glieder voll Schmerzen, mein Angesicht voll Trauern, mein Leib voll Elend ist; ob mein Leben abnimmt vor Betrübniß und meine Zeit vor Seufzen, meine Kraft verfällt und meine Gebeine verschmachten; ob mein Leib betet und meine Lippen zittern, und ich bei mir betrübt bin: so weiß ich doch, Herr Jesu, mein Trost, daß ich bei Dir Ruhe finden werde an jenem Tage, wenn ich eingehen werde zu Deinen Freuden. O liebe Seele, welch eine Herrlichkeit wird da sein! welche Freude werden wir haben, wenn unsere Angesichter werden leuchten wie die Sonne, wenn uns der Herr in sein Reich einweisen, die himmlischen Schätze gewähren, unsere nichtigen Leiber verklären und Ihm selbst ähnlich machen wird! Da wird Er uns geben das Himmlische für das Irdische, das Ewige für das Zeitliche, das Größte für das Kleinste. Mein Gott, wie groß wird unsere Herrlichkeit sein, wenn der Herr uns, seine Heiligen, Gott seinem Vater überantworten, und wir das ewige Himmelreich besitzen werden, wo Gott sein wird Alles in Allem! O welche Freude, welche Wonne, welch ein lieblich Wesen werden wir haben, wenn wir selber heilig sein und die lieben Heiligen Gottes schauen und mit ihnen umgehen werden; ja, wenn wir Gott den Herrn schauen und ewiglich bei Ihm bleiben werden! Hilf, mein Gott, daß wir solche große Herrlichkeit stets bedenken, uns darnach von Herzen sehen und dieselbe bald einnehmen mögen. Amen.

2. Korinther 5.

Allmächtiger, ewiger und barmherziger Gott, ich bitte Dich um der allerheiligsten Wunden Deines Sohnes willen, erhalte in mir, wie in Deinem heiligen Apostel, die Stütze der lebendig machenden Hoffnung! Es schwankt bisweilen mein Herz wie ein Schiff mitten im Meere; verleihe mir jenen sichern und festen Anker. Bändige die Fluthen der Versuchung und des Zweifels, der Du ein Gott der Hoffnung und des Trostes bist. So gewiß und unbeweglich die Wahrheit Deiner Verheißungen und die Gewißheit meiner Erlösung ist, so gewiß wird in mir die Festigkeit einer heiligen Hoffnung sein können. Drei Dinge sind es, die mich aufrichten, wenn ich darniederliege, nämlich die Liebe, die mich zum Kinde machte, die Wahrheit der Verheißung, die Macht, die in der Bezahlung meiner Schuld liegt. Das ist das dreifache Seil, das Du aus dem himmlischen Vaterland in diesen Kerker herablässest, damit Du mich aufrichtest und im Anblick Deiner Herrlichkeit anziehest. Die Betrachtung Deines Gebots macht, daß ich hoffe; die Betrachtung Deiner Verheißung macht, daß mein Herz beruhigt wird, wenn ich hoffe; die Betrachtung Deiner Gnade in Christo verhindert, daß ich an Deiner Erbarmung verzweifle; die Betrachtung meiner eigenen Gebrechlichkeit macht, daß ich nicht auf mich und meine Kräfte und Verdienste meine Hoffnung setze. So viel weniger meine Hoffnung an dem eitlen und vergänglichen Sande der gegenwärtigen Güte und der menschlichen Hülfe haftet, um so viel fester und sicherer wird sie auf den unbeweglichen und unerschütterlichen Felsen Deiner Verheißungen und der himmlischen Güter gebaut. Dir allein gehöre mein Herz an, daß ich mich ganz von der Welt abziehe und von ganzem Herzen Dir anhange und nicht mehr mit mir selbst lebe, sondern dem, der für mich gestorben und auferstanden ist. In mir ist nichts als Sünde, Tod und Verdammniß; in Dir nichts als Gerechtigkeit, Leben, Heil und Trost. Daher verzweifle ich an mir, aber ich hoffe auf Dich; in mir werde ich zerschlagen, in Dir werde ich aufgerichtet. Es mögen sich wohl die Trübsale vermehren, wenn nur Deine belebenden Tröstungen dabei sind und meine Hoffnung aufrecht halten. Auf Dich, Herr, habe ich gehofft; ich werde nicht zu Schanden werden ewiglich. Amen.

2. Korinther 5,14-21.

O Her Jesu Christe, Du Heiland der ganzen Welt, wir armen Sünder beugen uns in den Staub vor Dir und sagen Dir Lob und Dank, daß Du uns nicht lassen willst in dem Elend unserer Sünde und Verdorbenheit, sondern hast Dich unserer erbarmet und auf Dich genommen unsere Schuld und Strafe. O wie können wir in alle Ewigkeit Dir genug danken, daß Du an unserer Statt das bitterste Leiden und den schrecklichsten Tod übernommen hast, auf daß wir Frieden hätten und statt der Verdammniß unserer Natur erlangten die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. O Herr, wer sind wir, daß Du Dich unserer so annimmst, und schenkest uns, was Dein ist, und nimmst auf Dich, was unser ist? Wer sind wir, daß Du täglich Deine Gnadenzeit uns offen lässest und schenkst uns auch jetzt wieder die heilige Zeit, da wir Deines theuern Leidens und Sterbens besonders gedenken und daraus Kräfte der zukünftigen Welt ziehen dürfen? O mache uns diese Zeit recht gesegnet durch ernstliche Erweckung zur Buße, durch gründliche Wiedergeburt in Dein Leben und durch alle Früchte eines wahren Glaubens, einer reinen Liebe und gewissen Hoffnung des ewigen Lebens. Mache uns insbesondere Dein heiliges Wort recht theuer und wichtig, und schenke uns dadurch viel Licht über unsere Finsterniß, viel Reue und Leid über alle unsere Sünden, viel Demuth über unser großes elend, und erfülle uns mit einer rechten Heilsbegierde, daß wir uns selbst nicht mehr suchen, sondern alles Heil nur in und aus Dir suchen und finden. Vertreibe durch die Bilder Deiner Passion aus unsern Herzen alle Sünden- und Weltbilder, damit Dein heiliger Geist in uns wohnen könne als in Tempeln, die gewaschen sind durch Dein Blut. Laß uns immer mehr der Welt absterben, erneure uns in Dein vollkommnes Ebenbild, und sei uns allenthalben und allezeit nahe mit Deiner Weisheit, Gerechtigkeit und allmächtigen Hülfe. Amen.

2. Korinther 6.

Der Apostel ermahnt in diesem Kapitel die Korinther, sich abzusondern von den Ungläubigen. Heißt das, alle Verbindungen mit ihnen aufheben, kein Geschäft, keine Arbeit mit ihnen vollbringen, ihnen jede Hülfleistung versagen? Gewiß nicht; denn dann müßte jede gesellschaftliche Verbindung und bürgerliche Ordnung aufhören. Oder heißt es, ihnen jede Liebe und Theilnahme in der Noth entziehen? Noch weniger, die Liebe soll sich erstrecken auf Freund und Feind und nimmer aufhören. Was der Apostel verbietet, ist die Gemeinschaft mit den unchristlich Gesinnten im Bösen, daß wir uns durch sie nicht zur Sünde verleiten lassen, daß wir insbesondere ihre unchristlichen Grundsätze nicht theilen, ihren verderbten Geist und Sinn uns nicht aneignen. Dahin gehören also alle öffentlichen Gesellschaften, Vergnügungen und Lustbarkeiten, alle Verbindungen, welche es sich zum Zwecke machen, den heiligen Tempel Gottes im Herzen niederzureißen, über Gott und sein Wort ungeziemend zu sprechen und darüber zu spötteln. Je leichter die Gefahr der Ansteckung ist, desto mehr müssen wir auf unserer Hut sein und jeden Umgang der Art meiden, wenn wir auch der Welt dadurch Anstoß geben und viel Nachtheil davon haben sollten; der Gewinn für unser Herz ist doch überwiegend. Wir sind dies der Herrlichkeit der christlichen Wahrheit schuldig, daß wir sie bekennen; wir sind es der christlichen Gemeinschaft der Kirche schuldig, daß wir sie so rein von der Welt erhalten wie möglich; wir sind es den unchristlich Gesinnten und Weltmenschen selbst schuldig, damit sie durch unser Schweigen und unsern Umgang nicht bestärkt werden im Bösen. Wehe, wenn wir um irdischen Vortheils willen das Böse beschönigten, statt sie in allem Ernst zu warnen und zu strafen! Es ist freilich viel christliche Weisheit dazu nöthig; aber wer da bittet, dem soll sie gegeben werden. Herr, gib mir solche Weisheit, Treue und Festigkeit. Amen.

2. Korinther 7.

Paulus redet in diesem Kapitel von der rechten Traurigkeit und dem rechten Troste. Es findet sich eine Betrübniß bei natürlichen Menschen, die aus der sündlichen Verderbniß im Herzen entsteht. Sie ist eine Frucht des Falls und der Sünde, und mit Zagen, Unglauben und Kleinmuth verbunden, und hilft uns nichts, so lange wir darin verharren. Sie sind bald darüber betrübt, daß sie ihren Willen nicht haben können, bald darüber, daß Andere nicht mitlaufen in ihr verkehrtes Wesen, bald darüber, daß ihnen die irdischen Güter, Ehre, Gemächlichkeit, Freude und Wohlstand dieses Lebens mangeln oder verloren gegangen sind. Solche Betrübniß bringt nichts als zeitliches und ewiges Elend und verschlechtert und verbittert nur immer mehr. Deine Traurigkeit, o Seele, muß ganz anderer Art sein. Du mußt betrübt sein über deine begangenen Sünden, und dein vorher hartes Herz muß erweicht und zerschmolzen sein, aber göttlich, evangelisch, es muß dich ängsten, drücken, drängen, nagen und plagen, daß du an deinem lieben Vater und theuersten Heiland dich versündigt und Ihn so schwer durch deine Undank und deine Untreue beleidigt hast. Thust du das, so wird’s nicht ausbleiben, es wird auch über das allgemeine, tiefe Verderben des ganzen menschlichen Geschlechts eine nicht geringe Wehmuth und Betrübniß in dir entstehen, so oft du recht daran gedenkst. Ueber die Sünde sich recht entrüsten und voll Haß sein, ist der einzige, erlaubte und befohlene Haß. Nichts weckt mehr diesen Schmerz und Haß, als der Gedanke, daß die Sünde unsern Heiland getödtet hat. kann dich das nicht mit Schmerz und Haß erfüllen, so ist dein ganzer Zustand noch gefährlich und bedenklich. Und ist’s nicht Gnade, daß du das nicht lieben und dich darüber nicht freuen darfst, was dich haßt und elend macht? Nur die erfahrene Gnade wirkt die rechte feindliche Traurigkeit über die Sünde, nur sie allein gibt aber auch Frieden und Lust und Kraft zu einem neuen Leben in Christi Gemeinschaft. Sie wirke sie auch in mir zu meiner Seligkeit. Amen.

2. Korinther 8.

Zur mittheilenden Liebe ermahnt der Apostel die Korinther, und nimmt ihre Hülfe in Anspruch für die nothleidende Gemeinde in Jerusalem. Er verweist sie dabei zunächst auf das Vorbild der Christen in Macedonien, welche so willig und reichlich beigesteuert hätten, und dann auf die höchste That der Liebe, auf die Gnade Jesu Christi, welcher, ob Er wohl reich war, durch sie bewogen war, arm zu werden zu unserm heil, auf daß wir durch seine Armuth reich würden. Die Macht seiner Liebe ist es, die Ihn zu uns herniederzog; die Macht seiner Liebe soll es auch sein, die uns zu Ihm hinaufzieht. Er bedurfte unser nicht, der Allgenugsame; aber wir bedurften seiner, und in seiner mittheilenden Liebe neigte Er sich zu uns Armen, die wir Ihm nichts geben, sondern nur von Ihm empfangen können. Ergreift uns schon Bewunderung, wenn wir einen Menschen, vor dessen weltlicher Größe sich Tausende neigen, den Bund inniger Freundschaft schließen sehen mit einem äußerlich geringen Manne: wie müssen wir erst staunen über die Kraft der Liebe Jesu Christi, die die göttliche Gestalt entäußert und Knechtsgestalt annimmt, und selbst unter den Menschen den Aermsten und Geringsten gleich wird, damit die Armen und Geringen sich seiner Gemeinschaft desto vollkommner getrösten könnten! Er ist arm geworden, damit wir schon hier in Folge seiner tiefen Entäußerung durch Ihn reichlich gesegnet würden mit inneren Gütern und dort ererben möchten seine ewige himmlische Herrlichkeit. Ist das aber der Fall: welche Liebe muß uns dann durchdringen, wenn wir als seine Erlöseten, als seines Sinnes theilhaftig uns zeigen wollen! Wie groß muß unsere innere Armuth sein, daß sie nur auf solchem Wege konnte gehoben werden! Und wie freudig unsere Bereitwilligkeit, unsere armen Mitbrüder reich im Herrn zu machen! Laßt uns sie lieben, wie Er uns geliebet hat. Amen.

2. Korinther 9.

Paulus setzt seine Aufforderung zur Collecte für die armen Christen in Jerusalem fort, und ermahnt, reichlich, fröhlich, mit Vertrauen und mit Dank gegen Gott mitzutheilen. Er schließt mit den kostbaren Worten: „Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe.“ d.h. für das unaussprechlich große Geschenk, das Er uns, die wir glauben, mit dem Heil in Christo gemacht hat, und das größer ist als alle Menschengaben und uns zu einem innigen, durch Liebe gegen die Brüder thätigen Dank gegen Ihn verpflichtet. Paulus nennt diese Gabe unaussprechlich, nicht erzählbar. Sie läßt sich auch nicht aussprechen noch erzählen. Möchte Jemand noch so lange darüber reden und die gewähltesten und passendsten Vergleiche anstellen, so müßte man doch aus Ps. 65 bekennen, Zions Gotteslob ist nur ein Stillschweigen. Unaussprechlich ist sie an sich; denn die Höhe und Tiefe, die Länge und Breite der Liebe Christi übersteigt allen Verstand. Keines Menschen Fassungsvermögen ist weit genug, um es ganz zu verstehen, was das sagen will: “Gleich wie mich mein Vater liebt, also liebe ich auch euch.“ Unaussprechlich ist sie in ihrem Werth; Moses achtete sie selbst in der unansehnlichsten Gestalt für größeren Reichthum, denn alle Schätze Aegyptens, und Paulus hielt ihr gegenüber Alles für Schaden und Koth. Assaph achtete es in ihrem Besitz für nichts, ob ihm auch Leib und Seele verschmachtete. Sie ist mehr werth, als die ganze Welt. unaussprechlich ist sie in ihren Wirkungen. Diese Wirkungen sind so großartig, so umfassend, durchgreifend und herrlich, wie nichts anderes; sie umspannen Erde und Himmel, Zeit und Ewigkeit, Leib und Seele; um dieser Gabe willen ist die sündige Menschheit Gott angenehm, eine Schaar Kinder Gottes und Erben des Himmels geworden. Wenn aber auch unaussprechlich, kann sie doch genossen und geschmeckt, erfahren und gekostet werden. Wen da dürstet, der komme also und nehme Wasser des Lebens umsonst! Amen.

2. Korinther 10.

Die falschen Lehrer in Korinth rühmten sich wider den Apostel und erhoben ihre Schulweisheit und Rednerei, ihre Abstammung und ihre Gaben über den einfachen Inhalt und die kunstlose Redeform der Vorträge Pauli. Der Apostel warnt sie, von ihrem vermessenen Treiben abzustehen und nicht zu warten, bis er, wenn er selbst nach Korinth komme, mit der Kraft und Gewalt des Geistes zu ihrer eignen Beschämung sie niederschlagen müsse. Paulus gibt ihnen zu, daß er in menschlichen Dingen, als Talent, philosophische Ausbildung, Beredtsamkeit und dergleichen ihnen nachstehe; aber darum, setzt er hinzu, glaubt doch ja nicht, gegen mich gewonnen zu haben! Denn die Waffen, mit denen ich für den christlichen Glauben streite, sind von solchen menschlichen Gaben und Geschicklichkeiten ganz unabhängig; es sind geistliche Waffen, und bestehen in der Beweisung der göttlichen Gewalt an den Herzen der Menschen, welche der heilige Geist in die einfache Predigt des Evangeliums gelegt hat. Wir erobern oder zerstören damit die Festungen, die dem Worte Gottes mit Mauer und Thor den Eingang zu versperren suchen, die Anschläge, die klugen Gedanken, die durch Schlüsse und sinnreiche Folgerungen der Begriffe herausgebracht werden, die aber immer doch nur Menschliches geben können; wir zerstören zweitens damit alles Hohe, welches sich gegen die Erkenntniß Gottes erhebt, allen Stolz auf Wissenschaft, Verstandesbildung und Talent, welcher nichts weniger vertragen kann, als die Grundlehre des Christenthums von der Versöhnung und Rechtfertigung, und höhnisch den Mund verzieht, wenn er an einen armen, am Kreuz gestorbenen, von Fischern und Zöllnern verkündigten, glanzlos und demüthig dahertretenden Mann glauben soll, als an den Sohn Gottes, und von dessen Gnade seine Seligkeit erbitten und erwarten. Wir nehmen endlich gefangen alle Vernunft, d.h. alles, was die Vernunft ersonnen hat, alle Vernunftsysteme, allen Nationalismus in den Gehorsam Christi, denn die Lehrmeinungen der sich selbst überlassenen menschlichen Vernunft streiten einmal wider die Grundwahrheiten des Christenthums; entweder wird letzteres von ihnen verdrängt oder sie müssen sich dem Christenthum gefangen geben, d.h. der Mensch, den der Geist Gottes erleuchtet hat, sieht ein, daß er durch alle seine Vernunftansichten und Bemühungen weder befriedigende Wahrheit, noch Seligkeit, noch Kraft zum Guten erreichen kann. Der Gehorsam Christi ist die Schule dieser Weisheit, so wie die Folgsamkeit gegen den irdischen Lehrer die Schule der irdischen. Nationalismus und Christenthum passen nicht zusammen, können nicht miteinander sitzen auf Einem Stuhl. Die Vernunft muß aufnehmen die Gabe von oben, wenn sie will eine Tochter von oben heißen; und alles, was sie ersonnen und aufgenommen hat vor Christo, ohne Christum, vor dem Gehorsam und im Ungehorsam gegen Ihn, in himmlischen Dingen, das muß nieder, das darf nicht bleiben. Christus allein ist das Licht der Welt, und was nicht aus Ihm kommt, das ist und bleibt ewig Nacht und Finsterniß, und wenn es sich hundertmal Licht nennete und abermal Licht; denn nicht was sich Licht nennt, sondern was wahrhaft leuchtet, das ist Licht. Für menschliche, irdische Dinge gilt fort als Maßstab die menschliche Vernunft, und ist die Königin über das ganze Feld der Erfahrung; doch was über die Sinne ist, da ist sie Dienerin, Schülerin, und muß Gott bitten, daß Er ihr das Ohr öffne. Aber auch für die geöffneten Augen bleibt hienieden alles Wissen und Weissagen Stückwerk; erst wenn der Glaube Schauen wird, wird das Stückwerk aufhören. Diese Erkenntniß macht demüthig, lernbegierig, sehnsuchtsvoll und voll Wissensdurst nach der Ewigkeit. Amen.

2. Korinther 11.

Es ist oft beklagt worden, daß wir vom Leben der edelsten Gottesmänner, deren Namen die Bibel uns aufbehalten hat, so gar sparsame und kärgliche Nachrichten haben. Auch hier müssen wir uns unter die Weisheit Gottes demüthigen und an dem, was da ist, uns begnügen lernen. Aber auch schon das Wenige, das uns mitgetheilt ist, bietet dem sinnigen Beschauer Stoff genug dar, um die Weisheit der Wege Gottes zu bewundern und Glauben, Geduld, Hoffnung daran zu stärken. Lesen wir das obige Lebensgemälde des Apostels Paulus, so sehen wir eine Reihe der schmerzlichsten Entbehrungen und Opfer, so viel Angst und Noth, Sorge und Arbeit, Schweiß und Blut, die es bloss diesem einen Kämpfer gekostet, und stehen auf einem Saatfeld, das mit vielen heißen Thränen begossen, mit vielen heißen Gebeten eingeweiht worden ist: muß uns das nicht dankbarer machen für den kostbaren Besitz dessen, was jene großen Vorkämpfer uns so sauer errungen, so treu behauptet haben? müssen wir uns nicht anklagen der weichlichsten Leidensscheue und Kreuzflüchtigkeit vor Gott und Menschen, diesen wackern und muthigsten Glaubenshelden gegenüber? müssen wir nicht von ihnen lernen, in den Sorgen und Zerstreuungen, im Gewühl und Geräusch unsers Tagewerks uns nicht aus der Fassung bringen, uns nicht verrücken zu lassen vom nüchternen Blick nach dem himmlischen Kleinod, die Hand zwar am Pfluge der irdischen Arbeit, aber das Herz im Himmel zu haben? müssen wir nicht den Trost herzhaft ergreifen, daß, wenn Christi Kraft in jener Schwachheit mächtig gewesen ist, also daß sie sagen konnten, unter den äußern Kämpfen und den innern Anfechtungen: „In dem Allen überwinden wir weit um deßwillen, der uns geliebt hat; daß nur Er an mir hochgepriesen werde, es sei durch Leben oder Tod!“ daß Er auch bei uns ist auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben, und die Schwachen noch immer stark, die Zaghaften getrost, die Blöden unerschrocken und die Elenden herrlich macht? Sei das der Segen dieser Abendbetrachtung! In Jesu Namen. Amen.

2. Korinther 12.

Paulus hatte ein schweres Leiden zu bestehen, das härteste, das er je erlebt hatte. Mit großer Inbrunst wünschte er von demselben erlöst zu sein, und flehete zum Herrn. Er ward aber nicht davon befreit, jedoch tüchtig gemacht, seinen Stand willig zu ertragen, und mit der köstlichen Einsicht beschenkt, daß er eben darum stark sei, wenn er schwach, und daß Christi kraft in den Schwachen mächtig sei. Herr, mein Gott, es ist auch manchmal dunkel in meiner Seele. Warum? Sind es Sünde, die mich von Dir scheiden? O zeige mir, was mich von Dir trennen mag! Ist es Stolz oder Eigensinn? Er werde von mir armen, schwachen, thörichten Menschen, der keine Ansprüche vor Dir hat, zertreten! Ist es Trägheit oder Nachlässigkeit in Erfüllung meiner Pflichten? Neuer Ernst und Eifer müsse mich beleben! Ist es Weichlichkeit, Ueppigkeit, sinnliche Lust, Anhänglichkeit an irdische Dinge? O so stärke meinen Geist, diese Feinde meiner Ruhe und Geistesfreudigkeit zu bemeistern! Ist es Leichtsinn, Zerstreuungssucht, Flüchtigkeit, Wankelmuth, was Dir an mir mißfällt? O so lehre mich ernsthafter, nachdenkender, muthiger, ähnlicher Deinem Sinne denken und handeln! Nimm hin die Decke von meinen Augen, die Last von meinem Herzen! ich kann sie nicht heben, die drückende Last; kein Freund vermag sie wegzuheben! Du nur vermagst es. – Rührt die Dunkelheit meiner Seele nur von körperlichen Umständen, von Kränklichkeit her? Auch Du vermagst mich zu heilen, und die Ursachen des Gewölkes zu vertreiben. Ach, erbarme Dich mein, und verkürze die Tage meiner Angst! Mein Leib und meine Seele, o Herr, sind in Deiner Hand! Leichter als wir eine Hand umwenden, kannst Du mich Traurigen erfreuen, mich Dunkeln erheitern, mich Matten aufrichten, mich Zagenden stärken, mich Trostbedürftigen trösten. – Herr, erfreue, stärke, tröste mich! Mein Heiland, Du weißt, wie mir zu Muth ist; alle menschlichen Gemüthslagen sind Dir aus eigner Erfahrung bekannt; Du kannst denen, die geprüft werden, helfen! Wen hast Du je ganz schmachten lassen? Bedürfniß nach Dir, ist es nicht ein heiliges Pfand von Dir? Auch meine Nacht wird sich in Tag, und meine Angst in Dank und Wonne verwandeln. Laß dir an Gottes Gnade genügen; denn seine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Amen.

2. Korinther 13.

Danket dem Herrn, denn Er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Wer kann die großen Thaten des Herrn ausreden, und alle seine löblichen Werke preisen? Ich danke Dir auch von ganzem Herzen, ich will Dich erhöhen, mein Gott, Du König, und Deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will Dich täglich, und auch jetzt am Ende dieser Woche loben und Deinen Namen verherrlichen. Denn wer bin ich, Herr Herr, und was ist mein Haus, daß Du mich bis hieher gebracht hast? O Du hast diese ganze Woche über nicht mit mir gehandelt nach meinen Sünden und mir nicht vergolten nach meinen Missethaten. Du hast mir Leben und Wohlthat erzeiget, und durch Dein Aufsehen hast Du meinen Odem bewahrt. Ich bin des Tages unter Deinem Schirm gesessen, Du Höchster, und des Nachts durfte ich ruhen unter Deinem Schatten, Du Allmächtiger. Warum sollte ich nicht am Ende dieses Tages und dieser Woche von ganzem Herzen zu Dir sprechen: Meine Zuversicht und meine Burg? O wohl ein treuer Gott, auf den ich hoffe, auf den ich mich in völligem Glauben lehne! Denn Du hast mich und mein Haus diese ganze Woche vor so mancherlei Unfall in Gnaden bewahrt. Wie viel, wie reichlich hast Du mir täglich vergeben! Wie herzlich hast Du Dich meiner Seele angenommen, daß sie nicht verdürbe! Und ob Du uns auch gezüchtiget und mit Leiden und Widerwärtigkeiten heimgesucht, so hast Du uns doch dem Tode nicht übergeben, sondern es ist uns zu Nutz geschehen, daß wir Deine Heiligung erlangen. Du bist in unserer Schwachheit kräftig gewesen und hast Dein Wort, die ewige Wahrheit, wider die wir nichts können, an uns besiegelt, ja, die Gnade Jesu Christi, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des h. Geistes ist reichlich mit uns gewesen.

Ach, vergib mir um Jesu Christi willen meine Sünden, welche ich wider Dich, wider meinen Nächsten und wider mich selbst begangen habe. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz durch das Blut Jesu, Deines Sohnes, und einen neuen Geist durch Deinen heiligen Geist. Und gleichwie Du mir aus Gnaden meine vielen Uebertretungen erlässest, welche ich mir diese Woche hindurch habe zu Schulden kommen lassen: also neige auch mein Herz durch Deine Erbarmungen zur Erbarmung gegen Alle, die mich beleidigt haben, daß ich ihnen auch vergebe von Herzen ein jeglicher seinem Nächsten seine Fehler. Ich weiß ja nicht, ob nicht in dieser Nacht mit dem Ende dieser Woche auch das Ende meines Lebens einbrechen möchte. Darum laß mich nicht, weder in der Sünde des Zorns und der Unversöhnlichkeit, noch sonst in einem Laster sterben oder verderben, sondern in Christo Jesu, meinem Heiland, erfunden werden. In diesem tröste ich mich: Du, Herr, bist meine Zuversicht, und Du, Höchster, bist meine Zuflucht. Nur bereite mich, alle die Meinigen und Alle, die nach Dir fragen und Dein Heil lieb haben, durch Deine Kraft, daß ein Jeder das Werk, das Du ihm befohlen hast, von Tag zu Tag treulich ausrichte und am Ende seines Lebens mit Freuden vollendet habe, damit das Ende unseres Lebens, es komme heute oder morgen, eine Befreiung von dem Dienst des vergänglichen Wesens und ein Anfang der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes in jener Welt sei. Das thue, lieber Vater, um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes, unseres Herrn und Heilandes willen. Amen.